Musik

Tuning-Tipps für den Computer

Andererseits ist ein Update auf richtig famose Qualität nicht teuer und mit wenigen Handgriffen erledigt. Für etwa 100 Euro gibt es Soundkarten wie die M-Audio Audiophile 2496, die im Test in unserem Soundkarten-Test (AUDIO 7/07) hervorragend abschnitt und nicht nur komfortable Cinch-Ein- und Ausgänge bietet, sondern obendrein digitale Koax-Anschlüsse. Letztere sind äußerst praktisch, wenn Sie zum Beispiel Sammlungen alter DAT-Bänder oder Mini Discs - die Spieler dazu werden zunehmend altersschwach und sind schwer zu reparieren - vor dem digitalen Untergang bewahren wollen: Einfach den Player per Koax an die Soundkarte anschließen und die Schätze überspielen. SCMS-Kopierschutz-Bits, die dem Datentransfer früher oft im Wege standen, kümmern die Soundkarte dabei herzlich wenig.

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© Foto: M.Wehner

Die Phase X24 kommuniziert per Firewire

Auch Notebooks können besser arbeiten

Laptops besitzen keine internen Erweiterungs-Steckplätze, hier bieten sich externe Soundkarten an, die es sowohl mit USB- als auch mit Firewire-Schnittstellen gibt. Letztere sind für das Apple Powerbook ideal. AUDIO wählte mit der Phase X24 FW von Terratec Producer ein ultraedles Exemplar, das mit Abtastraten bis 192 Kilohertz, hervorragenden Störabständen sowie äußerst flexibler Ein- und Ausgangsbestückung auch Studioansprüchen gerecht wird.

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© Foto: M.Wehner

Auf dem PC-Mainboard (links) warten PCI-Steckplätze auf Soundkarten

Die X24 ist mit 350 Euro nicht billig, hat aber angesichts des hohen Praxis- und Spielwerts plus der enorm soliden Verarbeitung ein überragendes Preis-Leistungsverhältnis. Sparsamere Zeitgenossen greifen zu der klanglich sehr ähnlichen, aber magerer ausgestatteten Phase 24 "ohne X" für 250 Euro. Und wer das Ganze mit USB statt Firewire braucht, könnte sich für das Schwestermodell Phase 26 interessieren.

Eine Installation im klassischen Sinn erübrigt sich häufig: Die Phase etwa meldet sich im Apple-Betriebssystem automatisch an und muss lediglich in den Systemeinstellungen als Ton-Ein- und Ausgabegerät gewählt werden. Windows erfordert wie immer etwas mehr Zuwendung, hier müssen Sie meist noch die passenden Treiber installieren.

Extern lohnt sich

Mitunter sind externe Soundkarten auch für stationäre Rechner sinnvoll. Die Außenborder können in aller Ruhe ihrer Arbeit nachgehen, ungestört vom Elektrosmog, der in typischen PCs herrscht, und sie erweisen sich oft als Wunderwaffe gegen Brumm-Probleme. Zudem sind sie mobil: Mit einem Handgriff an- und abgestöpselt, reist die Terratec in der mitgelieferten Transporttasche von einem Einsatzort zum nächsten.

Mindestanforderungen

Egal jedoch, ob mit internem oder externem Sound-Tuning oder gar mit den bordeigenen Audio-Chips gearbeitet wird: Der PC oder Mac darf nicht allzu betagt sein. Denn Aufnahmeprogramme und Soundkarten stellen erhebliche Ansprüche an die Prozessorleistung: Unterhalb eines G4-PowerPC (Mac) oder eines Pentium 3, jeweils ab 1 GHz Taktrate, wird's erfahrungsgemäß zäh und instabil. Und nichts ist ärgerlicher, als das Ergebnis einer mehrstündigen Aufnahmesession durch einen Absturz zu verlieren.

Die Rechner sollten auch über ausreichend freie Festplatten-Kapazität (30 bis 40 GB) und Arbeitsspeicher (optimal wäre 1 GB) verfügen; denn die Dateigrößen und Datenraten während der Aufnahme sind erheblich größer als die letztlich daraus errechneten Endresultate: Eine einzige LP kann bei entsprechend ehrgeizigen Aufnahme-Einstellungen schon mal auf mehrere Gigabyte anschwellen. Mager bestückte PCs klappen unter der Last spätestens während der nachfolgenden Umrechnungs- und Editiervorgänge regelrecht zusammen.

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