Ratgeber

Spot Satelliten Messenger

Seine Berufung sieht man dem in Orange und Schwarz gehaltenen Spot Messenger an: Es ist massiv, griffig und wetterfest. Bedient wird es über die ins Gehäuse eingebetteten schwarzen Knöpfe. Per Knopfdruck kann man unterwegs vier unterschiedliche Statusmeldungen absenden; die Bandbreite reicht von "o.k., alles in Ordnung" bis zum Notruf über eine "911"-Taste - der Notruf geht an das internationale Notrufzentrum GEOS.

Die Dienste kosten 99 Euro im Jahr, die Standortübermittlungen und Hilfeanforderungen an Handys sind aber auf 200 SMS beschränkt. Für jede weitere Nachricht werden 10 Cent fällig. Über den aktuellen Empfangs- und Sendestatus informiert der Spot seinen Träger mit Blinksignalen. Hier würde sich eine einfachere Anzeige empfehlen, denn wer hat im Notfall schon den Nerv, sich auf verschiedene Blinkrhythmen zu konzentrieren?

Spot Messenger

© Stevecoleccs, iStockphoto

Der Spot Messenger wird mit zwei Lithium-Batterien betrieben.

Von den anderen GPS-Ortungsgeräten hebt sich der Spot Messenger nicht nur durch seine robuste Erscheinung ab, sondern auch durch seine Technik: Während iNanny und Co. ihren Standort über das Mobilfunknetz ans Internet übermitteln, geschieht dies beim Spot Satelliten Messenger, wie der Name schon sagt, über zwei verschiedene Satellitensysteme. Geortet wird der Spot per GPS, doch das Signal wird über ein zweites, kommerzielles Satellitensystem an eine Empfangsstation weitergeleitet. Die überträgt es an das Internetportal oder an eine vorher gespeicherte Telefonnummer beziehungsweise Notrufzentrale.

Die Vorteile dieses Verfahrens liegen auf der Hand: Erstens vergrößert sich dadurch das Einsatzgebiet erheblich, da der Spot nicht auf die Abdeckung mit Mobilfunknetzen angewiesen ist. Und zweitens bringt die bessere Abdeckung eine höhere Übertragungssicherheit der Signale mit sich.

Dennoch besteht auch hier wie bei allen Geräten in diesem Praxistest keine absolute Ortungssicherheit - schließlich sind die Geräte auf GPS angewiesen. Verliert der Spot Messenger etwa in einer Höhle oder einer Gletscherspalte den Satellitenempfang, ist die Ortung fraglich. Die Angehörigen können aber immerhin die letzten bekannten Koordinaten bei einer Rettung zu Hilfe nehmen.

Spot Messenger

© Stevecoleccs, iStockphoto

In der Detailansicht werden Nutzer über die Uhrzeit und den Status des Trägers informiert.

Die Nachverfolgung erfolgt wie bei allen Geräten über ein Internet-Portal: Auf einer Google-Maps-Karte können die Angehörigen den Standort des Trägers bestimmen und verfolgen, wo er läuft oder fährt. Allerdings sendet der Spot Messenger mit einer niedrigeren Frequenz als die anderen Geräte im Test: Etwa alle zehn Minuten wird die Position im Portal aktualisiert.

Damit dem kühnen Begleiter unterwegs nicht die Luft ausgeht, setzt der Hersteller statt auf eingebaute Akkus auf eine Lithium-Batterie. Ihre Lebensdauer hängt von der Nutzung ab: Bei aktiviertem Tracking hält sie laut Hersteller bis zu 14 Tage, eingeschaltet ohne aktive Funktionen soll der Spot gar ein Jahr lang Saft haben.

connect-Praxistesturteil: ****

(von max. 5 Sternen)

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