Zuschlagen oder noch warten? Unsere Vorschau zeigt, welche Tablets in den nächsten Wochen auf den Markt kommen. Drei Preisknaller stellen wir Ihnen im Detail vor.
Erste Tablet-Modelle für 2013 waren bereits Anfang des Jahres bekannt. Auf dem Mobile World Congress und der CeBIT wurden weitere vorgestellt.
Asus, Archos, Lenovo, HP, Huawei, LG, Samsung, Sony und Microsoft haben Tablets für die nächsten Wochen und Monate in petto. Nach wie vor bedeckt halten sich Acer, HTC und Motorola. Die Gerüchteküche brodelt allerdings: Gemunkelt wird von einem Motorola X-Tablet, von Windows-RT-Tablets aus dem Hause HTC sowie von weiteren günstigen Acer-Modellen mit 8- und 10-Zoll-Display.
Andere Hersteller spezialisieren sich bereits jetzt auf die Nischen des boomenden Tablet-Marktes: Das Razer Edge mit Gamepad-Zubehör nimmt Spieler ins Visier, Panasonic und Microsoft bedienen mit Ihren vorgestellten Modellen vor allem die Business-Nutzer. Sonys Tablet Z will auch in staubigem und feuchtem Umfeld einsatzbereit bleiben.
Alle angekündigten Modelle der großen Hersteller finden Sie in der Bildergalerie. Drei preislich sehr attraktive Geräte stellen wir Ihnen weiter unten vor.
Klein, schnell, günstig: Das 7-Zoll-Tablet mit Intel-Prozessor, Android, HSPA, WiFi und 16 GB Speicher sollte ursprünglich Ende März in die Läden kommen. Davon ist aber weit und breit noch nichts zu sehen. Die von Asus bei nur 219 Euro angesetzte Preisempfehlung versetzt Kunden aber schon jetzt in Alarmstimmung.
Die Neuauflage des Family Pads mit 13,3-Zoll-Display könnte in Sachen Display eine Enttäuschung werden: Es bietet nur 1280 x 800 Pixel Auflösung, der aktuelle Standard eines 8-Zöllers. Ein schneller Dual-Core-Prozessor mit 1,6 GHz, 8 GB Speicher, Android 4.1 gehören außerdem zur Ausstattung. Das Family Pad ist mit nur 299 Euro ebenfalls preiswert.
In etwa zwei, drei Wochen soll das Archos 97 Platinum HD in den Läden aufschlagen. Die günstige iPad-Alternative soll dann nur 300 Euro kosten. Dabei kann sein Display ebenfalls 2.048 x 1.536 Pixel auf und misst genau wie das Apple-Tablet 9,7 cm in der Diagonale. Quadcore-Prozessor, Achtkern-GPU, Android 4.1, 8 GB Speicher und 2GB Arbeitsspeicher sind weitere Eckdaten des günstigen Tablets.
Zwei Geräte in einem: Das Padfone ist Smartphone und Tablet in Geräteunion. Wir konnten das Infinity bereits einem ersten Test unterziehen und waren angetan von dem brillanten Touchscreen, der guten Performance und der sehr umfangreichen Ausstattung des Luxus-Tablets. Üppig ist allerdings auch der Preis: 999 Euro. Der Markstart in Deutschland steht noch nicht fest.
Die wichtigsten Daten des MediaPad 10 Link klingen schon mal ganz interessant: UMTS/HSPA, WiFi, Quad-Core-Prozessor mit 1,4 GHz getaktet, ein Akku mit 6600 mAh und Android 4.0. Das 10-Zoll-Tablet mit 1280 x 800 Pixel Auflösung kommt wohl erst Mitte des Jahres in den Speichervarianten mit 8 GB und mit 16 GB. Beim Preis hält sich Huawei noch bedeckt.
Freunde des gepflegten Musikgenusses aufgepasst: Denn das A1000 kommt mit großen Frontlautsprechern und erfreut die Ohren mit Dolby Digital Plus. Der 7-Zöller bringt erweiterbare 16 GB Speicher mit wird mit einem aufsteckbaren UMTS/HSPA-Modul zum vollwertigen Mobilfunker. Markstart ist im zweiten Quartal, erst dann will Lenovo auch den Preis nennen.
