Aufwind für das Betriebssystem von Microsoft und Nokia: Im Windows Marketplace tummeln sich bereits mehr als 80.000 Apps. Von iPhone und Android ist das Windows-System zwar noch meilenweit entfernt – aber der Erfolg ist schon vorprogrammiert.
„Es geht nicht länger nur um mobile Geräte, sondern um mobile Ökosysteme“, ist ein Satz, den Nokia-Chef Stephen Elop auf Messen und Produktvorstellungen gerne wiederholt. Tatsächlich hat sich der Smartphone-Markt in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Software und Dienste sind in das Zentrum gerückt, die Hardware spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Der zentrale Baustein mobiler Ökosysteme sind: Apps.
Anzahl der Apps für Windows Phone: Die Kurve zeigt steil nach oben.
Das App-Angebot entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg eines solchen Ökosystems – das beste Beispiel dafür sind Google (Android) und Apple (iOS), denen es gelungen ist, eine kritische Masse aufzubauen, die ein sich selbst verstärkendes Wachstum generieren kann. Anders gesagt: Immer mehr Nutzer nutzen die Plattform, weil das App-Angebot so gut ist; immer mehr Entwickler entwickeln Apps für die Plattform, weil die Nutzer da sind. Ist die Kettenreaktion einmal in Gang gesetzt, dann wächst die Plattform expotentiell.
Die Frage ist aber: Wie kann es einem oder mehreren Unternehmen gelingen, diese kritische Masse aufzubauen? Es gibt zwei Möglichkeiten.
A. Indem man viele Geräte verkauft. So viele, bis das System einen Verbreitungsgrad erreicht hat, der Entwickler zwingt, immer mehr Apps defür zu entwickeln. B. Indem man die Entwickler dazu bringt, attraktive Apps zu programmieren. Irgendwann werden die Kunden zur Plattform kommen, weil sie nur dort die Apps finden, die sie wollen.
Windows Phone fehlen die Marktanteile
Die erste Strategie kommt für Windows Phone nicht in Frage, das zeigt der Blick auf die Zahlen der Marktforscher von IDC:
Windows Phone dümpelt also immer noch am Rande der Bedeutungslosigkeit. Trotz vielversprechender Modelle wie dem Lumia 800 und der Allianz mit Nokia gelingt es nicht, nennenswerte Marktanteile zu gewinnen. Die Kunden greifen lieber zum Android-Smartphone oder zum iPhone. Bleibt noch die zweite Strategie: ein App-Angebot aufbauen, das Kunden anzieht.
Gerade hat das Magazin All about Windows Phone Kennzahlen für das Microsoft-System veröffentlicht, die sich sehen lassen können. Mehr als 80.000 Apps findet man mittlerweile im Windows Marketplace. Im Vergleich sieht das dann so aus:
iOS: <585.000 Apps
Android: <450.000 Apps
Windows Phone: <80.000 Apps
Blackberry OS: <70.000 Apps
Symbian: <70.000 Apps
Momentan werden 340 neue Windows-Apps pro Tag eingereicht – das ergibt ein monatliches Wachstum von 10.000 Programmen. Wenn es bei diesem Tempo bleibt, dann wird Windows Phone die magische 100.000-App-Schwelle im Mai 2012 überschreiten. Entwickler lieben Windows Phone trotzdem
Setzt man die Marktanteile in Relation zum App-Angebot, dann wird deutlich, wie attraktiv die Plattform mittlerweile für Entwickler ist. Trotz eines Marktanteils von unter 5 Prozent gibt es bereits mehr Software als für Blackberry und Symbian. Davon ausgehend, dass Apps über Erfolg oder Misserfolg einer Plattform entscheiden, zeigt die Trendkurve für Windows Phone also steil nach oben.
Interesse an Windows Phone: Platz 3 in der Entwicklergunst.
