Ratgeber

Warum kein DSL?

Woran liegt es eigentlich, dass in manchen Gemeinden kein oder nur sehr langsames DSL Angeboten wird? Die Gründe sind technischer und wirtschaftlicher Natur.

Liegt eine Gemeinde zehn Kilometer von der Vermittlungsstelle entfernt, kann zwar das Telefonsignal übertragen werden, für DSL ist die Entfernung aber zu weit. Eine Glasfaserleitung müsste über die zehn Kilometer verlegt werden und in der Gemeinde ein Outdoor-DSLAM aufgebaut werden, eine kleine DSL-Vermittlungsstelle. Sollte dieser Ausbau die Telekom, um eine Zahl zu nennen, angenommen 100000 Euro kosten und in dem kleinen Ort von 100 DSL-Haushalten genutzt werden, die monatlich zehn Euro reine DSL-Kosten zahlen, würde es für die Telekom ungefähr neun Jahre dauern, bis die Investitionen wieder drin sind und an dem Ort Geld verdient wird.

Aber selbst wer DSL hat, bekommt immer häufiger Probleme - und zwar mit den Kabeln vom grauen Straßenverzweiger im Wohngebiet zur Vermittlungsstelle. In diesem dicken Kabel sind die einzelnen dünnen Kabel der Wohnungen zusammengefasst, wobei sich die Signale gegenseitig stören. Übersprechen nennt sich dieses Phänomen. Je mehr Kunden also in einem Gebiet DSL haben, desto langsamer und störanfälliger wird die Technik. Zwar kommen bald Technologien auf den Markt, mit denen Vermittlungsstelle (DSLAM) und DSL-Modem Störungen eliminieren können, das bedarf aber hoher Rechenleistungen und damit neuer DSLAMs. Auch nimmt das DSL-Tempo mit zunehmender Leitungslänge von der Vermittlungsstelle nach Hause immer mehr ab. So bekommen viele Kunden nur DSL3000 oder 2000, obwohl ihnen in der Werbung "bis zu 16000 kbit/s" versprochen wurden.

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