Das zweite A-Modell mit 7-Zoll-Display hat keine klar definierte Zielgruppe wie das A1000, lässt sich aber ebenfalls mit einem UMTS/HSPA-Modul erweitern. Das 11 mm dicke und 340 g schwere A3000 kommt mit 1,2-GHz-Prozessor (Quadcore) und 32 GB Speicher. Wie das A1000 soll es auch im zweiten Quartal des Jahres in die Läden kommen. Der Preis wird erst dann bekannt gegeben, dies gilt beides auch für das Lenovo S6000.
Der Preis ist heiß: 149 Euro soll das Slate 7 zum Markstart im Mai nur kosten. Die Ausstattung des 7-Zöllers ist dementsprechend etwas mager: 1024 x 600 Pixel Display-Auflösung, 8 GB Speicher (erweiterbar), Dualcore-Prozessor Cortex 9 mit 1,6-GHz-Taktung sowie eine 3-Megapixel- und eine 0,3-Megapixel-Kamera. Die Besonderheit: Durch den Klangspezialisten Beats Audio veredelter Sound.
Es wird als Mobiles Home Entertainment Center beworben und verfügt über einen Micro-HDMI-Anschluss. Dabei ist es nur 8,6 mm dick und 560 g schwer. Das IPS-Display misst 10 Zoll in der Diagonale und besitzt eine Auflösung von 1280 x 800 Pixel. Android 4.2, ein Quadcore-Prozessor mit 1,2-GHz-Taktung, eine 5-Megapixel-Kamera und ein starker Akku mit 6350 mAh – das sind die weiteren Eckdaten.
Mehr als ein Tablet: Das Lenovo ThinkPad Helix mit Windows 8 lässt sich auch per Stift bedienen- ähnlich wie das Samsung Galaxy Note 10.1. Die weitere Ausstattung besteht aus einem 11,6-Zoll-Display mit 1.920 × 1.080 Pixel Auflösung sowie NFC und sogar LTE. Für ausreichend Leistung sorgen im bestausgestatten Modell ein Core-i7-Prozessor und 4 GByte Arbeitsspeicher. Ein optionales Tastatur-Dock wird ebenfalls erhältlich sein. Das Helix soll frühestens Ende März ausgeliefert werden und mit Top-Ausstattung etwa 1800 Euro kosten.
Slide to Notebook: Beim H160 mit Windows 8 kommt die Tastatur auf Knopfdruck unter dem Display hervor. Das 11,6-Zoll-Tablet wird von einem Intel-Prozessor Atom Z2760 angetrieben, der mit 1,8 GHz taktet, die Festplatte fasst 64 GByte. HDMI, WLAN-n gehören ebenfalls zur Ausstattung. Über die Verfügbarkeit sowie die Preise in Europa ist noch nichts bekannt. In den USA kostet das H160 umgerechnet knapp 1100 Euro.
Das Microsoft-Tablet wurde hochoffiziell zur CeBIT vorgestellt. Zur Ausstattung gehören ein Intel-Prozessor Core i5, USB 3.0 sowie ein 10,6-Zoll-Full-HD-Display und Stifteingabe. Teuer: Das Surface Pro gibt’s in den USA mit 64 GByte Speicher für 899 Dollar und mit 128 GByte für 999 Dollar auf den US-Markt. Preise und Markstart für Deutschland sind noch nicht bekannt.
Auch Panasonic wagt sich in den Tablet-Markt und sucht dabei die Nische: Ein Display mit 20 Zoll in der Diagonale und einer Auflösung von 3.840 x 2.560 Pixeln hat sonst kaum einer im Angebot. Anwendungsmöglichkeiten für das Tablet mit Windows 8 Pro sieht der Konzern beim Anzeigen von Zeitungsinhalten oder als Anzeigetafel in kleinen Meeting-Runden. Der 2,4 Kilogramm schwere Tablet-Hüne soll im Laufe des Jahres marktreif sein. Einen Preis nannte der Hersteller noch nicht.
Eingefleischte Gamer wollen auch auf dem Tablet zocken. Der Hersteller Razer stellt sich dem Thema mit dem Edge: Das Windows-8-Tablet hat die passende Ausstattung und kostet in der Basis-Version mit Core-i5-Prozessor 999,99 Dollar, in der Pro-Variante mit Core-i7-Prozessor 1,299,99 Dollar. Gamepad-Controller und Tastatur sind optional erhältlich. Bereits im ersten Quartal soll das Edge in den USA erhältlich sein. Infos zur Verfügbarkeit für Europa gibt es noch nicht.