Die vierteljährlich durchgeführte Entwicklerumfrage von Appcelerator und IDC liefert weitere Zahlen, die belegen, dass Windows Phone bei den App-Entwicklern einen Platz erobert hat, den die Marktanteile eigentlich gar nicht rechtfertigen. Auf die Frage, welches System sie favorisieren, gaben knapp 90 Prozent iOS an (iPhone / iPad), danach folgt mit 79 Prozent das Google-System Android. An dritter Stelle steht bereits Windows Phone mit 37 Prozent.
Hier werden die ersten Resultate einer langfristigen Strategie sichtbar. Es geht Microsoft und Nokia nicht primär darum, Apple und Google kurzfristig Marktanteile abzujagen. Viel wichtiger ist ihnen, jetzt das App-Fundament zu legen für einen Erfolg, der sich erst in Jahren einstellen wird. Sie haben einen Plan. Das unterscheidet sie vom kriselnden Blackberry-Hersteller RIM, der orientierunglos in der Bedeutungslosigkeit versinkt.
Vor wenigen Tagen haben Nokia und Microsoft angekündigt, ein neues Entwicklerprogramm unter dem Namen „AppCampus“ zu starten, um das Interesse an der Plattform nochmals zu verstärken. 18 Millionen Euro nehmen beide Unternehmen dafür in die Hand. Auch dies ist Teil ihrer Strategie, die das Quartalsdenken der Börse weit hinter sich gelassen hat.
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Eins vorweg: Wer n-tv über WLAN nutzt, hat keine Probleme mit den Ladezeiten. Auch ein stabiles 3G-Netz verlangt keine Geduld, selbst beim Laden der Videos nicht. Die von manchen geäußerte Kritik in dieser Hinsicht konnten wir im Test nicht nachvollziehen.
Und wenn's doch Probleme geben sollte: Die Download-to-go-Funktion lädt aktuelle Nachrichten fürs spätere Offline-Lesen. Die App des Top-Nachrichtensenders hält in ebenso zweckdienlichem wie attraktivem Layout neben Videos und Bilderserien auch Börsenkurse und das Wetter mit Ortsvorwahl für die kommenden fünf Tage bereit, wenn auch in sehr schlanker Form.
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Wer aus Portraits Sehenswürdigkeiten machen möchte, liegt mit PhotoFunia richtig. Das kostenlose Programm ist zum Brüllen.
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Streitpunkt bei PhotoFunia ist die Tatsache, dass die Bilder auf einem entfernten Server bearbeitet werden und dass das Programm eine Gesichtserkennung nutzen muss. Der Betreiber versichert jedoch, dass alle hochgeladenen Bilder automatisch wieder gelöscht und nie an Dritte weitergegeben oder veröffentlicht werden.
Lieder, deren Namen man nicht kennt, kann man nicht kaufen. SoundHound hilft bei der Song-Erkennung - und zwar gratis.
Klar, Shazam war vorher da und konnte Lieder in kürzester Zeit selbst durch Hintergrundgeräusche hindurch erkennen. SoundHound kann das auch und braucht etwa vier Sekunden, bevor dem Hörer eine Information zuteil wird wie diese: "Sie hören "After Dark" aus dem Film "From Dusk Til Dawn", gespielt von Tito & Tarantula."
Hat man das Handy nicht schnell genug auf Empfang bekommen, kommt eine einzigartige Fähigkeit von SoundHound zum Tragen: Es erkennt auch gesungene Texte oder Gesummtes, wenn auch nicht ganz so sicher wie Musik aus dem Lautsprecher. Man sollte auf Grölen und auf stark Atonales verzichten. Wer den Song dann gleich haben will, wird auf Wunsch mit Kaufmöglichkeiten verbunden. Ein Song wie "After Dark" kostet als MP3-Download 99 Cent. Für Karaoke-Sänger und Songtext-Sammler ist eines noch wichtig: SoundHound kennt auch die Liedtexte.
Die größte Community für zwischenmenschliche Kommunikation selbst über große Distanzen ist auch mit Windows-Smartphones erreichbar: Die kostenlose App steht im Marketplace.
