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Ab in die Cloud Cloud-Computing: Tipps & Tricks zum Start

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Cloud-Computing: Tipps & Tricks zum Start
Platz ist reichlich vorhanden. Lesen Sie hier, was der kostenlose Online-Speicher der Telekom zu bieten hat und wie Sie das Cloud-Angebot in der Praxis am besten einsetzen.

Die Zeiten, als Cloud-Computing ein exklusives Vergnügen für IT-Überflieger war, sind längst vorbei. Heute ist die Datenwolke für alle da. Das liegt unter anderem daran, dass kostenlose, dennoch leistungsfähige Cloud-Angebote Privatnutzern den Start erleichtern.

Die Telekom spendiert jedem Interessenten 25 Gigabyte Online-Speicher für Videoclips, Fotos, Musiktitel und Dokumente. Die Datenmenge entspricht knapp 13 000 Fotos mit 2 MB. Jede Menge Platz also für Dateien aller Art. Und das Beste: Das Angebot kann sich jeder sichern. Der Cloud-Speicherdienst steht also nicht allein den Festnetz- und Mobilfunkkunden der Telekom offen.

Zur Cloud? Hier entlang!

Wer seine Daten gratis auslagern möchte, reserviert sich einfach auf der Telekom-Website eine E-Mail-Adresse mit der Domain-Endung @t-online.de. Das Cloud-Angebot des hierzulande führenden Netzbetreibers (siehe auch connect-Test in Ausgabe 8/2013) umfasst neben dem Mediencenter auch den Zugang zum E-Mail Center . Letzteres beinhaltet neben einem 1 GB großen Postfach eine  Kontaktdatenbank für die Adressen der Freunde und Kollegen sowie einen Terminkalender.

Die Cloud-Dienste für Privatnutzer sind über die Startseite der Telekom leicht erreichbar. Die festgelegten Zugangsdaten gelten für E-Mail- und Mediencenter gleichermaßen, so dass sich der Nutzer nur einmal für beide Bereiche der Telekom Cloud anmelden muss. Aus Sicherheitsgründen ist bei längerer Inaktivität eine erneute Passworteingabe erforderlich.

Das Hochladen dauert etwas

Der Transport größerer Datenmengen zu den Serverfarmen des Cloud-Partners braucht deutlich länger als die Übertragung im Heimnetzwerk via WLAN oder gar Gigabit-LAN. Typische Breitband-Internetzugänge bieten im Downlink oft Nenndatenraten von 16 Mbit/s und mehr. Um Daten in die Cloud zu senden, ist aber der Weg vom PC zum Server entscheidend. Und im Uplink begnügen sich Festnetzzugänge meist mit Nenndatenraten um 1 Mbit/s. Eine 100 MB große Datei kann beim Hochladen schon mal 15 Minuten im Internet unterwegs sein.

Es geht voran: Fortschrittsbalken informieren auf einen Blick, wie lange die Uploads in das Mediencenter noch dauern.
Es geht voran: Fortschrittsbalken informieren auf einen Blick, wie lange die Uploads in das Mediencenter noch dauern. ©

High-Speed-Internet bringt die Datenwolke in Fahrt

Für einen intensiveren Datenaustausch mit der Cloud empfiehlt sich – sofern vor Ort verfügbar – ein Breitbandzugang mit höherer Upstream-Datenrate und unbegrenztem oder zumindest großzügig bemessenem Inklusiv-Datenvolumen. Beispielsweise bietet der Telekom-Tarif Call & Surf Comfort VDSL 50 für monatlich knapp 45 Euro maximale Nenndatenraten bis 50 Mbit/s im Downstream und macht mit einem theoretischen Maximalwert von 10 Mbit/s zudem auch den Uploads Beine.

Mit dem Webbrowser auf den Online-Speicher zugreifen

Nach der Anmeldung über die Telekom-Startseite zeigt der PC-Bildschirm den persönlichen Cloud-Bereich. Das Web-Frontend erreicht der Anwender mit einem Browser, der etablierte Webtechnologien wie HTML5, CSS3 und Javascript voll unterstützt. Dazu zählen die aktuellen Versionen des Mozilla Firefox oder auch Google Chrome.

