Testbericht

Apple iPad Air im Test

Das neue iPad Air ist flach und leicht, ausgesprochen handlich und zeigt sich im Test dank Apples A7-Chip ungemein schnell. Mit App und iTunes Store bietet es zusammen mit dem Apple iPad mini mit Retina Display das derzeit kompletteste Tablet-Erlebnis.

  1. Apple iPad Air im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Apple iPad Air Smart Weiß Hülle

© Apple

Apple iPad Air Smart Weiß Hülle
EUR 345,12

Pro

  • brillantes und helles Display
  • gute Performance
  • einfache Bedienung
  • leicht und dünn

Contra

  • kein erweiterbarer Speicher
  • kaum Anschlüsse
  • Akku fest verbaut
67,4%

Das iPad Air kommt in der fünften Generation kommt in einem kompletten Redesign daher: Das neue iPad bietet die nötige Rechenleistung, Akkulaufzeit, Displaygröße und vor allem Handlichkeit, um nicht nur Surf- und Unterhaltungsbrett, sondern auch mobiles Arbeitsgerät zu sein.

Entsprechende Software liefert Apple neuerdings kostenlos dazu. Die Preisspanne von 479 bis 869 Euro bewegt sich zwischen akzeptabel und happig - je nach Funk- und Speichervariante. Große Schwachstellen gibt es keine: Dass sich der Speicher nicht erweitern und sich die Oberfläche nur minimal anpassen lässt, ist konzeptbedingt.

Dass ein Fingerabdrucksensor a la iPhone 5s fehlt, ist verschmerzbar. Als einziger ernsthafter Konkurrent im 10-Zoll-Segment ist denn auch nur der ewige Rivale Samsung mit dem Galaxy Note 10.1 zu nennen.

Gehäuse und Design: Noch mobiler

Das Gehäuse des iPad Air ist an Form und Design des iPad mini angelehnt, die Verarbeitung der Aluminium- und Glaskomponenten einmal mehr tadellos. Die fein abgeschrägte Kante steht dem Air gut zu Gesicht.

Was sofort auffällt, ist das im Vergleich zum iPads 3  und iPad 4 niedrigere Gewicht: Das iPad Air bringt rund 480 Gramm auf die Waage - knapp 170 Gramm weniger als die beiden Vorgänger.

Bildergalerie

Apple iPad Air Pages
Galerie
iOS-Tablet

Seit Anfang November ist das iPad Air erhältlich. Wir stellen das neue Apple-Tablet ausführlich vor.

Das ältere iPad 2, das Apple weiter im Portfolio hat, wiegt circa 610 Gramm. Zudem ist das Air flacher und hat kleinere Außenmaße. Das führt unterm Strich zu deutlich mehr Bedienkomfort: Das iPad Air liegt locker in der einen Hand, während die zweite den Touchscreen bedient. Den Nachteil der etwas pummeligen Form der Kollegen 3 und 4 hat Apple wettgemacht und so auch die Mobilität seines Flachrechners erhöht.

Die reduzierten Außenmaße sind dem schmaleren Displayrand geschuldet. Der ist mittlerweile nur noch halb so breit wie ein Daumen, sodass man bei senkrechter Haltung des Geräts unweigerlich aufs Display tapst.

Top 10: Die besten Tablets

Dank softwareseitiger Grifferkennung, die Apple bereits beim ersten iPad mini verwendet, läuft der Touchscreen dennoch nicht Amok, sondern erkennt zuverlässig, dass es sich nicht um eine Eingabe, sondern um den Haltegriff handelt.

Display: Gewohnt exzellent

Das Retina-Display ist mittlerweile Standard bei Apple. Der im 4:3-Format gehaltene Screen zeigt sich im Labortest farbstark und kontrastreich: Auf 9,7 Zoll bietet er mit 1536 x 2048 Pixeln eine so hohe Auflösung, dass einzelne Bildpunkte mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Mit 404 cd/m2 strahlt die Anzeige zudem sehr hell, was die Lesbarkeit im Sonnenlicht vereinfacht.

Die Kontrastwerte überzeugen generell: Sei es bei Bürobeleuchtung, in absoluter Dunkelheit oder im Sonnenlicht - die Ablesbarkeit bleibt stets gut bis sehr gut. Wie im Diagramm zu sehen, ist der Bildschirm zudem sehr blickwinkelstabil (je größer die Grünfläche, desto besser).

Apple iPad Air Display Messungen

© connect

Das 9,7 Zoll große Retina-Display des iPad Air löst mit 2048 x 1536 Pixeln auf und bietet eine Pixeldichte von 264 ppi. Die Kontrastwerte sind sehr gut, die Anzeige zeichnet Inhalte schön scharf. Das Diagramm zeigt zudem, dass das Display sehr blickwinkelstabil ist. Die Helligkeit ist ebenfalls top.