Ein Kennzeichen aller Facebook-Apps für die einzelnen Smartphone-Plattformen ist ihre Unzulänglichkeit. So sehen es zumindest die meisten Nutzer. In welchem App-Bereich man auch liest, überall wird heftig Kritik geübt.
Das Hauptproblem ist wohl die unglaubliche Vielfalt aller Facebook-Angebote und ihre Darstellung auf dem immer noch kleinen Bildschirm eines Smartphones: Die kostenlose App kann noch so viel enthalten, es ist immer zu wenig. In der Version für Windows Phone kritisieren Nutzer die fehlenden Gruppen und die Chat-Anzeige. Auch scheint Facebook in der WIN-Version eine Spur weniger gut strukturiert zu sein als etwa in der fürs iPhone.
Trotzdem: Wenngleich oberflächlich gesehen etwas Unordnung auf dem Display herrscht, so ist das Funktionsangebot doch groß. Man kann Statusmeldungen posten, News und Veranstaltungen ansehen, den Posteingang verwalten, Fotos hochladen, Notizen veröffentlichen, Freundschaftsanfragen annehmen sowie die Fotos, Pinnwände und Infos der Freunde ansehen.
Instant Messenger sind auch auf Smartphones groß im Kommen. Weil man meist mehrere Konten bei unterschiedlichen Messengern besitzt, sollen Sammelprogramme bei der Verwaltung helfen.
Eine App für alle Messaging-Konten? Ja sicher. IM+ erhielt schon euphorische Medien- Beurteilungen wie "Eine fantastische Instant-Messaging-App auf allen Plattformen" oder gar "IM+ ist die beste Mobile-Anwendung in der Welt!". Facebook, Google Talk, ICQ, MySpace, Jabber, VKontakte und einige mehr lassen sich hiermit zum Schnellchat über alle Grenzen versammeln. Auch Skype, das im Moment noch nicht im Marketplace zu haben ist, wird von IM+ berücksichtigt. So kann man mit all seinen gesammelten Accounts gleich zeitig online sein und verpasst keine Kontaktaufnahme von Freunden, Bekannten oder Kollegen.
Für Skype, AOL, ICQ, AIM und iChat steht sogar die Gruppenchat-Option zur Verfügung. IM+ versendet Fotos von unterwegs und muss nicht aktiv sein, um den Funk der Buddys weiterzuleiten. Es unterstützt Avatare, Emoticons und den jeweiligen Verfügbarkeitsstatus, auch wenn einige ICQ-Nutzer das Verschwinden ihrer Kontakte melden. Insgesamt aber muss man konstatieren: Die App macht das mobile Chatten deutlich einfacher - und das gratis.
Das liebe Geld will auch verwaltet werden, wenn man auf Achse ist. Ist das Gehalt schon da? Ich muss das Knöllchen zahlen! Was ist bloß an der Börse los?! Die S-Banking-App hilft - für 99 Cent.
Superprogramme wie iOutbank fürs iPhone, die fast alle Funktionen ihrer Desktop-Mutterprogramme besitzen, gibt es in der mobilen neuen Windows-Welt noch nicht. Aber es gibt S-Banking.
Für alle, die mit dieser App von unterwegs Bankgeschäfte tätigen wollen gilt: Sie brauchen ein für das Online-Banking (Home Banking Computer Interface - HBCI mit PIN/TAN beziehungsweise Fts - Financial Transaction Services mit PIN/TAN) freigeschaltetes Konto bei einer deutschen Sparkasse oder Bank. Dann lassen sich mit S-Banking Kontostände prüfen, Umsätze anzeigen und Überweisungen ausführen - also alles, was dringend auch unterwegs in Anspruch genommen werden muss. Von allen gängigen Kontenarten.
Apple setzt Maßstäbe, und wenn ein iPhone einen Kompass mitbringt, wollen alle anderen auch einen. Man will ja schließlich wissen, wo's langgeht. Auch als Windows-Nutzer.
