Tipps & Tricks

Frequenzen und Kanäle

Frequenzen und Kanäle

Der geschickte Umgang mit Frequenzbändern und Funkkanälen kann den WLAN-Empfang spürbar verbessern.

Dualband-Router nutzen

Während klassische Singleband- WLAN-Router nur im überlaufenen 2,4-GHz-Band funken, nutzen moderne Dualband-Router, wie der abgebildete DSL-3590 von D-Link, zusätzlich das 5-GHz-Band. Die beiden Funknetze kommen sich aufgrund der weit auseinanderliegenden Frequenzen nicht in die Quere.

So ist es problemlos möglich, beispielsweise über das 2,4-GHz-WLAN im Internet zu surfen und gleichzeitig hochauflösende Videos über das 5-GHz-WLAN zu übertragen. Auch bei den meisten WLAN-fähigen Endgeräten ist Dualband inzwischen Standard.

Kanäle suchen und finden

Prüfen Sie, ob Sie einen störungsfreien Funkkanal verwenden. Vor allem im Innenstadtbereich und in Mehrfamilienhäusern überlagern sich Funknetze häufig.

Abhilfe schafft meist ein Wechsel auf einen anderen, störungsfreien Kanal. Am besten sprechen Sie sich mit den Nachbarn ab und legen fest, wer welche Frequenz verwendet.

Alternativ hilft der kostenlose WLAN-Scanner InSSIDer von Metageek (auch als Android- App verfügbar). Das Tool analysiert vorhandene WLAN-Netze einschließlich Funkkanal und Empfangsstärke und hilft so, geeignete Kanäle aufzuspüren.

Optimaler Kanal

© softonic

Der WLAN-Scanner InSSIDer von Metageek sucht nach dem optimalen Kanal.

Dynamische Frequenzwahl

Dualband-Router können die 5-GHz- Bandbreite nur dann vollständig ausnutzen, wenn sie die dynamische Frequenzwahl (DFS) beherrschen. Damit sind neben den Kanälen 36 bis 48 auch die Kanäle 52 bis 140 verwendbar.

Bevor Sie in den Router-Einstellungen das komplette Spektrum aktivieren, sollten Sie jedoch prüfen, ob Ihre WLAN-Clients ebenfalls DFS-zertifiziert sind. Sollte dies nicht der Fall sein, können die Geräte den Router, der in den höheren Kanälen funkt, nicht erkennen und keine Verbindung mit ihm herstellen.

Kanalbündelung

Seine maximale Übertragungsleistung erreicht ein Access Point nur mittels Kanalbündelung (Channel Bonding). 802.11n-Access-Points können damit maximal 40 MHz Bandbreite verwenden, moderne 802.11ac-Router sogar bis zu 80 MHz – allerdings nur im 5-GHz-Band. Natürlich lassen sich die Vorteile von Channel Bonding nur nutzen, wenn auch der jeweilige WLANClient zumindest den 802.11n-Standard unterstützt. Achten Sie daher auf die entsprechenden Einstellungen Ihres WLAN-Routers.

Autokanalwahl

Die meisten WLAN-Router besitzen für das 2,4-GHz-Band eine Autokanalfunktion. Nach der erstmaligen Aktivierung des Funknetzes wird so ermittelt, welche Kanäle bereits durch Router in der Nachbarschaft oder andere Störquellen belegt sind. Auf dieser Grundlage bestimmen die Geräte dann automatisch den eigenen Funkkanal.

Wenn Ihr Router diese Einstellung unterstützt, sollten Sie diese auch aktivieren. Zur Überprüfung der Kanalbelegung ist ein regelmäßiger Neustart empfehlenswert.

Autokanalwahl

© Asus

Den optimalen Funkkanal sucht der Router am besten selbst.

Bandbreite reduzieren

Im 2,4-GHz-Band ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von 300 Mbit/s nur mit 40 MHz Bandbreite möglich. Sind die Kanäle in dicht besiedelten Gebieten überlastet, schaltet der Router meist auf 20 MHz Bandbreite um, verwendet jedoch weiterhin einen der verstopften Kanäle.

Das Deaktivieren der Router- Option „Für 300 Mbit/s optimierte Funkkanäle nutzen“ führt nun dazu, dass das Gerät auf einen weniger stark genutzten Kanal ausweicht, sodass zumindest 130 Mbit/s zur Verfügung stehen.

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