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Überraschende Ergebnisse
Unsere zweite Versuchsfahrt brachte dann erwartete, aber auch ganz unerwartete Ergebnisse. Während sich die erste Fahrt auf nahezu identische 300 Kilometer bei allen Probanden erstreckte, unterschieden sich diesmal die Fahrstrecken deutlich. Am kürzesten führte das Garmin mit 283 Kilometern, das Navigon brachte es auf 320 Kilometer, TomTom gar auf 332 Kilometer.
Mit ihren Fahrzeitprognosen lagen die Navis erneut komplett daneben. Obwohl die Verkehrssituation eher entspannt war und es nur in Innenstädten manchmal ein wenig zäh voran ging, kam der Garmin- und der Navigon-Insignia bedeutend später an als prognostiziert.
Glatt 70 Minuten lag Garmin gegenüber seinen Prognosen zurück, Navigon immerhin 49. Der TomTom-Opel hingegen kam sogar 14 Minuten früher an als vorausberechnet.
Für Gemütliche: "ecoRoute"
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Ziel 4: Mannheim-Wallstadt, Römerstraße/Ecke Oswaldstraße
Ziel 4: Mannheim-Wallstadt, Römerstraße/Ecke Oswaldstraße
Dass das Garmin einer speziellen Routenplanung folgte, merkten die Tester bald: Der Garmin- Fahrer erreichte fast immer als letzter und nie als erster das Ziel, wo ihn die feixenden Kollegen schon erwarteten. Die Gesamtfahrzeit spricht Bände: 376 Minuten war man mit dem Garmin auf der Straße, 286 Minuten, also sage und schreibe 90 Minuten weniger mit dem TomTom, immerhin 75 weniger mit dem Navigon.
Entsprechend fiel dann auch die Durchschnittsgeschwindigkeit aus: 45,2 km/h mit dem Garmin und seinem grünen Blatt, 63,6 km/h mit dem Navigon und 69,7 km/h mit dem TomTom. Das geringe Tempo des Garmin-Insignias hatte einen eindeutigen Grund: Nur zweimal sah ein Tester mit dem Garmin an Bord eine Autobahn.
Einmal war es die Stadtautobahn nach Mannheim, und dann die A6, neben der wir dem Weg nach Heidelberg länger herfuhren – um dann zum ersten Mal im Leben durch Hoffenheim zu düsen. Aber auch die Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h in geschlossenen Orten ist "ecoRoute" nicht benzinsparend genug und mit einem gelben Blatt quittiert. Grün wird's erst wieder ab 80 km/h.
Garmins "ecoRoute"-Credo lautete also: Auf der kürzesten Strecke permanent mit 90 km/h rollen und nicht bremsen, denn Anfahren gibt rote Blätter.
Immer Erster: HD-Traffic und IQ-Routes
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Ziel 5: Meckesheim, Am Gänsbuckl 8
Ziel 5: Meckesheim, Am Gänsbuckl 8
TomTom mit HD-Traffic und IQ-Routes folgt einer anderen Philosophie. Abgesehen von seiner flächendeckenden aktuellen Verkehrsinformation, die nicht nur Staus auf Autobahnen vermeiden hilft, sondern auch weiß, auf welche Landstraßen man ohne weitere Staugefahr umleiten kann, nutzt es offensichtlich ausgiebig die historischen Verkehrsdaten.
Die wissen aufgrund ihrer gigantischen Menge ziemlich genau, welche Durchschnittsgeschwindigkeiten auf welcher Strecke zu welcher Zeit erreicht werden und leiten entsprechend.
Schon zum zweiten Mal bekam das TomTom das Prädikat "Immer Erster"; erneut verbuchte es auch das höchste Durchschnittstempo aller Kandidaten, diesmal sogar mit der längsten Fahrstrecke.
Der einzige Ausreißer in dieser Siegesserie geschah, als der TomTom-Opel auf eine innerstädtische Straßensperrung stieß. Diese werden von aktuellen Stauinfos nicht unbedingt abgedeckt und von historischen Daten nur, wenn sie sehr lange existieren.
Für Individualisten: "MyRoute"
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Ziel 6: Eppingen Ortsmitte
Ziel 6: Eppingen Ortsmitte
Navigons "MyRoute" ist auf den ersten Blick schwer zu durchschauen. Es berechnet seine Routenvorschläge nach der Fahrweise seines Nutzers. Im Ganzen suchte es Strecken als "MyRoute" aus, die deutlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten zuließen als die des Garmin. Und Kilometer will "MyRoute" auch ab und zu sparen.
So benutzte es auf der Rückfahrt von Eppingen nach Stuttgart länger als TomTom die Landstraße und sparte sich damit 15 Prozent der letzten Etappenstrecke. Da es dem Fahrer nach jeder Routenplanung drei Tourvarianten mit Länge und Fahrzeit zur Wahl stellt, kann der Route nach eigenen Bedürfnissen wählen.
Dass die Zeitangaben dabei unter Umständen mit Vorsicht genossen werden sollten, zeigt die Abweichung der Fahrzeitprognose von der Realität um fast 50 Minuten auf 320 gefahrene Kilometer.
Doch hier muss man eine Lanze für das Navigon brechen: Da es sich in den ersten acht Stunden seines Betriebs auf den Fahrer einstellt und während des Tests sozusagen den Durchschnitt der Fahrgewohnheiten unserer drei Testfahrer bildete, kann dies die Abweichung in der Fahrzeitprognose erklären.