Notebook

Acer Aspire S 13 (S5-371) im Test

Einstieg in die Oberklasse: Es gibt sicher bessere Ultrabooks als das Acer Aspire S13 (S5-371). Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis wird man aber nicht so schnell finden. Wir haben das Notebook getestet.

Acer S13 (S5-371)

© Acer

Acer S13 (S5-371)

EUR 570,70

Pro

  • schlankes Ultrabook ohne größere Schwächen
  • spiegelfreies, helles Display
  • großer SSD-Speicher
  • hervorragende Systemleistung
  • außergewöhnliche Grafik-Performance
  • überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra

  • kratzempfindlicher Display-Deckel aus Kunststoff
  • bei Last häufiger Lüfterbetrieb
  • kein Touchscreen

Fazit

connect-Testurteil: gut (414 von 500 Punkten)
82,8%

In der einfachsten Konfiguration kostet das  Aspire S 13 rund 900 Euro. Damit markiert es preislich den Einstiegsbereich zur mobilen Oberklasse - schließlich kann man für Ultrabooks problemlos mehrere Tausend Euro  ausgeben. Unser Testgerät ist für knapp 1100  Euro zu haben, auch das ist noch eher wenig für ein Top-Gerät. Umso gespannter waren wir, wie sich der schlanke Laptop im connect-Test schlägt.

Der äußere Eindruck des Aspire S 13 ist zunächst etwas ambivalent. Beim Gehäuse entschied sich Acer für einen ungewöhnlichen Materialmix: Die Unterseite des Geräts besteht aus einer Magnesiumlegierung, der Bereich um die Tastatur aus Aluminium und der auffällige Display-Deckel aus geriffeltem Kunststoff. Dieser ist zwar recht ansehnlich, für unsere Begriffe aber etwas zu empfindlich. Zudem könnte er ebenso wie das verbaute Scharnier durchaus noch ein wenig stabiler sein. Es gibt also nicht nur preislich noch ordentlich Luft nach oben, sondern auch in puncto Verarbeitung. Zugegeben: Das ist Jammern auf hohem Niveau. Denn recht viel mehr Kritikwürdiges konnten wir - zumindest in Anbetracht des Anschaffungspreises  - nicht entdecken: Wirklich beanstanden mussten wir nur noch den vergleichsweise häufig anspringenden Lüfter, der zwar nicht besonders laut ist, aber ein etwas nerviges Pfeifen produziert. 

Acer S13 Weiß

© Acer

Der geriffelte Display-Deckel des  Aspire S13 in Weiß oder Schwarz besteht aus Kunststoff, wirkt aber nicht billig. Er könnte allerdings etwas robuster sein.

Schnell und zuverlässig  

Einen deutlich besseren Eindruck hinterließ dagegen das 13,3 Zoll große Display, das zwar "nur" Full-HD und damit eine mittelprächtige Pixeldichte mitbringt, dafür aber eine blendfreie, weil matte Oberfläche mit  einer beachtlichen Helligkeit kombiniert -  was das Aspire S 13 zu einem adäquaten Begleiter im Freien und in sehr hellen Umgebungen macht.

Angetan waren wir darüber hinaus von der Ausstattung des Mobilrechners, die auch höheren Ansprüchen genügen dürfte: So hat Acer seinem Ultrabook einen ebenso leistungsfähigen wie sparsamen Prozessor aus Intels aktueller Core-i7-Reihe spendiert, der im Verbund mit 8 GB Arbeitsspeicher ordentlich Dampf macht und dem Gerät im connect- Test hervorragende 93 von 100 möglichen Performance-Punkten einbringt. Ebenfalls keine Selbstverständlichkeit in der 1000-Euro-Klasse ist eine schnelle SSD mit 512 GB Speicherplatz. 

Acer Aspire S13 (S5-371)

© Acer

Acer Aspire S 13 (S5-371)

Was hat das Aspire S 13 sonst noch zu bieten? Drei USB-Anschlüsse (zwei im schnellen 3.0-Standard sowie einer mit superschnellem 3.1 und Typ-C-Stecker), HDMI-Ausgang, Kartenleser, WLAN-ac, Bluetooth 4.0 und eine HD-Webcam sind standesgemäß und für Otto-Normal-User vollkommen ausreichend. Ein Mobilfunkmodem oder einen Fingerprintscanner sucht man beim Aspire S 13 zwar vergeblich, aber schließlich braucht das absolute Topsegment noch ein paar Alleinstellungsmerkmale, um seine exklusiven  Verkaufspreise rechtfertigen zu können.

Positiv in Erinnerung bleiben auch die Eingabegeräte: Das große, sehr präzise arbeitende und auf Wunsch deaktivierbare Clickpad sowie die mehrstufig beleuchtbare Tastatur mit integriertem Nummernblock erlauben trotz der Kompaktheit des Geräts ein flüssiges und komfortables Arbeiten.

Überragende Grafikleistung  

Zwei Überraschungen präsentierte uns das Aspire S 13 zum Abschluss bei den Benchmark-Tests, mit deren Hilfe wir die Ausdauer und die Grafikleistung ermitteln. Dass das kompakte Notebook im Dauerbetrieb mit maximaler Displayhelligkeit erst nach knapp acht Stunden den Betrieb einstellte, bevor es wieder ans Stromnetz musste, hätten wir so nicht erwartet. Selbiges gilt für die überragende Performance des Grafiksystems, das auf einer gängigen Chipsatz-GPU basiert: Hier erzielte das Ultrabook 23 von 25 Punkten im connect-Test - ein Wert, der normalerweise Geräten mit dedizierten Grafikkarten vorbehalten bleibt. Respekt!   

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