So, jetzt weiß mein HTC 7 Mozart auch, wo Norden ist. Nach einigen freihändig beschriebenen Achten (nur Geduld) wechselt die rote Anzeige im Kalibrierungsmodus des Programms von "Accuracy 90,0°" auf ein grünes "Is okay" und zeigt dann auch wirklich die richtigen Himmelsrichtungen an.
Wer also im Gelände unterwegs ist und dringend darauf angewiesen ist, in die richtige Richtung zu marschieren, dürfte mit Compass for WP 7.5 auch dort ankommen, wo er mal hinwollte. In etwa auf jeden Fall. Als Windows-Phone-Nutzer dem iPhone-User in nichts nachzustehen, ist aus Imagegründen möglicherweise noch um einiges wichtiger. Also her mit der App. Sie ist ja kostenlos.
Für jeden Smartphone-Nutzer, der wenigstens ab und zu Bahn fährt, ist diese App mehr als Pflicht. Wer sie nicht hat, nutzt sein Handy nur amateurhaft. Das kann auf WIN-Phone-Nutzer nicht zutreffen.
Die App ist ein Geniestreich der Deutschen Bahn. Wer hier nur eine mobile Fahrplanauskunft erwartet, irrt gewaltig: Der DB Navigator ist auch für den schnellen Kauf von Handy-Tickets gerüstet und unterstützt so spontane Reiseentscheidungen höchst mobiler Menschen. Späte Reservierungen eingeschlossen. Dabei geht alles sehr einfach und hervorragend strukturiert von der Hand.
Schon die Verbindungssuche funktioniert schnell und vollständig, selbst wenn kein 3G-Netz zur Verfügung steht. Sogar Spartarife werden angezeigt. Der Fahrkartenkauf ist auch für weniger Eingeweihte ein Kinderspiel, nachdem einen die App Schritt für Schritt durch den eigenen Entscheidungsprozess geführt hat. Einzige Voraussetzung: Man muss einen Account bei www.bahn.de haben. Mit Benutzername und Passwort ist das Ticket dann schnellstens gekauft. Es wird als MMS aufs Smartphone geschickt und vom Schaffner elektronisch gelesen. Perfekt!
Obwohl man Reisende nicht aufhalten soll, werden sie oft aufgehalten - durch Sprachschwierigkeiten. LEO hilft. Kostenlos.
Wer den LEO Dictionary schon mal am heimischen PC zu Sprachstudien oder Übersetzungen genutzt hat, der weiß, dass das kostenlose Online-Wörterbuch sehr zuverlässig ist. Und es beherrscht immerhin sechs Sprachen - Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch und Chinesisch. Auch die WIN-App ist sechssprachig und lässt die einfache Wortsuche pro Sprache in beide Richtungen zu.
Sucht man auf Deutsch nach dem englischen Wort für "Regentag", bekommt man zwei Vorschläge: Den von Meteorologen gebrauchten "rain day (meteo.)" und den "rainy day". Und LEO lässt auch nicht locker, wenn es nicht nur zwei, sondern 30 Übersetzungen in verschiedenen Zusammenhängen gibt. Redewendungen zeigt das Programm ebenso an wie Grundformen von Verben. So ist LEO einer der kompetentesten Helfer in Sprachangelegenheiten und gehört für mobile Menschen zur App-Grundausstattung.
Geocaching ist eine Schatzsuche mit GPS-Geräten wie Offroad-Navis oder Smartphones. Wer zum Auffinden von Schätzen Rätsel lösen muss, braucht diese App.
Zigtausende frönen dem Hobby Geocaching: Sie verstecken Schätze und veröffentlichen deren Koordinaten im Internet. Es gibt viele Websites für diesen Outdoor-Sport, der auch mit GPS-fähigen Smartphones betrieben werden kann. Aber mitunter genügt es nicht, die Koordinaten des Verstecks zu kennen - vor oder während der Suche muss man Rätsel lösen, was oft nur mit Spezialwissen gelingt. Gefragt sind etwa altägyptische Zahlhieroglyphen, Freimaurercodes oder Gaunerzinken (Geheimzeichen).
myGEOtools fasst eine Unzahl dieser Codes zusammen und dürfte damit einer der wichtigsten Helfer bei Knobeleien rund um die Schatzsuche sein. Lust bekommen? Jetzt können Sie auch mit Ihrem Windows-Smartphone dabei sein. Viel Vergnügen!