Der Speicherdienst stellt die grundlegenden Funktionen zur Verwaltung der Dateien und Verzeichnisse bereit. Zumindest einzelne Dokumente, Audio-Dateien, Fotos und Videos lassen sich mit der Computermaus per Drag-and-drop einfach vom PC in das Browserfenster ziehen. Lädt der Nutzer gleichnamige Dateien mehrmals hoch, werden diese nicht überschrieben, sondern in mehreren Varianten abgelegt. Der Upload ganzer Verzeichnisse klappt via Webbrowser nicht. Umgekehrt geht’s schon: Ordner aus dem Mediencenter werden für den Download automatisch gepackt und als ZIP-Datei auf dem Mac oder Windows-PC gespeichert.

Dateimanagement in der Cloud

Das Web-Frontend stellt zudem elementare Dateioperationen wie Ordner anlegen, Kopieren, Verschieben, Umbenennen und Löschen bereit. Das Prinzip ist einfach und fast immer identisch: Im ersten Schritt setzt der Anwender mit der PC-Maus ein Häkchen in die Checkboxen der gewünschten Dateien. Im zweiten Schritt klickt man die gewünschte Funktion an und bestimmt so, was mit den markierten Dateien geschehen soll.

Dateien in der Cloud öffnen

Darüber hinaus hat die Telekom in das Web-Frontend einen einfachen, browserunabhängigen Medienplayer für die Wiedergabe von Videos und Audiodateien integriert. Fotos und Dokumente im PDFFormat können Anwender ebenfalls im Webbrowser öffnen und betrachten. Und auch das Entpacken gezippter Dateien klappt ohne Download. Die Installation zusätzlicher Browser-Plugins war dazu nicht erforderlich.

Teilen macht Freude

Wer einen unterhaltsamen Videoclip oder ein schönes Foto vom letzten Treffen zeigen möchte, kann solche Highlights einfach mit Freunden teilen. Das Mediencenter listet die "Geteilten Dateien" in der  Verzeichnisstruktur auf, die an den vom PC bekannten Windows Explorer erinnert. Die "Shares" enthalten Kopien der gespeicherten Dateien. Löscht also jemand eine geteilte Datei, sind die ursprünglichen Dokumente und Fotos immer noch in der Wolke. Das Teilen von Musikdateien ist aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vorgesehen.

Die schönste Art, es anderen zu zeigen: Über die Funktion „Teilen“ geben Internetnutzer Bilder und andere Dateien für ihre Freunde frei. Über die ausgewählten E-Mail-Adressen bestimmt man, wer eingeladen wird.

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Unabhängig vom Dateiformat können Cloud-Anwender Inhalte in gepackter Form als ZIP-Datei weitergeben. Dazu erstellt man mit einem freien  Packprogramm wie 7-Zip einen komprimierten Ordner, der in Cloud hochgeladen wird und über "Teilen" zu Dritten gelangt.

Gelungene Bedienoberfläche

Beim weitestgehend Betriebssystem- und Endgeräte-unabhängigen Datenzugriff über den Webbrowser gefällt die überschaubare, klar konzipierte und gut erläuterte Bedienoberfläche. Details, wie die ausgegraute Darstellung der im Kontext nicht verfügbaren Funktionen, Rückmeldungen und auch bebilderte Anleitungen wie "Mediencenter kennenlernen" erleichtern Cloud-Neulingen den Start in die Wolke.

Die Dateien in der Cloud sind mit dem Webbrowser erreichbar und zudem über die Mediencenter-Software ...
Die Dateien in der Cloud sind mit dem Webbrowser erreichbar und zudem über die Mediencenter-Software ... ©

Wie bei allen Webdiensten können überlastete Server und zeitweise langsame Internetverbindungen immer mal wieder zu Verzögerungen beim Laden und bei der Interaktion führen. Tipp: Sollte das Web-Frontend einmal vermeintlich hängen, lässt sich mit der Computer-Taste F5 der Cachespeicher im Browser leeren und die Ansicht neu laden. Häufig sind die Probleme danach behoben.

Persönlichen Online-Speicher als Netzlaufwerk einbinden

Der weitverbreitete Standard WebDAV sorgt als Erweiterung des Internet-Protokolls http dafür, dass der Computernutzer auf den Cloud-Speicher so einfach zugreifen kann wie auf einen angedockten USB-Stick. Dazu muss in Windows oder in Mac OS X eine Netzwerkverbindung zu dem Pfad https://webdav.mediencenter.t-online.de eingerichtet werden.

