Testbericht

Apple iPad mini 3 im Test

Der Test des iPad mini 3 zeigt: Die Zugaben im Vergleich zum Vorgänger sind unspektakulär. Und doch hat sich viel getan. Etwa bei der Ausdauer.

  1. Apple iPad mini 3 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Apple iPad mini 3

© Apple

Apple iPad mini 3
EUR 427,00

Pro

  • brillantes Display
  • sehr gute Ausdauer
  • sehr gute Handhabung

Contra

  • kein erweiterbarer Speicher
  • recht teuer
  • proprietärer Anschluss
72,0%

Das iPad mini 3 bringt den gleichen Prozessor und Co-Prozessor mit wie der Vorgänger aus dem letzten Jahr. Mit A7 und M7 bleibt ein Chip-Pärchen weiterhin aktiv, das bereits im iPhone 5 debütierte. Unverändert zeigen sich im Test auch Außenmaße, Akku und die Ausstattung generell sowie die der Kamera im Besonderen: 5 Megapixel hinten, 1,2 Megapixel vorne - jeweils ohne Blitz. Dass die Waage 10 Gramm weniger misst, fällt nicht wirklich ins Gewicht.

Die Audio- und Displaymessung im Labor verlief minimal schlechter; trotz der nicht bei allen Lichtverhältnissen idealen Kontraste hat sich an der gestochen scharfen Darstellung des Retina-Bildschirms aber nichts geändert. Ebenso wenig wie am Preisniveau: Das iPad mini 3 liegt in allen Ausstattungsvarianten exakt 100 Euro unter dem Air 2. In Anbetracht dessen, dass hier weder ein neuer Prozessor noch das Top-Display mit daraus resultierender Verjüngung für Furore sorgen, fällt der monetäre Nachlass gering aus.

iPad mini 3 Displaymessung

© connect

In der Sonne lässt das Kontrast-verhältnis beim Retina-Display des iPad mini 3 zu wünschen übrig. Dank seiner sehr guten Helligkeit ist der 7,9 Zoll große Bildschirm aber draußen gut ablesbar und auch von der Seite gut erkennbar. Auch das iPad mini 3 hat mit 3,5 einen außergewöhnlich guten Haze-Wert.

Ausdauer: Deutlich gesteigert

Displaymessung iPad mini 3

  • Kontrast bei <1 Lux: 1:632
  • Kontrast bei 500 Lux: 1:466
  • Kontrast bei 20 000 Lux: 1:18,4
  • Displayhelligkeit: 400 cd/m2

Das eine oder andere Rädchen hat Apple dennoch gedreht: War die Laufzeit beim iPad mini 2 (Test) mit rund 5:15 Stunden kaum erwähnenswert, erreicht sie mit rund 8:15 Stunden jetzt Topniveau. Wie kommt's? Der spezifische connect-Laufzeittest ist unverändert, die Funktechnik, allgemein als Ressourcenfresser bekannt, im iPad auch: Schon das iPad mini 2 funkte im LTE-Netz, das mini 3 immer noch nicht im ac-WLAN. Ein Austausch dieser Verbraucher durch Effizientere kann einiges bewirken. Bei einer Differenz von drei Stunden muss aber auch die von iOS 7 zu 8.1 inzwischen zweimal überholte Software ihren Anteil haben.

iOS 8.1: Synergien werden genutzt

Gewinn ist ein gutes Stichwort. Denn ein solcher ist das installierte iOS 8.1 vor allem, wenn zusätzlich ein iPhone oder Mac benutzt wird. Liegen iPhone und iPad nicht weit auseinander und sind im selben WLAN eingebucht, kann das iPad über die Mobilfunkverbindung des iPhones ins Mobilfunk- und Festnetz telefonieren. Auch mit einem aktuellen bzw. auf OS X Yosemite aktualisierten Mac arbeitet das iPad jetzt hervorragend zusammen. Und endlich funktioniert Air Drop für den Dateiaustausch auch zwischen iPhone oder iPad und Mac, und nicht mehr, wie vorher, nur intern zwischen mobilen oder stationären Computern untereinander.

Bildergalerie

iPad mini 3
Galerie
Apple

Das iPad mini 3 mit seinem 7,9-Zoll-Display aus 2048 x 1536 Pixel hat jetzt einen Fingerabdrucksensor bekommen.

Eine besuchte Webseite, eine im Büro, Wartezimmer oder Zug begonnene E-Mail öffnet sich auf dem Mac, wo man die Arbeit nahtlos fortsetzen kann. Auf der virtuellen Tastatur des iPad mini 3 selbst schreibt es sich natürlich nicht so bequem wie auf dem großen iPad Air 2 (Test). Aber auch hier bringt das Update Erleichterung: Wortkorrekturen und -vorschläge haben endlich auch in iOS Einzug gehalten und lassen sich selbst im Hochformat mit dem Daumen gut nutzen. Nicht jeder Vorschlag ist ein Treffer; aber "iPad" assoziiert Apple glatt mit "mini" und weiß doch zumindest hier genau, was wir sagen wollen.

Ausstattung: Fingerabdruck schützt Daten

Mit der neuesten Software gibt Apple auch die Verwendung des Fingerprint-Sensors für Apps von Drittanbietern frei. Das spart im Alltag die lästige Eingabe des Entsperr-Codes und sichert die Daten bequem vor fremden Blicken.

Fazit: Haptisch und technisch hochwertig

Insgesamt macht der Umgang mit dem haptisch wie technisch hochwertigen Kleinformat-iPad auch in der dritten Auflage eine Menge Spaß.

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