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Auf zur Schatzsuche!
Volkssport Geocaching
Unweit des Stuttgarter Fernsehturms kraxeln zwei Gestalten durchs Unterholz, nehmen jede Unebenheit im Gelände in Augenschein, halten kurz, stecken die Köpfe zusammen.
Blick auf den elektrischen Kompass, die Wanderkarte und den GPS-Empfänger, der im Handy integriert ist. Wo zum Teufel sind wir?
© Foto: Sony Ericsson
Die meisten neueren Handys haben einen GPS-Empfänger, auch das Sony Ericsson C702
Doch die Suche ist kompliziert. Vor zwei Stunden sind die beiden etwa zwei Kilometer von ihrer jetzigen Position gestartet und haben seitdem mehrere Denksportaufgaben gelöst, die ihnen Hinweise auf den richtigen Weg gegeben haben. Jetzt sollte das Ziel eigentlich in greifbarer Nähe sein.
Worum es geht? Die beiden befinden sich auf einer elektronischen Schnitzeljagd oder Schatzsuche – sie betreiben „Geocaching“. Dieser Begriff setzt sich zusammen aus dem griechischen „Geo" für „Erde" und dem englischen „Cache" für „geheimes Lager“.
Doch diese Schatzsuche besteht nicht etwa daraus, vergessene Truhen voller Gold und Geschmeide zu entdecken. Vielmehr handelt es sich beim „Schatz" oder „Cache" zumeist um ein Logbuch und verschiedene kleine Tauschgegenstände. Sie befinden sich zum Schutz vor Nässe und Witterung in wasserdichten und fest verschließbaren Behältern, zum Beispiel in stabilen Plastikdosen.
Der den Cache findet, trägt sich in das beiliegende Logbuch ein und kann einen mitgebrachten Gegenstand gegen einen aus der Dose tauschen. Dieser sollte allerdings dem entnommenen Gegenstand gleichwertig sein, so will es der Geocaching-Kodex.