Mini-PC

Android-Computer Toucan Duo Plus im Test

Android kommt nicht nur via HDMI-Stick auf den Fernseher. Eine schwarze Box in Klavierlackoptik macht zwischen TV und Hi-Fi-Turm eine gute Figur. Wir haben den Toucan Duo Plus getestet.

Toucan Duo Plus

© Hersteller

Toucan Duo Plus

Pro

  • Gyrofunksteuerung inklusive, viele Anschlüsse und Kabel

Contra

  • im Vergleich zu anderen Android-Mini-PCs größer und teurer

Der Toucan Duo Plus Android-Rechner ist zwar größer als technisch vergleichbare Android-Sticks, aber mit 290 Gramm darf der Minicomputer durchaus noch mit auf Reisen.

Zumal das Gerät schnell am Start ist: Schon nach 20 Sekunden präsentiert sich Android 4.1.2 mit einem ungewöhnlichen Launcher, der aussieht wie ein Schreibtisch. Die Utensilien, die auf dem Desktop liegen, führen zu den verschiedenen Apps. Der Kopfhörer zum Beispiel öffnet den Musikplayer, aber nicht alle Gegenstände sind gleichsam intuitiv.

Bewegungssensitive Steuerung

Zur Bedienung hat Hersteller Iconbit eine gyrogesteuerte Funksteuerung beigelegt: Die Bewegungen, die man mit dieser im freien Raum durchführt, werden über Funk an die Box übertragen und bewegen mehr oder minder synchron den Mauszeiger auf dem Bildschirm. Das mutet in der Praxis ein bisschen futuristisch an und erfordert eine ruhige Hand.

Insbesondere bei der Verwendung der virtuellen Android-Tastatur ist Geduld gefragt. Die Programmvielfalt ist im Auslieferungszustand nicht üppig. Das lässt sich aber über den App Installer, der bereits aufgespielt ist, oder über den Play Store ändern. Übrigens: Nach Anmeldung im Play Store lassen sich die Apps über die Google-ID auch von jedem Browser aus auf dem Mini-PC installieren.

Eine sinnvolle Ergänzung ist zum Beispiel eine Streaming-App für die Medien im heimischen Netzwerk, denn auch diese fehlt zunächst. Dabei empfiehlt sich der Toucan Duo Plus geradezu als Medienserver mit LAN-Port, SD-Kartenleser, und vier USB-Ports. Das sind genügend, um neben dem Funkstecker für die Gyrosteuerung eine Wechselplatte und eine Webcam für Skype anzuschließen.

Über HDMI und zusätzliche analoge Anschlüsse samt mitgelieferter Kabel sollten Verbindungen zu neueren und älteren Fernsehgeräten sowie zur Stereoanlage möglich sein. Der Test dazu scheiterte jedoch an einem inaktiven Composite-Anschluss. Laut unseren Informationen soll das Problem noch behoben werden.

Die umfangreichere Ausstattung hat ihren Preis: 199 Euro empfiehlt der Hersteller für den kleinen schwarzen Kasten, gängige Onlinehändler liegen etwa 20 Euro darunter.

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