Dokumente lesen, interessante Stellen markieren und mit Anmerkungen versehen, dafür ist das iPad auf jeden Fall geeignet. Ebenso gut lassen sich unterwegs aber auch Ideen festhalten, Texte verfassen, Tabellen verändern und Details zeichnen.
Wirklich bequem klappt das Arbeiten mit dem iPad aber nur mit Eingabehilfen wie einem Eingabestift, der natürliche Schreib- und Malbewegungen auf dem iPad ermöglicht. Oder mit einer Bluetooth-Tastatur für flotte Texteingaben.
Das sollte eine iPad-Tastatur können
Die Tastatur sollte leicht und portabel sein und sich auf die iPad-spezifischen Bedienfunktionen verstehen. Hierzu gehört ein Pendant zum Home-Button, mit dem sich wie beim Original bei zweifachem Druck die Liste der zuletzt verwendeten Anwendungen öffnen lässt.
Auch eine Bildschirm-Entsperrtaste, Tasten zum Kopieren und Einfügen von Text sowie zum Ein- und Ausblenden der virtuellen Tastatur und zum Aufruf der Suchfunktion sind nötig. Mit einer Tastatur lässt sich die Suche für den schnellen Programmstart nutzen: Die App erscheint in der Trefferliste, sobald ihr Name in die Suche eingegeben wird.
Leider reagieren die Pfeiltasten hier nicht, sie unterstützen die Auswahl in der Listenansicht nicht. So hilft hier nur wieder der Touch mit dem Finger auf dem Screen.
Vom Mindmapping bis zur Zeiterfassung: Die passenden Business-Apps
Mit guter Hardware ist es nicht getan, wer mit dem iPad ernsthaft arbeiten will, braucht obendrein die passenden Apps, die leicht und intuitiv bedienbar sein müssen. Und die im Idealfall eine Schnittstelle zu den Anwendungen auf dem Desktop haben, um sich mit diesen direkt, über WLAN oder einen Cloud-Service synchronisieren zu können.
In der Galerie stellen wir Ihnen Bluetooth-Tastaturen und Apps vor, die Ihr iPad zum effektiven Arbeitswerkzeug machen.
Beim KeyFolio Expert ist das Bluetooth-Keyboard direkt in eine Schutzhülle integriert. Es besitzt zusätzlich zum Home-Button iPad-Sondertasten für die Player-Steuerung und zur Regelung der Display-Helligkeit. Außerdem kann es die virtuelle Tastatur aus- und einblenden, wodurch sich App-typische Sondertasten weiter nutzen lassen.
Mit der Hülle lässt sich das iPad fast stufenlos in jeden gewünschten Neigungswinkel bringen. Befestigt wird das iPad über ein Mikrosaug-Pad, an dem auch das iPad 2 mit seinem leicht gewölbten Rücken gut haftet. So kann das iPad auch hochkant an der Hülle festgemacht, die schließt dann allerdings nicht.
Pro: schützt das iPad rundum; passt für alle Modelle; Helligkeitsregelung Contra: Tastatur fest mit der Hülle verbunden; vertikale Nutzung kompliziert
Die Solar-Tastatur von Logitech macht Ersatzbatterien oder ein zusätzliches Ladegerät im Reisegepäck überflüssig: Mit einem Tastendruck kann der Energiestatus geprüft werden. Ist er zu gering, sollte das Solar-Keyboard, das schon nach kurzer Ladezeit wieder einsatzfähig ist, mindestens eine Stunde lang an einem hellen Platz betrieben werden. Abgesehen vom lauten Klackern des Solar-Keyboards lässt sich sehr gut darauf schreiben.
Ordnung auf dem Schreibtisch schafft die Möglichkeit, die Tastatur mit bis zu drei Geräten zu paaren. Die aktive Verbindung bestimmt man über drei Bluetooth-Tasten, die jeweils einem Gerät zugeordnet sind. Es ist gleichermaßen für das iPad-Betriebssystem iOS wie für Apples Desktop-Betriebssystem OS X konzipiert und bietet entsprechende Sondertasten.Schade, dass die Helligkeitstasten beim iPad ohne Funktion sind und dass Tasten für Suchen, Kopieren und Einfügen fehlen.
