Testbericht

Amazon Fire HD 7 im Test

Das Amazon Fire HD 7 gibt's ab 119 Euro. Der Test zeigt, ob man für das Geld ein gutes Tablet bekommen kann. Ein buntes auf jeden Fall: Das Fire HD 7 gibt es auch in Limone, Magenta, Marineblau und Weiß.

  1. Amazon Fire HD 7 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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© Archiv

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Pro

  • gute Performance
  • robuste Bauweise
  • günstiger Preis

Contra

  • nur durchschnittlicher Displaykontrast
  • Frontkamera nur VGA-Auflösung
  • werbefreie Version gegen 15 Euro Aufpreis
62,4%

Das neue Fire HD 7 zeigt sich im Test als Tablet, die konkurrenzfähiger zu den Androiden und iPads dieser Welt werden soll. Das soll nicht zuletzt mit neuer Software gelingen. Herzstück ist das Betriebssystem Fire OS 4 "Sangria", das aktuell auf Android 4.4.3 basiert.

Gehäuse und Display: War schon mal besser

Deutlich schlichter als das edle Fire HDX 8.9 (Test) kommt das Fire HD 7 daher. Die ehemals samtweiche Rückwand des Vorgängermodells Kindle Fire HD (Test) ist einem robusten, aber nicht mehr so wertigen Kunststoff-Chassis gewichen. Gravierender noch sind die Einbußen, die das Fire HD 7 gegenüber dem Vorgänger im Labor hinnehmen muss. Der glänzte seinerzeit mit sehr guten Messwerten, für die weitestgehend das Display verantwortlich zeichnete. Von dessen überragendem Kontrast bei Tageslicht und dem nicht minder überzeugenden durchschnittlichen Kontrastverhältnis ist nichts geblieben. Einzig seine Leuchtkraft hat das Fire HD 7 nicht eingebüßt.

Ausstattung: Zusätzliche Kamera

Dass am Ende für den Fire HD 7 mit 358 gegenüber 359 Punkten fast die gleiche Gesamtpunktzahl herausspringt, liegt unter anderem daran, dass er jetzt eine zweite Kamera besitzt, die mit 2 Megapixeln auflöst. Der 2013er Kindle Fire HD besaß nur eine Frontkamera. Deren Auflösung senkte Amazon dafür von HD auf VGA. Pluspunkte verzeichnet das HD 7 aber auch, weil es leichter geworden ist.

Amazon Fire HD 7 -Displaymessungen

© connect

Die Blickwinkelstabilität des Fire HD 7 kann mit der Display-Qualität des Fire HDX 8.9 bei weitem nicht mithalten. Der farbstabile Bereich um die Mitte herum ist zwar groß, fällt zu den Seiten hin aber stark ab. Auch der Glosswert und das Kontrastverhältnis in den verschiedenen Helligkeitsbereichen sind bestenfalls ausreichend.

Displaymessungen

  • Kontrast bei <1 Lux: 1:397
  • Kontrast bei 500 Lux: 1:397
  • Kontrast bei 20 000 Lux: 1:35
  • Displayhelligkeit: 430 cd/m2

Einer der Gründe für den Gewichtsverlust von gut 50 Gramm könnte der kleinere Akku sein. Nominal ist er mit jetzt 3500 mAh gegenüber vorher 4440 mAh deutlich schwächer geworden. Dank des cleveren Energiemanagements der Quad-Core-Prozessoren in den neuen Fire-Tablets, die Last und Leistung auf die paarweise unterschiedlich starken Chipkerne verteilen, sind die Einbußen jedoch gering: Die Laufzeit liegt mit sechseinhalb Stunden etwa zehn Minuten unter der des Vorgängers. Mit 1,5 Gigahertz gegenüber vorher 1,2 ist der neue Chip zudem schneller.

Eine neutrale Veränderung gibt es beim HDMI-Ausgang zu verzeichnen. Der ehemalige zusätzliche Micro-HDMI-Port ist verschwunden; im Fire HD 7 sitzt stattdessen wie bei allen neuen Fire-Tablets ein slimportfähiger Micro-USB-Anschluss. Via Miracast, wie beim Fire HDX 8.9, überträgt das Fire HD 7 noch nicht.

Software: Wo bleibt das Update?

Hieran hätte auch das Update nichts geändert, das im Gegensatz zu Fire HDX 8.9 und Fire HD 6 (Test) für das Fire HD 7 innerhalb des Testzeitraums nicht zu bekommen war. Softwarebasis der installierten Version 4.1.1 von Fire OS ist Android 4.4.2. Apps wie Rechner und Routenplaner, die ab Fire OS 4.5.1 zur Grundausstattung gehören, lassen sich aber natürlich aus Amazons App-Shop nachladen.

Fazit: Nicht schlecht für den Preis

Der Preis für das Fire HD 7 beginnt bei 119 Euro und beinhaltet die Einblendung von Shop-Angeboten auf dem Homescreen. Wer sich davon freikaufen will, legt noch mal 15 Euro dazu. Und bekommt dann immer noch ein verdammt günstiges Tablet, das am Ende nicht gut, aber auch nicht wirklich schlecht ist.

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