Testbericht 13" Apple MacBook 2,0 GHz
- Testbericht
- Datenblatt
Apple 13" MacBook 2,0 GHz
- Hersteller
- Apple
- UVP
- 1200 €
- Wertung
- 386.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.0
Das 1200 Euro teure Standard-MacBook ist ausgestattet mit einem 13-Zoll-Bildschirm, 2 Gigabyte Arbeitsspeicher, 2 Gigahertz schnellem Intel-Core-2-Duo-Prozessor und dem brandneuen Geforce 9400M-Chipsatz von Nvidia, der auch die Grafikkarte beinhaltet – erstmals stellt Nvidia in einem Mac den Chipsatz.
© Fotos: Hersteller und Peter Fenyvesi
Das 13" Apple MacBook 2,0 GHz besteht also nicht mehr wie sonst üblich aus einem Rahmen, in den die Komponenten eingebaut sind und der anschließend mit mehreren Plastik- oder Metallteilen verschlossen wird, sondern das gesamte Gehäuse mitsamt Tastaturfläche, den Rändern und Montage-Ausschnitten ist ein einziges Stück Alu, in das die Komponenten von unten eingebaut und mit einem Deckel verschlossen werden.
Faszinierend auch die mikrofeinen Laserbohrungen für das Mikrofon und die Akku-Status-Anzeige, in die gerade mal ein Haar passen dürfte. Nebenbei ist der ganze Prozess auch noch sehr umweltfreundlich.
Umstritten: die Displays
So weit, so gut. Beim Aufklappen fallen zunächst zwei Dinge auf: Das riesenhafte Touchpad und die glänzenden Displays. An Letzteren scheiden sich die Geister. Vor allem im professionellen Bereich lehnen viele Menschen Glossy-Displays ab, da diese stark spiegeln und so vor allem draußen nicht ohne Kompromisse verwendbar sind – auch die Farbwiedergabe ist nur begrenzt neutral.
Dafür ist die Darstellung durch den hohen möglichen Kontrast sehr spektakulär, was vor allem beim Betrachten von Filmen und Fotos ein Augenschmaus ist – beim MacBook Pro mit 15-Zoll-Bildschirm noch mehr als beim kleineren MacBook mit 13 Zoll, das ein einfacheres Panel verbaut hat und nicht ganz so knackig erscheint.
Gummileiste und Gestensteuerung
Der Clou ist, dass es Multi-Touch-fähig ist und man den Rechner per Gesten steuern kann: Mit zwei Fingern kann man scrollen, Bilder drehen und das Optionsmenü aufrufen, mit drei Fingern vor- und zurückspringen und mit vier Fingern zwischen den einzelnen Programmen umschalten.
Akkulaufzeit 3,5 Stunden
Die Benchmark-Ergebnisse sind beim 13-Zöller beeindruckend: Es überzeugt mit durchaus spieletauglicher Grafikleistung (3D Mark 05: 3900 Punkte) und Bestwerten bei den klassischen Benchmarks. Außerdem hat es das Testprogramm ohne Lüfter-Attacken oder Hitzeanfälle überstanden.
Läuft der Rechner unter Mac OS, sind fünf Stunden Akkulaufzeit mit dem MacBook in der Praxis kein Problem. Auch deshalb landet das kleine MacBook (417 Punkte) kurz hinter der Spitzengruppe, aber noch vor seinem großen Bruder, dem 15" MacBook Pro 2,53 GHz (zum Testbericht).
Genügend Leistung, aber teuer
Die beiden neuen MacBooks werden nicht laut, kaum heiß (außer beim Spielen), sehen klasse aus, bieten genügend Leistung in fast allen Lebenslagen, aber sie sind – leider – teuer. Zu teuer sogar für viele, denn Laptops von anderen Premium-Herstellern kosten bei vergleichbarer Konfiguration 10 bis 20 Prozent weniger.
In Anbetracht der gebotenen Qualität ginge der Preis ja sogar in Ordnung, doch wer seinen Computer in erster Linie als schnödes Alltagswerkzeug begreift und nicht vom äußerst überzeugenden Mac-OS-Betriebssystem angezogen wird, der dürfte für aufwendige Fertigungstechnik wenig übrighaben – insbesondere kein Geld. Doch diese Personen sind nicht Apples Zielgruppe.
Fazit: Die beiden neuen MacBooks - der 13-Zöller wie auch der 15-Zöller - sind zweifellos die besten mobilen Macs aller Zeiten und etwas ganz Besonderes auf dem Markt. Apple hält die Einstiegsschwelle in die Mac-Welt jedoch hoch.
Alle Daten und Testergebnisse zum Apple 13" MacBook 2,0 GHz
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