Telefonieren, Navigation, Musik

Smartphone im Auto: Bluetooth, USB, FM-Transmitter

Bordsystem via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden

Ist das Infotainment-System des Fahrzeugs Bluetooth-fähig, steht einer komfortablen Kopplung (Pairing) mit dem Smartphone nichts im Weg. Für die erste Kontaktaufnahme werden die Bluetooth-Funktionen jeweils aktiviert, beide Geräte im Netzwerk sichtbar gemacht und gegebenenfalls die Codes der Gegenstelle eingegeben. Kennen sich die Kommunikationspartner bereits, erfolgt die Verbindungsaufnahme via Funk künftig automatisch. Neben den gespeicherten Hits von iPhones oder Android-Geräten geben die Autolautsprecher fortan auch die Musikinhalte abonnierter Streaming-Webdienste wie Spotify wieder. 

Eine erfolgreiche Audio-Übertragung setzt auf beiden Seiten die Unterstützung entsprechender Bluetooth-Profile wie A2DP und AVRCP voraus. Das letztgenannte Profil ermöglicht die komfortable und sicherere Steuerung der Musikwiedergabe über das Infotainment-System. Zusatzinformationen wie Titel, Interpreten und Coverbilder zeigt der Bordmonitor in der Regel ebenfalls an. Umso besser, wenn Smartphone und Infotainment-System bereits den höherwertigen Audio-Codec aptX​ an Bord haben. Damit lässt sich die Klangqualität auf CD-Niveau anheben.

USB-Anschluss und AUX-Eingang - auch hier kommt die Musik an 

Läuft die Funkverbindung ins Leere, transferieren Kabel die Musik vom Mobiltelefon zu den Autolautsprechern. Für die Kontaktaufnahme mit Apples Lightning-Schnittstelle oder den USB-Anschlüssen (USB-Typ-C oder Micro-USB) der Android- und Windows-Smartphones bietet sich ein Autoradio mit frontseitigem USB-Anschluss an. Bei Android-Geräten klappt die Übertragung der Audio-Dateien nur in der USB-Variante "Dateien übertragen" beziehungsweise im MTP-(Media Transfer Protocol)-Modus.

Klappt das nicht, bleibt noch die Verbindung zwischen dem Kopfhöreranschluss des Smartphones und einem frontseitigen Audio-Eingang (AUX). Für die klassische, analoge Übertragung genügt ein Audio-Kabel mit zwei 3,5-mm-Klinkensteckern. Fehlt ein Co-Pilot, der während der Fahrt den Job des DJs übernimmt, ist eine Kfz-Halterung unumgänglich. Denn der Musik-Player muss in dieser Anschlussvariante via Smartphone-Display gesteuert werden.

FM Transmitter

© Omorc

So kommen Autoradio und Smartphone immer zusammen: FM-Transmitter wie das abgebildete Modell von Omorc verbinden sich via Blutooth mit dem Phone und via UKW-Funkübertragung mit dem Radioempfänger im Fahrzeug.

Musikalische Verjüngungskur - auch für antiquierte Autoradios 

Was aber tun, wenn im Audiosystem des Fahrzeugs weder Bluetooth noch die passenden Kabelanschlüsse verfügbar sind? Für solche Härtefälle empfehlen sich sogenannte FM-Transmitter​. Eingesteckt in den 12-Volt-Anschluss des Fahrzeugs (Zigarettenanzünder) verbinden sich die ebenso praktischen wie handlichen Zusatzmodule meist via Bluetooth mit dem Smartphone und verwandeln das Mobiltelefon quasi in eine "Privat"-Radiostation. Entscheidender Unterschied zu einem echten Radiosender: Das Musikprogramm bestimmen allein Sie.

Damit die UKW-Übertragung zwischen dem FM-Transmitter und dem Autoradio möglichst störungsfrei läuft, empfiehlt sich in der Regel die Verwendung freier Frequenzen am unteren und oberen Rand des UKW-Frequenzbandes (87,50 bis 108 MHz). Die gewünschte, freie Senderfrequenz wird im Autoradio und dann im FM-Transmitter eingestellt und als neuer Lieblingssender gespeichert. Selbst in einem Oldtimer könnte so das Original-UKW-Radio die angesagten Hits von Spotify und Co. über die Autolautsprecher streamen. Dass diese Variante der Smartphone-Radio-Kopplung in Bezug auf Störsicherheit und Klangqualität kompromissbehaftet ist, dürfte sich angesichts der Vorteile verschmerzen lassen.

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Einfache, brauchbare FM-Transmitter von No-Name-Herstellern wie beispielsweise Jtech​ sind im Online-Versandhandel bereits für wenige Euro erhältlich. Wer zwischen 20 und 30 Euro ausgibt, erhält meist mehr Ausstattung und kann je nach Autoradio und Smartphone die passende Variante wählen. Das Modell von Mumbi​ beispielsweise bietet einen zusätzlichen Steckplatz für SD-Karten, eine zumindest eingeschränkt Speicherstick-taugliche USB-Schnittstelle (4 GByte) sowie analoge Audio-Anschlüsse für die Verbindung mit dem Aux-Eingang des Autoradios.

Der Aukey Bluetooth FM-Transmitter​, das günstige Modell von Omorc​ oder auch der Technaxx FMT-600 BT​ verbinden sich per Funk mit dem Smartphone. Modelle mit integriertem Mikrofon, einer Rufannahme-Taste und den erforderlichen Bluetooth-Profilen wie HFP (Hands Free Profile) eignen sich zudem auch als Freisprecheinrichtung. Dadurch sinken zumindest beim Telefonieren während der Fahrt die Unfallrisiken. Die Steuerung der Musikwiedergabe ist über die wenigen Bedienelemente der FM-Transmitter eingeschränkt möglich. Die Gefahr, dass der Fahrer vom Verkehrsgeschehen abgelenkt wird, verringert sich - vor allem bei ungünstiger Platzierung des Zigarettenanzünders - aber nur zum Teil.

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