Testbericht

Acer Liquid E3 Plus im Test

Im Job oder auf Auslandsreisen: Dual-SIM-Phones mit Platz für zwei Mobilfunkkarten machen das Leben leichter. Was am Acer Liquid E3 Plus noch auffällig ist, ergründet dieser Test.

  1. Acer Liquid E3 Plus im Test
  2. Wertung
Acer Liquid E3 Plus

© Acer

Acer Liquid E3 Plus

Pro

  • komfortable Bedienung
  • Dual-SIM
  • gute Ausstattung

Contra

  • geringe Ausdauer
68,6%

Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Wer Geschäftliches und Privates klar trennen möchte, setzt auf zwei separate Telefonnummern in einem Dual-SIM-Smartphone. Und clevere Auslandsreisende? Die können fürs mobile Internet vor Ort die SIM-Karte eines günstigeren lokalen Anbieters verwenden und gleichzeitig für Freunde und Bekannte zu Hause unter der gewohnten Nummer erreichbar bleiben.

Dual-SIM: Welche Karte darf's sein?

Computer-Hersteller Acer stellt in seinem Android-Phone neben den beiden über Schutzklappen zugänglichen Micro-SIM-Schlitzen auch die nötigen Einstelloptionen bereit. Der Anwender kann unter anderem Telefonate, die Textkommunikation und den Datenverkehr über die SIMVerwaltung für jede Karte sperren oder freigeben. Zudem lassen sich Kontakte einzeln an eine Karte koppeln.

Dual-SIMsalabim: Im Liquid E3 Plus kann der Anwender die Sprach-, SMSKommunikation und den Datenaustausch ohne Hokuspokus der gewünschten Micro-SIM-Karte zuweisen.

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Dual-SIMsalabim: Im Liquid E3 Plus kann der Anwender die Sprach-, SMSKommunikation und den Datenaustausch ohne Hokuspokus der gewünschten Micro-SIM-Karte zuweisen.

Ausstattung: Zweckmäßige Hardware

Der Mediatek-Chip MT6589 enthält einen 1,2 GHz schnellen ARM-Cortex-A7-Vierkernprozessor, dem satte 2 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Im Leistungsvermögen bricht die gut abgestimmte Hardware zwar keine Benchmark-Rekorde. Ein zügiges Arbeitstempo und einen meist sehr flotten Bildaufbau bei der Touch-Bedienung bietet das Liquid E3 Plus aber allemal. Und auch was das spiegelnde, 4,7 Zoll große HD-Display (1280 x 720 Pixel) zeigt, kann sich sehen lassen. Im Labor überzeugte das IPS-Panel mit einer Helligkeit von 384 cd/m2.

Schwebendes Verfahren: Die Bedienoberfläche Acer Float UI erleichtert den Zugang zu elementaren Anwendungen wie dem Webbrowser, der als skalierbares Fenster zwischenzeitlich über der aktiven App, hier der Kamera, eingeblendet wird.

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Schwebendes Verfahren: Die Bedienoberfläche Acer Float UI erleichtert den Zugang zu elementaren Anwendungen wie dem Webbrowser, der als skalierbares Fenster zwischenzeitlich über der aktiven App, hier der Kamera, eingeblendet wird.

Speicher für Apps und eigene Daten gibt's mit knapp 13 Gigabyte ausreichend; wer mehr braucht, steckt einfach eine Micro-SD-Karte ein. Acer-Angaben zufolge lässt sich das installierte Android 4.2.2 bereits ab August auf die Version 4.4 aktualisieren.

Bedienung: Acer-eigene Tricks

Einen direkten Zugang zu häufig benötigten Anwendungen bringt die Acer-eigene Bedienoberfläche Float UI: Bei Bedarf werden Apps wie der Taschenrechner oder der "Notizblock" einfach zwischenzeitlich als Fenster über den Bildschirminhalt gelegt. Die "Acer Rapid"-Taste auf der Geräterückseite dient beim Fotografieren als Auslöser und führt ansonsten vom Homescreen ohne Umwege zu der voreingestellten Anwendung. Die 13-Megapixel- Kamera bietet vielfältige Möglichkeiten und liefert stimmige Aufnahmen mit akzeptabler Detailschärfe. Bei Selfies in dunklerer Umgebung unterstützt die 2-MPFrontkamera ein zusätzliches LED-Licht vorne.

Verarbeitung: Hart im Nehmen

Das solide, verwindungssteife Unibody-Gehäuse aus hartem Kunststoff liegt gut in der Hand. Der 2000-mAh-Akku ist fest eingebaut. Bei intensiver Nutzung erwärmt sich die Gehäuserückseite spürbar. Im Labortest gab's Abzüge für die Sende- und Empfangsqualität im UMTS-Netz und für die geringe Ausdauer. Unter praxistypischen Bedingungen lag das Durchhaltevermögen mit einer Akkuladung bei nur knapp 4,25 Stunden. Eine Ursache dafür ist der mit 15,4 mA hohe Standby-Strom.

Fazit: Vorteil Dual-SIM-Funktion

Wer jedoch Augen und Ohren nicht permanent am Phone hat, findet in dem Acer Liquid E3 Plus, das für rund 220 Euro erhältlich ist, ein solides, bedienfreundliches und unterm Strich prima ausgestattetes Android-Smartphone, das dem Gros seiner Mitstreiter den zweiten SIM-Karten-Schacht voraus hat.

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