Nach einmaliger Eingabe der Zugangsdaten für das Mediencenter listet der Computer den persönlichen Online-Speicher als Laufwerk. Für WebDav spricht: Die ständige Anmeldung kann entfallen. Zudem geben die favorisierten PC-Programme Medieninhalte gewohnt komfortabel wieder. Und auch der Datenaustausch in beide Richtungen gestaltet sich einfacher. Denn auf diesem Weg klappt auch der Upload kompletter Verzeichnisse. Fotos teilen kann man mit WebDav allerdings nicht.

Die Cloud mit PC-Power nutzen

Ist auf einem Computer mit Windows 8, 7, Vista oder XP die kostenlose Mediencenter Software installiert, läuft die Datenwolke zu Höchstform auf. Das Programm findet man unter dem Reiter "App und Software" auf der www.telekom.de/mediencenter. Der Trick für den Performance-Kick: Die Windows-Software spiegelt den Inhalt des persönlichen Online-Speichers einfach in ein frei wählbares PC-Verzeichnis einer internen, im NTFS-Dateisystem formatierten PC-Festplatte. In dieser Konstellation läuft die Verwaltung der synchronisierten Dateien wie am Schnürchen und so flott wie sonst am PC gewohnt.

...auch lokal auf dem PC vorhanden. Die grünen Häkchen kennzeichnen synchronisierte Dateien. Bei den Elementen mit den blauen Symbolen steht der automatische Abgleich mit der Cloud noch bevor.
...auch lokal auf dem PC vorhanden. Die grünen Häkchen kennzeichnen synchronisierte Dateien. Bei den Elementen mit den blauen Symbolen steht der automatische Abgleich mit der Cloud noch bevor. ©

Weiterer entscheidender Vorteil: Den geklonten Dokumenten und Mediendateien stehen alle auf dem PC installierten, leistungsfähigen Anwendungen ohne Einschränkungen offen. Dazu zählt das Microsoft Office-Paket ebenso wie der favorisierte Bildbetrachter oder Audio-Video-Player.

Zudem klappt mit der Mediencenter-Software auch das Teilen. Da die Desktop-Variante die "Shares" nicht anzeigt, sieht man beispielsweise die von Freunden eingestellten Dateien am PC jedoch nicht. Eine E-Mail-Benachrichtigung macht dennoch auf die Neuigkeiten aufmerksam, sodass man sich im Webbrowser die neuesten Fotos ansehen kann.

Undercover-Abgleich

Die Synchronisation zwischen den lokal und online vorgehaltenen Datenbeständen läuft dezent im Hintergrund ab. Große Uploads brauchen natürlich auch hier ihre Zeit. Grüne und blaue Marker an jeder Datei im lokalen Mediencenter-Ordner signalisieren, ob der Abgleich mit der Datenwolke bereits erledigt ist oder noch bevorsteht.

Die Einstellung muss stimmen

Zu weiteren Informationen und Optionen gelangen PC-User mit einem rechten Mausklick auf das Mediencenter-Symbol im Infobereich des Windows-Desktops. Je nachdem, wie häufig er in der Cloud unterwegs ist, kann der Nutzer in den Einstellungen festlegen, ob das Programm beim Einschalten des PCs automatisch startet und damit der Kontakt zum Online-Speicher ständig besteht.

Fazit

Viele Wege führen in die Cloud. Für den Datenzugriff über das Web-Frontend spricht die Unabhängigkeit von Endgeräten und Betriebssystemen. Mit PC-typischer Leistungsstärke und komfortabler Bedienung macht die Datendopplung mit der Mediencenter-Software für Windows Eindruck. Besitzer eines Mac-Computers bleibt als Option die Einbindung als Netzlaufwerk über den WebDav-Standard. Noch vielfältiger als die Wege in die Datenwolke sind die Freiräume, die das Mediencenter mit 25 GB Online-Speicher Cloud-Anhängern offeriert. Wer hoch hinaus möchte, sollte die Chancen (sicherheits-) bewusst nutzen.

 
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