Pro: unabhängig von Batterie/Ladegerät; Kopplung mit bis zu 3 Geräten möglich Contra: groß; klackernde Tasten; keine Tasten für Suchen und Kopieren/Einfügen
Wie ein Ringbuchkalender aus Leder wirkt die Silikonhülle Cross Grain, die laut Hersteller Hama mit allen iPad-Modellen harmoniert. Das dickere und auch etwas breitere Original-iPad mussten wir allerdings regelrecht hineinstopfen. Mit der magnetisch gehaltenen und dadurch leicht herausnehmbaren Tastatur lässt sich das iPad sowohl hochkant als auch im Querformat bedienen.
Für die horizontale Nutzung bietet die Verschlusslasche zwei fixe Neigungswinkel. Die leicht erhabene Handballenauflage sorgt für ein angenehmes Schreiben mit zehn Fingern. Den eng stehenden Tasten fehlt es allerdings an einer deutlich fühlbaren Abgrenzung, was Blindschreibern eine gewisse Eingewöhnung abverlangt.
Besonderheiten sind eine Screenshot-Taste und die Umschaltung der Tastatursprache. Die 224 Gramm leichte Tastatur ist für 60 Euro auch einzeln erhältlich.
Pro: Tastatur abnehmbar; robustes Material Contra: eng beieinanderstehende Tasten; benötigt viel Platz in der Tasche
Dieses Hardcover aus Metall dient bei Nichtgebrauch als Displayschutz für das iPad und hat auf seiner Innenseite eine Tastatur. Vier Abstandshalter in den Ecken verhindern, dass das Display auf den Tasten aufliegt, wenn man es mit leichtem Druck in den festen Schaumstoff des Covers einsetzt.
Nach dem Herauslösen mit entsprechendem Gegendruck ist das iPad mit erleuchtetem Display sofort startklar und kann sowohl quer als auch hochkant in das Case eingesetzt werden. Der Neigungswinkel ist dabei starr. Die leicht klackernden Tasten haben einen guten Druckpunkt.
Der 13 Millimeter hohe Rand lässt genügend Spielraum für einen guten Tastenhub, stört allerdings, wenn die Handballen in den Schreibpausen darauf ruhen.
Pro: stabile iPad-Hülle; iPad im Gebrauch vertikal und horizontal einsetzbar Contra: seitlich hochgezogene Kanten stören beim Schreiben; Klackern
Kaum größer als eine Tafel Schokolade ist die Tastatur des chinesischen Herstellers Rapoo. Keine Frage, eine so kleine Tastatur polarisiert: „Viel zu klein“, sagen die einen, „Super, passt in jede Tasche“ die anderen.
Tatsächlich sollte man nicht allzu große Hände haben, um die eng zusammenstehenden Tasten gut bedienen zu können. Ein größeres Problem, nicht nur für Blindschreiber, stellen die Umlaute dar, von denen nur das „ö“ an seinem Platz sitzt – „ä“ und „ü“ stehen dagegen in einer Reihe mit der Leertaste.
Wer damit klarkommt, wird an Funktionalität kaum etwas vermissen: Mit Tasten zum Kopieren und Einfügen, Sondertasten für die iPad-Bedienung und einer Playersteuerung fehlt es dem Winzling an nichts.
Pro: stabil; passt in jede Tasche; viele Funktions- und Sondertasten Contra: mit großen Händen schlecht bedienbar; abweichendes deutsches Tastaturlayout
Drei in einem: Der Eingabestift Soft Touch von Hama hat an einem Ende eine weiche Gummispitze, mit der sich auf dem iPad flüssig schreiben lässt, und am anderen Ende eine härtere, um mit exakter Führung Details zu zeichnen. Unter der Kappe sitzt ein Kugelschreiber, damit Notizen auch auf Papier festgehalten werden können, wenn’s einmal gar nicht anders geht.
Der gummierte Griff liegt rutschfest in der Hand. Der Clip sitzt stramm und hält den Stift zuverlässig an seinem Platz. Der Clou: Dank des Metallclips haftet der Stift auch auf dem magnetischen Smartcover.
Mit der von anderen Plattformen bekannten Office-Suite Documents To Go von DataViz erstellt und modifiziert man Word- und Excel-Dateien und bringt PowerPoint-, PDF- und iWork-Dokumente auf den Screen.
Tastaturvirtuosen müssen sich beim Editieren auf dem Tablet freilich umstellen, finden aber auch auf dem Tablet alle wichtigen Funktionen bis hin zur umfangreichen Formelauswahl in Excel. Die Standardversion fürs iPad kostet 8 Euro, will man auch Präsentationen bearbeiten, brauch man die Premium-Version für 14 Euro. Die unterstützt dann auch die Anbindung an Cloud-Dienste wie Dropbox, Google Docs oder Sugar Sync. Die Software zur Desktop-Synchronisation ist kostenlos.
