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Webcams im Test
Wer Videotelefonie nutzen will, braucht neben einem Messenger-Programm natürlich auch die geeignete Hardware: eine Kamera und ein Headset. Aber keine Sorge, hier müssen Sie keine Unsummen investieren. So reicht beim Headset schon ein günstiges Modell zwischen 10 und 20 Euro aus. Dieses sollten Sie sich aus Gründen des Komforts auf jeden Fall gönnen, auch wenn einige Webcams schon Mikrofon und Lautsprecher eingebaut haben.
Für die Qualität der Videotelefonie entscheidender ist die Kamera. Auch hier lassen sich im Fachmarkt schon Modelle ab 20 Euro finden, es geht aber auch deutlich teurer. Ob es sich lohnt, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, hat die connect-Schwesterzeitschrift PC Magazin in einem Test von acht Webcams überprüft.
Entscheidend für gute und flüssige Video-Telefonate ist nicht zuletzt die Upload-Rate der Internet-Leitung. Der Test wurde mit einer Standard-DSL-Leitung mit einer theoretischen Upload-Rate von 512 kbit/s durchgeführt. Als Messaging-Programm kam der Microsoft MSN Messenger zur Anwendung, der als Windows Bordmittel zu den am weitesten verbreiteten Programmen gehört.
Generell maues Ergebnis
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Auf dem Markt gibt es Dutzende Webcams zwischen unter 20 Euro und über 100 Euro
© Foto: PC Magazin
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Auf dem Markt gibt es Dutzende Webcams zwischen unter 20 Euro und über 100 Euro
Eines vorweg: Beeindruckend war das Ergebnis nicht gerade. Keine der getesteten Webcams kam auf eine akzeptable Bildwiederholrate; mehr als fünf Bilder pro Sekunde lieferten die Kameras nicht. Zusätzlich verschlechterte sich das Videobild durch sogenannte "Lags", die das Bild quasi einfrieren.
Das wirft die Frage auf, ob es überhaupt Sinn macht, eine hochwertige und teure Webcam zu kaufen, die eine Videoauflösung jenseits von VGA verspricht (640 x 480 Bildpunkte bzw. 0,3 Megapixel). Denn schon bei einer Videoübertragung mit XGA (1024 x 768) fällt pro übertragenem Bild rund ein Megabyte mehr an Daten an.
Für ein halbwegs flüssiges Bild sollten aber etwa 15 Bilder/s angestrebt werden. Die hohe Auflösung einer Webcam kommt vor allem jenen zugute, die häufig Schnappschüsse oder kleine Videos von sich selbst machen, um diese per E-Mail an Freunde zu versenden. Besonders bei der Qualität der Fotos gab es große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen.
Wer gerne "Fun-Movies" dreht, sollte zusätzlich ein Auge auf die Software werfen, die die Hersteller den Produkten beilegen. Besonders viel Spaß versprechen die Filter, die man über das Webcambild legen kann. Auch hier unterscheiden sich die Angebote deutlich.
Logitech
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QuickCam E 3500 von Logitech: Ordentliche Bilder für 25 Euro
© Weitere Fotos: Hersteller
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QuickCam E 3500 von Logitech: Ordentliche Bilder für 25 Euro
Logitechs "QuickCam Pro 9000" macht im Labortest eine sehr gute Figur. Mit gehörigem Abstand erzielt sie von allen getesteten Kameras das beste Ergebnis beim Auflösungstest mit 890 Linienpaaren pro Bildhöhe. Das sehr gute Ergebnis bestätigt sich auch mit der Aufnahme des Testbildes, das in kräftigen Farben und mit der besten Detaildarstellung von allen getesteten Kameras aufgenommen wurde.
Im Praxistest knickt aber auch diese Webcam ein – von flüssiger Videoübertragung kann nicht die Rede sein. Zumindest zeigt das Bild aber keine Artefakte und eine gute Farbdarstellung. In-teressant ist die "Right Light"- Funktion, die sich im Test als brauchbarer Gehilfe entpuppt hat, um wechselnde Lichtsituationen in den Griff zu bekommen.
Mit der QuickCam E3500 hat Logitech auch ein gutes Preis-Leistungs-Produkt. Die E3500 kann zwar in puncto Bildqualität mit ihrer teureren Schwester nicht mithalten, dafür gibt es die Kamera in Internet-Shops aber schon um die 25 Euro.
Abstriche muss man vor allem bei der Fotoqualität machen. Die Farben werden zwar ordentlich wiedergegeben, aber die Webcam hat große Schwierigkeiten bei den Details. Das spiegelt sich auch im mageren Ergebnis bei der Auflösung wider. Hier erreicht sie nur 380 LP/BH.