Es ist fast egal, wie schräg man auf den Screen schaut - die Inhalte bleiben stets gut leserlich. Das ist vor allem dann ein Vorteil, wenn mehrere Personen gleichzeitig auf das Display schauen, etwa beim Betrachten von Fotos oder Videos. Kurzum: Das Retina-Display des iPad Air gehört derzeit zu den besten auf dem Markt.

Prozessor: Neue Bestwerte

Als Prozessor setzt Apple seine eigene Neuentwicklung A7 ein, die auch das iPhone 5s zu Höchstleistungen treibt. Der Chip ist 64-Bit-fähig, wovon bisher allerdings nur weni-ge Anwendungen profitieren. Beim iPad Air setzt der A7 leistungsmäßig noch mal einen drauf und markiert im Benchmark Geekbench 3.0 neue Bestwerte.

Unterstützt wird er wie im iPhone von dem Co-Prozessor M7. Dessen Job? Sich um die Lagesensoren zu kümmern und so den A7 zu entlasten. So läuft das Tablet denn auch wie geschmiert: Apps starten unverzüglich, Zoomgesten werden sofort umgesetzt - die Performance ist tadellos.

Und wie steht's um die Kondition? Der fest verbaute Akku bietet eine enorme Kapazität von 8827 mAh. Das ist gut so, denn der große, hochauflösende und helle Bildschirm verbrät ordentlich Energie. Das neue Betriebssystem iOS 7 hat sich in Kombination mit dem A7 aber bereits beim iPhone 5s als ressourcenschonend erwiesen.

iOS 7: Das hat sich verbessert

Dito beim iPad Air: Der Akku läuft im typischen Nutzungsmix 7:41 Stunden. Das ist ein ausgesprochen guter Wert. Wer morgens mit vollem Energiespeicher in den Tag startet, läuft nicht Gefahr, dass am Abend die Lichter ausgehen.

Speicher und Ausstattung

Das iPad Air gibt es in acht Ausführungen: vier Speicher- und zwei Funk-Varianten. Zur Wahl stehen 16, 32, 64 oder 128 Gigabyte, reine WLAN-Modelle oder solche mit LTE-Modul  - wobei das Air das erste iPad für Nano-SIM-Karten ist; seine Vorgänger setzten noch aufs Micro-SIM-Format.

Da es bei Apple grundsätzlich keinen Kartenslot zum Speicherausbau gibt, ist die 16-Gigabyte-Version nur zu empfehlen, wenn man wenig bis keine Filme auf dem iPad speichern will. Je nach Nutzungsverhalten und Größe der eigenen Mediathek sind 32 oder 64 Gigabyte die bessere Wahl.

Apple iPad Air Smart Bunte Hüllen

© Apple

Apple bietet fürs iPad Air wieder die bekannten Cover.

Wenn Geld keine Rolle spielt: Das iPad Air und das iPad mini 2 mit Retina-Display sind die ersten Tablets, die auch mit 128 Gigabyte zu haben sind - so viel Speicher bietet aktuell kein Android- oder Windows-Modell.

Apple iPad Mini mit Retina-Display im Test

Knapp sind weiterhin die externen Zu- und Ausgänge: Es gibt weder Micro-USB- oder -HDMI-Anschluss noch einen Steckplatz für Micro-SD-Karten. Einziger Standard ist die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für Kopfhörer und Lautsprecher. Das proprietäre Lightning-Dock zum Laden und Synchronisieren setzt kompatibles Zubehör oder einen Adapter (nicht im Lieferumfang) voraus.

Fazit: Das beste im Großformat

In Sachen Performance und Handhabung ist das iPad Air unter den 10-Zoll-Tablets der König. Mit seiner 64-Bit-Technologie ist es bestens für die Zukunft gewappnet und empfiehlt sich nicht nur als mobiles Unterhaltungs-, sondern auch als Arbeitsgerät. Um dies zu unterstreichen, bietet Apple das komplette iWorks-Paket mit Pages, Numbers und Keynote für die neuen Geräte zum kostenlosen Download an.

Für iPad-2-Besitzer ist das neue iPad Air eine Überlegung wert. Das hochauflösende Display und die verbesserte Performance sind gute Argumente. Das niedrigere Gewicht und die deutlich angenehmere Handhabung könnten auch Besitzer der dritten und vierten iPad-Generation überzeugen.

Worauf beim Kauf eines Tablets achten?

Wer mit dem limitierten Speicher und der eingeschränkten Konfigurierbarkeit des Apple-OS nicht klarkommt, findet unter den Android- oder Windows-Tablets Passenderes.

Wer auf App-Vielfalt Wert legt, ist bei Apple am besten aufgehoben:  Das Angebot an speziell für das iPad entwickelten Tools ist unerreicht. Hinzu kommt die große Palette an Musik, Filmen und Serien aus dem iTunes Store - hier können die Android- und erst recht die Windows-Modelle nicht mithalten.

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