Das Bearbeiten komplexer InDesign-Dateien ist auf einem Tablet kaum denkbar. Eine Layoutkontrolle zu Hause oder unterwegs ist jedoch möglich, wenn auch nur grob.
ADOView bedient sich der mit dem Dokument gespeicherten Vorschaubilder, die zu diesem Zweck in den Einstellungen der Desktop-Software unter dem Punkt „Dateihandhabung“ aktiviert und auf das Maximum eingestellt sein sollten.
Unterstützt werden Dokumente ab Version 5.5 der Adobe-Suite. In die App gelangen Sie per „Öffnen in …“, zum Beispiel aus der Mail-App heraus. Neben der Seitenübersicht listet ADOView die verwendeten Assets, Fonts und Farben auf.
PDF-Dokumente bearbeiten, markieren, stempeln, Text mit der Tastatur oder dem Stift eingeben, Bilder oder Skizzen einfügen – all das geht mit neu.Annotate+ PDF treffsicher, ohne den Überblick über das Gesamt-Dokument zu verlieren.
Denn zur Bearbeitung oder Eingabe handschriftlicher Notizen wird die markierte Stelle in einem Fenster vergrößert und der Ausschnitt automatisch nach rechts verschoben, sobald man am Rand angelangt ist. Alle Texte, Markierungen, Stempel oder ergänzten Grafiken können von Adobes PDF-Reader auch am PC dargestellt werden. Der Export dorthin erfolgt per Mail, über iTunes oder ein Dropbox-Konto.
Sekundengenau lassen sich mit Timesheet Arbeitszeiten und Abrechnungsdaten erfassen und nach Kunden, Projekten oder Tätigkeitsfeldern analysieren. Das Basisprogramm für einen Kunden, ein Projekt und bis zu fünf Tätigkeiten ist kostenlos.
Mit In-App-Käufen für Pausenabzüge oder gerundete Arbeitszeiten kann man die Erfassung individualisieren und die Kunden-, Projekt- und Tätigkeitsdatenbank erweitern. Die HD- und HD-Premium-Version für das iPad ist kompatibel mit der einfachen und der Pro-Version fürs iPhone, aber nur per Datensicherung und -rücksicherung (In-App-Kauf) lassen sich die Daten von einem Gerät aufs andere beamen.
Preis: Basisversion ist kostenlos, durch In-App-Kauf lässt sich die Funktionalität erweitern
IthoughtsHD ist eine Mindmapping-App zum Organisieren von Ideen und Informationen. Symbole zur Erfassung von Start- und Enddaten eines Arbeitsschritts sowie Fortschrittssymbole – iThoughtsHD ist ideal für kleinere Projekte, von der Ideenfindung über die Planung bis zur Kontrolle.
Eine Stärke der App sind ihre vielen Im- und Export-Möglichkeiten. Über Dropbox oder WebDAV synchronisiert iThoughtsHD die Mindmaps zahlreicher Hersteller, darunter MyThoughts für den Mac, Freemind, Mindmanager ab Version 6 oder XMind. Das sollte man zunächst mit einer kleinen Mindmap ausprobieren, denn im Test klappte das meist gut, mitunter gingen aber Formatierungen oder verknüpfte Links verloren.
UPAD ist ein digitales Notizbuch für Skizzen und handgeschriebene Notizen. Mit dem Finger oder Stylus großformatig erfasste Notizen setzt UPAD verkleinert an die Position, die zuvor markiert wurde.
Praktisch: Eine virtuelle Handballenauflage: Sie verhindert ungewollte Flecken durch den Handballens, wenn dieser wie beim natürlichen Schreiben auf dem iPad aufliegt. In umfangreichen Notizbüchern behält man den Überblick durch Lesezeichen und eine Seitenvorschau. Wochenplaner, Notenpapier und viele weitere Blattstile eröffnen zahlreiche Möglichkeiten und sorgen für echtes Notizbuch-Feeling.
Preis: 4 Euro.
Die vorgestellten Tastaturen und Eingabestifte:
Kensington KeyFolio Expert (70 Euro)
Logitech Solar Keyboard (80 Euro)
Hama Cross Grain (100 Euro)
Logitech Keyboard Case (100 Euro)
Rapoo Blade E6300 (50 Euro)
Die vorgestellten Apps:
Office-Dokumente bearbeiten: Documents To Go (8 Euro/14 Euro für Premium-Version)