Navigationssoftware gehört zur Standardausstattung vieler Smartphones, die damit zur ernstzunehmenden Konkurrenz für normale Navis werden, hat man sie doch immer dabei.
Navigon Europe gehört zu den besten Navigationssystemen für Smartphones. Die Bedienphilosophie des Systems und die hohe Qualität seiner Routenführung machen es zu einem verlässlichen Begleiter in unbekannter als auch in bekannter Umgebung. Ein Fahrspurassistent unterstützt die schnelle Orientierung in unübersichtlichen Situationen, Echtzeit-Verkehrs information sorgt für Stauvermeidung - und Navigon myRoutes stellt Routenalternativen zur Wahl.
Ein pralles Paket, das zusätzlich mit einer erweiterten Fußgängernavigation den richtigen Weg zum Beispiel in Innenstädten abseits der Autorouten findet. Empfehlenswert. Einführungspreis: 59,49 Euro.
Ob Apple, Android oder Windows Phone - diese App ist plattformübergreifend die beliebteste, weil zuverlässigste Wettervorhersage für Smartphones.
Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck gehören zu den Pflichtübungen der vielseitigen App Weather Pro. Aber sogar über Dinge wie die Niederschlagswahrscheinlichkeit im 3-Stunden-Abstand und die "gefühlte Temperatur" kann der Windows-Phone-Nutzer nun genau Bescheid wissen. Weather Pro weiß mindestens so viel wie Ben Wettervogel und Donald Bäcker zusammen - den Eindruck bekommt man jedenfalls nach längerem täglichem Genuss des Programms.
Die einfach zu bedienende und grafisch wunderbar gestaltete App liefert Vorhersagen im 3-Stunden-Rhythmus, und zwar für über zwei Millionen Orte weltweit. Wetterradar- und Satellitenbilder decken jetzt auch in der Windows-Version die USA und weite Teile Europas ab.
Weather Pro ist in sieben Sprachen erhältlich, läuft auf Smartphone-Bildschirmen im Hoch- und Querformat und lässt sich für Leute mit Sichtproblemen auch zoomen. 2,99 Euro kostet das wirklich tolle und sehr zuverlässige Programm, das sich auch für Globetrotter eignet.
Mit bösen Vögeln auf blöde Schweine schießen - nicht unbedingt ein Kindheitstraum, aber inzwischen der Zeitvertreib einer Unzahl von Smartphone-Besitzern. Windows-Nutzer machen da keine Ausnahme.
Die Spielidee ist einfach und geradlinig: Tötet sie alle, die Schweine! Womit? Nein, nicht mit Waffen. Sondern mit Katapult und Vögeln. Man zielt und schleudert die bös guckenden Piepmätze in Richtung der Steckdosennasen, die sich verbarrikadiert haben und von denen einige sogar noch Stahlhelme tragen. Sie verstecken sich hinter Holz-, Stein- oder sonstigen Aufbauten, sitzen zum eigenen Unglück manchmal auf Dynamit und harren der Vögel, die da kommen. Und die haben's in sich.
Die einen verfügen über ordentlich dicke Köpfe und enorme Durchschlagskraft, die sich andere wiederum aus turboähnlicher Beschleunigung holen. Wieder andere fliegen wie ein Mehrfachsprengkopf, und einige besonders dicke Viecher lassen hochexplosive Eier fallen. Wenn man es schafft, mit allen zur Verfügung stehenden Vögeln eines Geschwaders die Schweinebande auszulöschen, geht's auf zur nächsten Runde. Ansonsten lachen sich die blöden Schweine eins und man kann von vorn beginnen. Viele Ebenen, massenweise Spaß für 2,99.
