Vollaktiv-Spezial

Vollaktiv-Spezial Teil 2

Das entspricht einem Umfang von zehn Oktaven, wobei eine Oktave den Bereich zwischen einer Frequenz und dem doppelten respektive dem halben Wert dieser Frequenz entspricht. Beispiel: Der Bereich zwischen 500 und 1000 Hz entspricht genau einer Oktave, ebenso der Bereich zwischen 750 und 1500 Hz.Wie gesagt: Kein Lautsprecher kann alle zehn Oktaven gleichzeitig abspielen, weshalb man das Musiksignal auf mehrere Einzelchassis verteilt. Jeder Lautsprecher bekommt also einen Frequenzbereich, der an der Aktivweiche eingestellt wird.Wie bei einem Puzzle ergibt der Klang aller Chassis zusammen das komplette Bild.Welche Frequenz man an der Weiche einstellt, richtet sich nach mehreren Faktoren. Zunächst muss man auf die Fähigkeiten des Lautsprechers Rücksicht nehmen: Die Übernahmefrequenz beeinflusst die Belastbarkeit beziehungsweise den Maximalpegel, die Klangqualität sowie die Bühnenabbildung. Die Übergänge sind in der Praxis fließend, die Grafik liefert aber einen ersten Hinweis darauf, in welchem Bereich die Chassis überhaupt eingesetzt werden.So trennt man den Subwoofer in der Regel bei rund 80 Hz ab. Er spielt also von 20 bis 80 Hz, ab 80 Hz übernimmt dann der Tieftöner des Frontsystems. Dieser Wert funktioniert in den meisten Fällen ganz gut.Ist das Frontsystem im Bass etwas schwach auf der Brust oder soll die Anlage auch hohe Pegel meistern, kann man die Trennfrequenz auch auf 100 bis maximal 120 Hz hochsetzen. Der Vorteil dieser höheren Übernahmefrequenz ist mehr Basspegel zwischen 80 und 120 Hz, weil hier der Subwoofer die Aufgaben des schwächeren Tieftöners übernimmt.Was auf den ersten Blick wie die ideale Lösung erscheint, bringt jedoch einen großen Nachteil mit sich: Der Bass wird ortbar.Schuld daran ist das menschliche Gehör, das den Ursprung ganz tiefer Töne nicht feststellen kann. Diese Schwäche nutzt der Subwoofer gekonnt aus. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Subwoofer auch nur ganz tiefe Frequenzen wiedergibt. Wird der Anteil an Bass oder Midbass zu groß, kommt das Gehör dem Subwoofer auf die Schliche - und mit der versteckten Basswiedergabe ist es aus.Liegt die Übernahme also zu hoch, dann ist der Subwoofer im Kofferraum deutlich zu lokalisieren. Das mag Pegelfreunde wenig stören, mit HiFi oder gar High-End hat das Ergebnis allerdings nichts zu tun, weil die Musik möglichst von vorne kommen soll. Das gilt auch für den Bass, nur nicht für den Tiefbass.Je tiefer man die Trennfrequenz des Subwoofers wählt, desto geringer ist die Chance, dass der Bass ortbar wird. Gourmets trennen ihren Subwoofer deshalb möglichst weit unten - sie gehen bis um 60 oder sogar bis 50 Hz herunter. Der TieftönerDie Suppe muss allerdings der Tieftöner des Frontsystems auslöffeln, schließlich ist er für den Bassbereich verantwortlich, den der Subwoofer ihm überlässt.Auch für ihn stellt sich damit die Frage, welche Frequenz die beste für das Hochpassfilter ist - die zitierten 80 Hz sind ein guter Kompromiss aus Klang und Belastbarkeit. Pegelfreunde hingegen setzen das Hochpassfilter deutlich höher (100 bis 120 Hz). Der Grund: Ist es vom energiegeladenen Bass befreit, kann das Tiefton-Chassis im übrigen Frequenzbereich entsprechend lauter spielen.Diese Maßnahme steigert nochmals die Ortbarkeit des Subwoofers, so dass er seinen Aufenthaltsort im Kofferraum endgültig nicht mehr leugnen kann. Das ist wie gesagt nicht wünschenswert.

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