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Breitband auf dem Land
"So wichtig wie Wasser und Strom"
Ein schneller Internet-Zugang ist heute "so wichtig wie Wasser und Strom", hat Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich postuliert und den Ausbau der Breitbandversorgung angemahnt. Völlig zu Recht und bestimmt keinen Tag zu früh, denn das Thema brennt vor allem den Menschen in ländlichen Gebieten unter den Nägeln, die kein DSL bekommen können.
Davon sind auch Firmen betroffen: Ohne schnelles Internet lassen sich heute kaum mehr Geschäfte machen, und so mussten bereits Unternehmen ihren Standort wechseln – sehr zum Leidwesen der betroffenen Kommunen, denen dadurch natürlich Steuergelder durch die Lappen gehen.
Höchste Zeit also, dass der Bund in die Zukunft investiert und den Breitbandausbau mit einer massiven Finanzspritze vorantreibt. Zunächst stellt sich aber die Frage, wie schnell schnelles Internet eigentlich sein muss.
Nur doppelte ISDN-Geschwindigkeit
Ging die Definition im 13. Kommissionsbericht über den Stand des EU-Binnenmarkts in der Telekommunikation vom 19. März 2008 noch von 144 Kilobit pro Sekunde aus, was gerade mal doppelte ISDN-Geschwindigkeit bedeutet, definiert man in Deutschland mittlerweile Geschwindigkeiten ab 1 Megabit pro Sekunde als Breitband.
Diese Definition kann angesichts der rasanten technischen Entwicklung allerdings in zwei Jahren wieder komplett überholt sein. Das macht es auch so schwierig, feste Normen und Vorgaben zu stricken. Leichter ist es, Versorgungszahlen zu nennen, um die Relation abzuschätzen:
88 Prozent der deutschen Haushalte können DSL mit einer Geschwindigkeit von mindestens 1 Mbit/s erhalten, setzt man 384 kbit/s an, sind es gut 95 Prozent. Und genau das ist die Hürde beim Ausbau: Die letzten Prozent der Flächenversorgung sind die teuersten.