Dieses Spiel beweist: Man kann mit einfachsten Mitteln einen spannenden Nachmittag verbringen und hat nicht mal Zeit, Nägel zu kauen oder sich die Haare zu raufen, weil man damit beschäftigt ist, auf seinem Smartphone herumzuzappeln.
Krieg der Sterne für Arme. Das Universum gehört Ihnen nicht. Aber Sie (Grün) wollen es haben. Andere (Blau, Rot, Lila etc.) wollen Sie nicht nur an der Eroberung ihrer und weiterer Planeten hindern, sondern Sie selbst ausradieren. In dem Sie auf dem Touchscreen einen Pfeil von einem zum nächsten Planeten ziehen, befehlen Sie Ihren Truppen, diesen anzugreifen.
Eine Zahl auf Ihren und den gegnerischen Planeten zeigt an, wie viele Einheiten zur Verfügung stehen oder vernichtet werden müssen. Aber Ihr Gegner ist nicht faul und greift Sie ebenfalls an - oder er erobert neu trale Planeten, um seine Truppenstärke zu erhöhen. Das steht Ihnen natürlich auch frei. Das Geballere kann losgehen, und irgendwann kommen Sie mit dem Pfeilziehen nicht mehr hinterher, denn mit steigendem Level steigt auch der Schwierigkeitsgrad Ihrer Unternehmungen. Sicher, es sind nur 15 Level, aber die geben Ihnen ganz schön zu tun. Großer Spaß für lau.
Es sind die einzigen heißen Öfen, in denen man wirklich sitzen will: Sie sind schnell, lassen sich tunen, wecken das Tier im Menschen und sorgen für Blei im Fuß.
Mit 800x480 Pixeln Auflösung bringt das Xbox-Spiel echte Spielfreude aufs Smartphone. 20 der besten Sportwagen der Welt stehen zur Verfügung, um 24 verdeckte High-Speed-Missionen zu erfüllen, in denen man sich Kopfgeld holt, Strecken freischaltet oder neue Autos gewinnt. Letztere lassen sich mit Spoilern, Felgen und anderen Extras traumhaft pimpen und mit diversen Upgrades in Geschwindigkeit, Beschleunigung und Power tunen. Damit geht es durch aufregende Städte, Ghettos und rasant über Land. Dramatische Kameraperspektiven und nervenzerreißende Soundeffekte tun ihr Übriges. Reinsetzen, Gas geben und abfahren. Wir wünschen schnelle Unterhaltung. 4,99 Euro
Unglaublich, wie einem das Schießen auf unrasierte, grimmig dreinblickende Galgenvögel Spaß machen kann. Dieser Shooter nimmt sich nicht ganz ernst, sorgt aber deshalb auch bei Pazifisten für diabolisches Grinsen.
Die Halunken tauchen auf wie Pappkameraden in einem Scheibenschießen. Es gilt sie zu treffen, bevor es einen selbst erwischt. Ist man besonders schnell, gibt's zur Belohnung weitere Leben, Bomben, die kurzen Prozess machen oder Waffen, die etwas untypisch den Wilden Westen zum Kriegsschauplatz machen. Dabei ist nicht von einer Winchester die Rede (die es auch gibt), sondern von Dingen wie Maschinengewehren.
Die Schießerei, die seinerzeit Wyatt Earp und sein Kumpel Doc Holiday am OK Coral mit ein paar Cowboys hatten, war ein Kindergeburtstag dagegen. Bei Wild West Shootout wird geballert, was das Zeug hält, und wer zu langsam ist, verliert die Kraft der fünf Herzen, die die maximale Überlebenszeit markieren. Manchmal muss man sich aber einfach umnieten lassen, weil man vor Lachen über die dämlichen Visagen derer, die einem nach dem Leben trachten, einfach nicht mehr zielen kann. Howdy, Partner. Und das für null Dollar mehr.
Backgrounds gehörte zu den ersten Apps fürs iPhone und dürfte einer der meistgeladenen Hintergrundmanager aller Zeiten sein. Jetzt kommen auch Windows-Phone-Nutzer in den Genuss.
