WLAN der FRITZ!Box erweitern

WLAN-Repeater von AVM im Vergleich

Gleich sechs Geräte bietet AVM an, um die Reichweite des WLANs der FRITZ!Box zu erweitern. Wir haben die Modelle verglichen und zeigen Ihnen, wo die Unterschiede liegen.

WLAN-Repeater von AVM

© AVM

WLAN-Repeater von AVM

In so ziemlich jedem Gebäude gibt es Ecken, in denen das WLAN schwächelt. Aber kaum etwas ist nerviger, als wenn der Videostream immer wieder abbricht, per Internet geführte Gespräche unterbrochen werden oder sich Webseiten beim Laden aufhängen. Für solche Fälle gibt es WLAN-Repeater und zusätzliche Access Points. Sie vergrößern die Reichweite des vorhandenen WLANs und leuchten so auch schwer zugängliche Ecken aus - zum Beispiel im Garten, unterm Dach oder im Keller.

Wer schon einmal WLAN-Produkte unterschiedlicher Hersteller zur Zusammenarbeit bewegen musste, der macht dabei nicht selten die Feststellung, dass diese weniger reibungslos miteinander "sprechen", als es die zahlreichen, offiziellen WLAN-Standards vermuten lassen. Besonders nervig ist das, wenn sich dann auch noch die Support-Hotlines der beteiligten Hersteller gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Keiner will es gewesen sein - und der Nutzer ist der Dumme.

Deshalb ist es nach unserer Erfahrung sinnvoll, gerade im Bereich WLAN durchgängig auf Produkte aus dem selben Hause zu setzen. Dann kann es zwar immer noch zu Problemen kommen. Aber Inkompatibilitäten halten sich für gewöhnlich in sehr engen Grenzen und der Hersteller kann sich auch nicht so leicht herausreden.

Kern vieler WLAN-Netzwerke, gerade im privaten Bereich und in kleinen Büros, ist AVMs FRITZ!Box. Vom selben Hersteller gibt es gleich sechs Geräte, mit denen Sie die Reichweite Ihres WLANs vergrößern können. Bei Preisen zwischen 35 und 95 Euro lohnt sich ein gründlicher Vergleich vor dem Kauf.

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WLAN-Repeater von AVM
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AVM bietet sechs Geräte, um das WLAN der FRITZ!Box zu erweitern. Wo liegen die Unterschiede?

Diese Geräte zur WLAN-Erweiterung gibt es bei AVM 

Die sechs AVM-Geräte lassen sich in drei Gruppen unterteilen. Ein klassischer Repeater ist der FRITZ!WLAN Repeater 310. Ihn stecken Sie einfach dort in eine Stromsteckdose, wo das vorhandene WLAN noch erreichbar ist. Dann verbindet er sich per Funk mit dem WLAN und verstärkt das Signal. Das geht leicht, halbiert aber die Nenngeschwindigkeit von bis zu 300 MBit/s. Denn der FRITZ!WLAN Repeater 310 kommuniziert auf der selben Frequenz sowohl mit den Clients als auch mit der FRITZ!Box.

Auf den ersten Blick arbeiten auch die Repeater der zweiten Gruppe nach diesem Funktionsprinzip. Die FRITZ!WLAN Repeater DVB-C, 1750E und 450E lassen sich aber auch per Kabel mit der FRITZ!Box verbinden. In diesem Modus, den AVM "LAN-Brücke" nennt, steht den Clients das WLAN des Repeaters mit voller Geschwindigkeit zur Verfügung. Bei der Einrichtung teilt die FRITZ!Box dem Repeater den Netzwerknamen, Funkkanäle und WLAN-Schlüssel mit. Anschließend arbeiten die genannten Geräte mit der selben Konfiguration. Das erleichtert den Clients den automatischen Wechsel zwischen den Sendern. Trotzdem kann es hilfreich sein, wenn Sie nach einem Standortwechsel (zum Beispiel mit dem Tablet von der Terrasse unters Dach) das WLAN des Clients aus- und wieder einschalten. Dann verbindet er sich nach unserer Erfahrung zuverlässig mit der am besten empfangbaren Basis.

Natürlich setzt die LAN-Brücke ein Netzwerkkabel am Aufstellort voraus. Häufig ist das aber nicht möglich. Damit kommen wir dann auch schon zur dritten Gruppe, AVMs Powerline-Geräten mit WLAN-Funktion, konkret dem FRITZ!Powerline 546E und 540E. Sie nutzen das Stromnetz, um darüber Netzwerkdaten auszutauschen und machen das Netzwerkkabel so überflüssig. Sie brauchen aber auch noch eine Powerline-kompatible Gegenstelle, die Sie mit einem LAN-Anschluss der FRITZ!Box und dem Stromnetz verbinden.

Formal betrachtet sind AVMs WLAN-fähige Powerline-Geräte keine Repeater, sondern eigenständige Access Points. Konfigurieren Sie deshalb Netzwerkname, Funkkanäle und WLAN-Schlüssel von Hand analog zur FRITZ!Box. So erreichen Sie den selben Effekt wie mit einer LAN-Brücke - nur eben über das Stromnetz.

Kaufempfehlungen 

Als besonders empfehlenswert erachten wir den FRITZ!WLAN Repeater 1750E für rund 80 Euro. Mit WLAN AC bietet er die maximale, derzeit mögliche Funkgeschwindigkeit. Dank LAN-Brücken-Funktion erweitern Sie ein vorhandenes WLAN mit maximaler Geschwindigkeit. Außerdem funkt er gleichzeitig im reichweitenstarken 2,4-GHz-Frequenzbereich und im weniger überfüllten 5-GHz-Bereich. Gerade dort, wo viele WLANs auf engem Raum arbeiten, zum Beispiel in der Stadt und hier vor allem in Mietshäusern, ist diese Flexibilität von Vorteil.

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Zusätzlich zum 1750E bietet der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C einen Tuner für Kabel-TV. Deshalb kann das Gerät bis zu zwei TV-Programme gleichzeitig auf mobile Endgeräte streamen. Dazu müssen Sie es natürlich mit dem Kabelanschluss verbinden. Der Empfang funktioniert nicht für verschlüsseltes PayTV.

Wenn Sie etwas weniger Geld ausgeben möchten und es in Ihrer Nachbarschaft nur ein oder zwei andere WLANs gibt, dann können Sie auch zum FRITZ!WLAN Repeater 450E greifen. Er kostet nur rund 50 Euro, funkt aber auch deutlich langsamer und nur im 2,4-GHz-Bereich.

Geht es Ihnen um die Powerline-Geräte, dann können Sie hinsichtlich der Vernetzung nichts falsch machen. Hier bieten beide exakt den selben Funktionsumfang. Die Unterschiede liegen wo anders: Der mit 88 Euro teurere FRITZ!Powerline 546E bietet eine Stromsteckdose, an die Sie ein weiteres Gerät anschließen können. Dieses Gerät lässt sich dann per Netzwerk ein- und ausschalten und sein Verbrauch wird aufgezeichnet. Der mit 66 Euro etwas günstigere FRITZ!Powerline 540E bietet keine Steckdose.

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