Galaxy Note und Stifteingabe: Diese Kombi gilt auch für Samsungs angekündigten 8-Zöller. Ausgestattet ist das in Versionen mit 16 und 32 GB angekündigte Tablet mit einem Quadcore-Prozessor, 1280 x 800 Pixel Auflösung, HSPA+, WiFi, 5- und 1,3-Megapixel-Kamera. Der Akku mit 4600 mAh verspricht satte Power. Noch im zweiten Quartal soll das Note 8 verfügbar sein, vorbestellbar ist es bereits. Der Preis: ab 449 Euro.
Samsung setzt auch bei Tablets auf die Bedienung per Stift: Das Galaxy Note 10.1 ist nur mit 16 GByte Speicher erhältlich und kommt in den Varianten mit WLAN sowie mit WLAN und UMTS. Geplant ist aber auch eine Variante mit LTE für rund 650 Euro, die allerdings noch nicht im Online-Handel angekommen ist. Die weitere Ausstattung: Android 4.0, 5-Megapixel-Kamera, Quadcore-Prozessor mit 1,4-GHz-Taktung, TouchWiz-Benutzeroberfläche und Bluetooth 4.0.
10-Zoll-Display mit Full-HD (1920 x 1080 Pixel Auflösung) und ein Vierkernprozessor mit 1,5-GHz-Taktung, dazu kommen 2 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte interner Speicher sowie Android 4.1: Das sind die wichtigsten Eckdaten des Xperia Tablet Z. Das Tablet ist zudem staub- und wassergeschützt und dennoch an seiner dünnsten Stelle nur 6,9 Millimeter dick. Eine 8-Megapixel-Kamera und NFC gehören außerdem dazu. Infos zum Markstart in Deutschland stehen noch aus.
Unser Preistipp: HP Slate 7
Vorsicht, Kampfpreis! Gerade einmal 150 Euro will HP für sein Slate 7. Da kann nicht viel drin stecken, werden Sie sagen. Weit gefehlt: Das Display des Slate besitzt eine Auflösung von 1026 x 600 Pixel, ein akzeptabler Wert, genau so wie die 8 GB Speicher, die zudem erweiterbar sind. Micro-USB- und Kopfhörereingang sind ebenfalls mit von der Partie.
Der Dual-Core-Prozessor (ARM Cortex A9) ist mit 1,6 GHz getaktet, die beiden Cams lösen Bilder mit 3 und 0,3 Megapixel auf. WiFi und Android 4.1 runden die Ausstattung ab. Als besonderes Extra bringt das Slate 7 optimierten Sound von Beats Audio.
Bei der Software ist das HP-Tablet voll auf Google ausgerichtet: Dienste wie Gmail, Google Now oder Google Drive sind von Haus aus dabei. Das Slate 7 soll ab Mitte Mai erhältlich sein.
Nicht ganz so günstig, aber dafür auch in einigen wichtigen Punkten besser ausgestattet: Das Display des FonePad zeigt Diagonal auch nicht mehr als 7 Zoll an, bringt aber eine Auflösung von 1280 x 800 Pixel, um einiges mehr als das HP Slate 7.
Wie der Name verrät, ist eine HSPA-Mobilfunkeinheit integriert, außerdem doppelt so viel Speicher wie beim Slate 7: 16 GB (erweiterbar per microSD). Die Kamera hingegen löst Bilder nur mit 1,2 Megapixel auf. Für Power sorgen ein Intel-Prozessor Atom Z2420 mit 1,2-GHz-Taktung, der starke Akku mit 4270 mAh und 1 GB Arbeitsspeicher. Installiert ist das Betriebssystem Android 4.1.
Das FonePad sollte diesen Monat in die Läden kommen. Bei den Online-Händlern werden derzeit aber noch nicht einmal Vorbestellungen entgegen genommen. Richten Sie sich auf einige Wochen Wartezeit ein!
Was das iPad kann, das können wir auch, nur viel günstiger: Das ist die Grundidee hinter dem Archos 97 Platinum HD mit Android 4.1.
Wie das Apple-Vorbild bietet sein 9,7-Zoll-Display (IPS) eine Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel. Die übrige Ausstattung ist vielversprechend: Quad-Core-Prozessor mit 1-GHz-Taktung, Achtkern-GPU und 2GB Arbeitsspeicher. Am internen Speicher hat Archos gespart: Es sind nur 8 GB integriert, der Speicher ist aber per microSD-Slot aufstockbar.