Ein Smartphone-Bildschirm schreit nach einer persönlichen Note seines Besitzers. Während der eine schon beim Aufwecken des Gerätes auf eine ermutigende Begrüßung Wert legt - etwa "Don't panic", den Schriftzug des Film-Klassikers "Per Anhalter durch die Galaxis", freut sich der andere über Sponti-Sprüche wie "When nothing goes right, go left" oder fröhliche Botschaften wie "Come to the dark side, we have cookies".
Manch einer möchte schnelle Autos sehen, wenn er sein Smartphone einschaltet, an dere lieber Blümchen, Comics, Haustiere oder Fahrräder. Die Wunschliste ist endlos, aber Backgrounds Wallpapers erfüllt so ziemlich jede Vorstellung von einem persönlichen Handy-Outfit. 50 Kategorien mit mehr als 10 000 Motiven stehen zur Verfügung, und je länger man sucht, desto öfter möchte man den Hintergrund wechseln. Ein nicht endenwollendes Vergnügen, das auch für manchen Lacher gut ist. Kostenlos.
Tool-Sammlungen sind wie Werkzeugkisten - sie halten für alle möglichen Fragen oder Probleme Antworten und Lösungen bereit. Cool Tools ist ein Beispiel dafür, was in solchen Sammlungen an Nützlichem, Seltenem und sogar Seltsamem stecken kann. Gratis.
Gar nicht seltsam ist die Stoppuhr. Wer die Zeit aber in der anderen Richtung messen will, braucht die Countdown-Funktion: Sie ermahnt einen, wenn in der Küche der Reis anzubrennen oder das Frühstücksei zu Stein zu werden droht. Die Taschenlampenfunktion für den Bildschirm kennt man schon von anderen Apps, aber ein rot-blaues Stroboskop a' la amerikanischer Polizeiwagen ist seltener und außerhalb der USA vielleicht eher als Spaß zu verstehen.
Das Lineal mit Vollbildschirmanzeige ist gut gemeint, aber wer Dinge messen will, die länger als acht Zentimeter sind, hat dann doch seine liebe Not damit. Interessanter ist da schon die Funktion Soundcheck, die beim Einstellen der Lautstärke verschiedener Smartphone-Apps hilft. Unverzichtbar schließlich ist der Umrechner, der unterschiedlichste Einheiten in verständliche Messwerte übersetzt. Der Trinkgeldrechner wiederum ist echt amerikanisch.
80.000 Apps bei einem Marktanteil von unter 5 Prozent. Das Fundament steht, jetzt geht es darum, die Wände hochzuziehen.
Mittlerweile gibt es etwa 20 Smartphone-Modelle, die mit Windows Phone laufen – und diese Zahl wird noch einmal stark zulegen, wenn Microsoft das neue Update Tango veröffentlicht, das die Hardware-Anforderungen an die Windows Phones senkt und damit den Verkauf extrem preiswerter Modelle ermöglicht.
Nokia Lumia 610: Eines der neuen günstigen Einsteiger-Smartphones.
Außerdem - auch das zeigt die Entwicklerumfrage von IDC/Appcelerator – ist das Interesse an Android rückläufig. Die Entwickler stört zum einen die Fragmentierung des Systems, die umfangreiche Anpassungen an die unterschiedlichen Versionen erforderlich macht, zum anderen die mangelnde Bereitschaft der Android-Nutzer, Geld für Apps zu auszugeben. Beide Probleme kennt Windows Phone nicht.
Natürlich lässt sich aus dem rückläufigen Interesse der Entwickler an Android keine Marktanteil-Kurve prognostizieren, die für Google nach unten zeigt. Aber sie sind ohne Frage Trendscouts und aus dem enormen Rückhalt, den Windows Phone bei ihnen hat, lässt sich sehr wohl ableiten, dass dieses System mehr oder weniger zum Erfolg verdammt ist.
Windows Phone ist der große Dritte neben Android und iOS – die Kunden wissen es nur noch nicht.