Kaufberatung E-Reader

Besondere Displaytechnik und Fazit

  1. Welcher E-Book-Reader ist der richtige?
  2. Besondere Displaytechnik und Fazit

Besondere Displaytechnik

Übliche E-Book-Reader setzen auf Displays in sogenannter E-Ink-Technik. Bei dieser schwimmen positiv geladene schwarze und negativ geladene weiße Mikropartikel in einer sehr klaren Flüssigkeit. Je nach der für jeden Bildpunkt angelegten Spannung werden entweder schwarze oder weiße Partikel nach vorne geholt. Nach Abschalten der Spannung verhalten sich einmal bewegte Partikel weitgehend statisch: Sie verändern ohne erneute Ansteuerung ihre Position auch über mehrere Tage fast nicht.

Kaufberatung: Tablet oder Ebook-Reader?

Im Gegensatz zu anderen Displaytechniken, bei denen das Bild mindestens 50 mal pro Sekunde neu aufgebaut werden muss, wird ein E-Ink-Bildschirm nur angesteuert, wenn sich der Inhalt ändert, also nur beim Umblättern der Seiten.

Kobo Aura H2O im Test

© Kobo

Der Kobo Aura H2O ist laut Hersteller wasserfest und somit auch fürs Lesen in der Badewanne geeignet.

Der Neuaufbau einer Seite geht dafür wesentlich träger vonstatten als bei Tablet- oder Notebook-Displays. Auf das Lesevergnügen hat das langsame Umblättern aber wenig Einfluss. Auch dass E-Ink-Anzeigen bisher nur in Schwarz-Weiß oder genauer gesagt als monochrome Flächen verfügbar sind, ist für die Augen angenehm.

Dank mattierter Oberfläche entspricht die Ansicht weitestgehend der von schwarzen Buchstaben auf weißem Papier; der Kontrastumfang ist nur minimal geringer. Wie die Zeitung oder das Buch braucht auch das E-Ink-Display Umgebungslicht – zumindest wenn keine Beleuchtung in das Gerät verbaut wurde, wie zum Beispiel bei Tolino Shine oder Kindle Paperwhite. Doch bei geeigneter Beleuchtung ist es praktisch genauso angenehm lesbar wie die Papiervariante.

Der extrem geringere Aufwand bei der Ansteuerung und der mögliche Verzicht auf Beleuchtung haben einen entscheidenden Vorteil: E-Book-Reader verbrauchen kaum Energie und kommen mit sehr kleinen Akkus auf herausragende Laufzeiten von mehreren Wochen. So sind die elektronischen Lesegeräte mit ihren 6 Zoll Bilddiagonale zwar so groß wie ein normales Taschenbuch, aber deutlich leichter.

Touchscreen ja oder nein?

Immer häufiger besitzen Reader einen eingebauten Touchscreen. Wer den für unabdingbar hält, wird in der Praxis oft eines Besseren belehrt. Blättern geht auch über entsprechende Tasten sehr gut, zum reinen Lesen ist die Gestensteuerung nicht nötig.

Und wer auf die Idee kommt, die vorinstallierten Browser wirklich einmal auszuprobieren, lernt schnell, dass das träge und monochrome E-Ink-Display das Internetsurfen zu einer Qual macht, der sich der normale Mensch höchstens in Notfällen unterzieht, Touchscreen hin oder her.

Vorteile bringt der Touchscreen, dagegen im Umgang mit Nachschlagewerken wie Wörterbüchern oder Enzyklopädien, wo die virtuelle Tastatur die Suche erleichtert. Aber auch mit Tastaturmodellen kommt man ans Ziel – wenn auch deutlich mühsamer.

Sehr hilfreich für fremdsprachige Lektüre: Bei den Readern lässt sich ein Wörterbuch in den Leseprozess einbinden – markiert man das gesuchte Wort je nach Reader-Modell per Fingertipp oder Cursor, erscheint die Übersetzung oder Erklärung aus dem vorgewählten Wörterbuch auf dem Display.

Fazit

Auch wenn Rechtemanagement, Formatbeschränkungen und Preisgestaltung elektronischer Bücher mitunter für Verdruss sorgen, bieten E-Books viele Vorteile, die sich Leseratten nicht entgehen lassen sollten.

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