Garmin nüvi 770

Testergebnis: 422 Punkte

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Ideal für Globetrotter: Mit dem Garmin nüvi 770 hat man fast die gesamte westliche Welt in der Tasche.


Garmin nüvi 770
Die Route von New York nach Los Angeles steht in 16 Sekunden.
Von New York nach Los Angeles in 16 Sekunden, von Stockholm nach Palermo in 50 ­Sekunden: Das sind nicht die ­Werte einer Langstreckenrakete, sondern die Routenberechnungszeiten des Garmin Nüvi 770 (549 Euro). Gut, diese Routen lässt man nicht unbedingt täglich von seinem Navisystem ermitteln. Aber gut zu wissen, dass man könnte. Das geht mit dem 770 deshalb, weil West- und Osteuropa, die USA und Kanada als Detailkarten beiliegen. Im Zubehör von Garmin kosten alleine diese Karten rund 360 Euro. Das neue nüvi ist aber nicht nur für Auslandsreisende ­interes­sant, auch für den täglichen Einsatz auf deutschen Straßen ist es bestens gerüstet.

Hochwertig und robust

Garmin hat sein 4,3-Zoll-Modell in ein wertig verarbeitetes und robus­tes Gehäuse gepackt, das zudem schön schlank ausfällt. Das Navi ist also für anstrengende Reisen ausgelegt und kann auch mal in der Jackentasche verschwinden. Die Halterung fürs Auto fällt beim 770 recht kurz, aber stabil aus. Zudem kümmert sie sich um die Versorgung mit Strom und TMC-Signalen von der Antenne. Der Akku hält laut Hersteller rund fünf Stunden, würde also auch zur Fußgängernavigation taugen. 

Aufgeräumtes Hauptmenü

Garmin nüvi 770
Um durch sämtliche Einstellungen zu steigen, braucht es etwas Eingewöhnung.
Das aufgeräumte Hauptmenü besteht im Wesentlichen aus zwei riesigen Buttons für die Zielein­gabe und die Kartenansicht. Am unteren Rand findet sich ein Button, der zu allen weiteren Funk­tionen des Geräts führt. Die vielfältigen Menüs erkundet man am besten mit der Bedienungsanleitung, denn die Funk­t­ionen sind recht umfangreich und die Menüpunkte nicht immer selbsterklärend. Man findet Helfer wie Taschen-, Währungs- und Einheitenrechner und die Weltzeituhr, es gibt einen MP3- und Hörbuch-Player und ­einen Bildbetrachter. Neu ist das Übersetzungsprogramm Deutsch–Englisch, das serienmäßig jedoch nur als ­Demovariante dabei ist (Vollversion: 85 Euro). In Notlagen hilft unter „Aktuelle Posi­tion“ eine Liste der nächstgelegenen Krankenhäuser, Polizeistationen und Tankstellen. Auf Tas­­ten­druck beginnt die Navigation dorthin. Verkehrsinformationen liefert der TMC-Empfänger des Garmin. Einen Überblick über das aktuelle Staugeschehen bietet eine Kartenansicht, auf der die betroffenen Streckenabschnitte gekennzeichnet sind. Details über die Hindernisse gibt’s in Textform. Während der Fahrt wird man automatisch auf Staus auf der Route hinge­wiesen und kann entscheiden, ob man um sie herumgeführt werden möchte oder nicht.

FM-Transmitter integriert

Zur Sonderausstattung des nüvi zählt der Bluetooth-Freisprecher, der die Sprachwahl des Mobiltelefons untertützt. Viele Sonderziele kann man direkt anrufen, da diese mit Telefonnummern verknüpft sind. Die Sprachqualität geht in Ordnung, auch wenn der interne Lautsprecher bei hoher Lautstärke etwas übersteuert. Alternativ kann man über den integrierten FM-Transmitter sämtliche Audio­signale per UKW aufs Radio senden – seien es Navi-Ansagen, Musik vom MP3-Player oder eben die Stimme des Gesprächspartners.

Gute Routenführung

Garmin nüvi 770
Das Garmin zeichnet Fahrtdaten auf – interessant und praktisch zugleich.
Die Navigation weiß zu überzeugen. So ist die Routenplanung mit Zwischenzielen am Gerät möglich; um längere Reisen gründlich vorzubereiten, benutzt man allerdings am besten das PC-Programm „Map Source“. Die Routen überträgt dann man per USB-Kabel aufs Navi. In der Stadt und für Überlandfahrten wählte das nüvi im Test dann nahezu optimale Routen. Nur kurz muss man auf die Berechnungen warten. Das Timing der Ansagen gelingt dem nüvi gut, und es geizt auch nicht mit detaillierten Abbiegehinweisen. Dank Text-to-Speech werden Straßennamen komplett aus­gesprochen. Nicht sonderlich viele Infos hat die Kartenansicht zu bieten: Nur die Ankunftszeit, die Distanz bis zum nächs­ten Abbiegepunkt und die Abbiegeanweisung in Textform werden angezeigt. Sonderzielsymbole hält das nüvi während der Fahrt nicht bereit. Unter den Ankuft- und Abbiege-Buttons unten verbergen sich aber ein Fahrtcomputer mit Durchschnittstempo, ­Tacho und gefahrenen Kilometern sowie eine Turn-by-Turn-Ansicht, mit der man sich einen Überblick über den gesamten Streckenverlauf verschaffen kann. Die Positionierung des Fahrzeugsymbols ist sehr gut, die Darstellung ausreichend flüssig. Die Straßen werden zwar farblich klar voneinander getrennt, sehen aber nicht besonders filigran aus.

Fazit

Mit dem Garmin nüvi 770 ist man weltweit sicher unterwegs und nennt ein reichhaltig ausgestattetes Navisystem sein Eigen.

Video zum Garmin nüvi 770 - klicken Sie hier!

Wolfgang Bauernfeind<( 31.03.2008

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