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Warum sich TMC Pro lohnt
Anders als sein Name glauben macht, hat TMC Pro so gut wie nichts mit TMC zu tun. Das fängt schon beim Übertragungsweg der Daten an. Sind es im Fall von TMC öffentlich-rechtliche Sender, die die Verkehrsinfo huckepack per RDS weitergeben, leisten diese Aufgabe bei TMC Pro Privatsender.
Einer der wichtigsten grundsätzlichen Unterschiede zwischen beiden Diensten sind die verwendeten Informationsquellen. Bei TMC sind neben 5500 Induktionsschleifen im Fahrbahnbelag vor allem Einsatzfahrzeuge und Hubschrauber der Polizei, des ADAC, die Verkehrsleitzentralen in Ballungszentren und Landesmeldestellen mit der Informationsbeschaffung befasst.
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Indusktionsschleifen und Einsatzfahrzeuge sammeln die Infos
© Quelle: T-Systems Traffic
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Indusktionsschleifen und Einsatzfahrzeuge sammeln die Infos
Dagegen verzichtet TMC Pro weitgehend auf den Faktor Mensch und verlässt sich auf automatisierte Informationsaufnahme: 5500 Induktionsschleifen, 4000 Verkehrsflussmesser und 50 000 "Floating Cars", die Veränderungen im Verkehrsfluss ohne Zeitverzug weitergeben.
Ein zweiter wichtiger Unterschied liegt in der Übertragungsgeschwindigkeit der beiden Dienste. Die Verkehrsinfo wird bei TMC Pro aufgrund der anderen Erfassung nicht nur schneller weiterverarbeitet, sie kommt auch schneller zum Autofahrer.
Der TMC-Kanal in RDS ist wie ein Flaschenhals, der gerade mal eine fast gemütliche Bandbreite von effektiven 37 Bit pro Sekunde zulässt. Das entspricht etwa einer Meldung pro Sekunde. Dabei muss man wissen, dass eine Verkehrsmeldung dreimal empfangen werden muss, bis sie vom Gerät weiterverwendet und angezeigt wird. Also dauert es bei TMC drei Sekunden, bis eine Stauinfo wirksam übertragen ist.
TMC Pro: Dreimal höhere Datenrate
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17 Millionen T-Mobile-Handys liefern die Daten für die Navigation per Handy
© Quelle: TMCpro
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17 Millionen T-Mobile-Handys liefern die Daten für die Navigation per Handy
TMC Pro ist schneller, seine Datenrate liegt fast dreimal höher. Deshalb schafft es der Dienst, jede Sekunde eine Meldung zu validieren. Wer in Zukunft TMC Pro nicht über UKW, sondern mit Navigationsgeräten mit Anbindung ans Mobilfunknetz per GPRS empfängt, braucht sich über den Datendurchsatz keine Gedanken mehr zu machen.
Die Stauinformationen für Land- und Bundesstraßen werden durch Auswertung anonymisierter Handy-Bewegungsdaten von 17 Millionen T-Mobile-Handys erzeugt. Die Zahl überwachter Straßenkilometer vervierfacht sich, Umleitungsempfehlungen berücksichtigen dann auch die Verkehrssituation auf der Ausweichroute.
Dies gilt im Übrigen auch für den schon funktionierenden Dienst HD-Traffic von TomTom und Vodafone.