Hercules
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Hercules Dualpix Chat & Show: Knackscharfe Bilder und ausgewogene Kontraste für 35 Euro
Hercules Dualpix Chat & Show: Knackscharfe Bilder und ausgewogene Kontraste für 35 Euro
Der Name der Hercules-Webcam "Chat & Show" verrät schon, dass diese Webcam etwas kann, das nicht alle können. Chatten kann man mit jeder, aber etwas zeigen (show) kann nur diese. Über die "Show"-Funktion können Bilder, die auf dem PC liegen, ausgewählt werden, um sie im Video-Fenster des Chatpartners anzuzeigen.
Dabei wird das eigene Videobild verkleinert in der linken oberen Ecke des Streams dargestellt, ähnlich wie bei TV-Geräten mit Bild-in-Bild Funktion. Die Hercules-Cam erreicht mit 550 LP/BH das zweitbeste Ergebnis im Auflösungstest.
Die Darstellung der Details gefiel gut, aber über dem Testbild lag immer ein, wenn auch schwacher, Schleier, der den ansonsten guten Bildeindruck etwas verdorben hat.
Microsoft
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LifeCam VX-5500 von Microsoft: Ordentliche Bilder für 40 Euro
LifeCam VX-5500 von Microsoft: Ordentliche Bilder für 40 Euro
Dass die Installationsroutine bei der ersten Inbetriebnahme gerne den Live Messenger installieren möchte, verwundert bei Microsoft nicht. Dass aber ohne Internetzugang gar keine Installation möglich ist, müsste nicht sein.
Gelungen ist die LifeCam Software, die einfach und intuitiv zu bedienen ist. Spielfreudige Naturen freuen sich über die 79 verschiedenen Effekte und Filter, die über das Videobild gelegt werden können.
Bei der Videoübertragung zeigt die VX-5500 große Schwächen im Test: starkes Ruckeln und Lags. Den Testaufbau gibt die Webcam in sehr kräftigen Farben wieder, es sind aber zu wenige Details auszumachen und eine starke Neigung zum Rauschen. Für die brandneue LifeCam Show muss man gut 70 Euro investieren. Dafür bekommt man aber auch reichlich Zubehör.
Die Webcam wird auf Reisen durch eine Plastiketui geschützt und kann per Magnethalterungen am Laptop befestigt werden; ein 29 Zentimeter hoher Ständer ist auch dabei. Für eine Kamera dieser Preisklasse ist sie aber dennoch enttäuschend.
Creative
Die "Live! Cam Optia Pro" von Creative ist nicht so frei beweglich wie die meisten Kollegen, hat dafür aber einen sehr stabilen Fuß, der für Monitore, Laptops und Tischplatten bestens geeignet ist. Das "Live!Cam Center" wurde übersichtlich gestaltet und ist entsprechend einfach zu handhaben.
Gut gefällt der Selbstauslöser, der eine Aufnahme nach Wunsch zwischen drei und zehn Sekunden verzögern kann. Filter und Effekte werden über die Live!Cam Console gesteuert, ebenso wie das Face-Tracking, das gut gefallen hat, da es viele Einstellmöglichkeiten gibt.
Mit rund 30 Euro ist die Creative "Live! Cam Video IM Pro" deutlich günstiger als die "Optia". Sie wird aber mit dem gleichen umfangreichen Software-Paket ausgeliefert, das sogar ein "Video-Stitching" umfasst. Auf einen Autofokus muss man hier zwar verzichten, dafür lässt sich die Kamera gut manuell am Rad scharf stellen. Das Gelenk zum Fuß ist sehr leichtgängig und erlaubt Bewegungen in alle Himmelsrichtungen sowie eine leichte Neigung.
Philips
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Könnte etwas besser sein: Die Philips SPC 530NC für 25 Euro
Könnte etwas besser sein: Die Philips SPC 530NC für 25 Euro
Bildqualität und Messergebnisse der Philips SPC 530NC könnten etwas besser sein, auch wenn die Web-Kamera nur rund 25 Euro kostet. Ungewohnt für die holländische Firma ist, dass die Installation nicht klar gelöst wurde: Ein Schaubild scheint zum Anschluss der Kamera aufzufordern, der Text verlangt aber zuvor einen Neustart des PCs – verwirrend.
Mit der V-Lounge-Software erstellt man Videos oder schießt Fotos mit bis zu 1280 x 1024 Bildpunkten. Hier lassen sich auch diverse Bildeinstellungen vornehmen, wie Belichtung, Weißabgleich und sogar eine Gamma- Korrektur. Der Anwender hat die Wahl zwischen einem digitalen 3-fach-Zoom oder dem recht gut funktionierendem Face-Tracking.
Gut gelöst ist das Handling der Kamera, die flach abgelegt oder an ein Laptop- oder LC-Display angedockt werden kann. Ein Druck auf die rote LED-Taste schießt Bilder, das Objektiv lässt sich manuell gut scharf stellen.