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iPhone 6s und 6s Plus: Funktionen und Leistungen

  1. iPhone 6s und 6s Plus im Test
  2. iPhone 6s und 6s Plus: Funktionen und Leistungen

Viel Power mit wenig Aufwand

Die meisten Benchmarks zeigen, dass der A9 momentan der stärkste Mobil-Prozessor auf dem Markt ist. Apple schafft diese enorme Power mit einer vergleichsweise moderaten Ausstattung: Während die Android-Konkurrenz auf Acht-Kern-Prozessoren setzt und sich in Richtung 4 GB RAM bewegt, begnügt sich der A9 in den neuen iPhones mit zwei Kernen und 2 GB Arbeitsspeicher.

Wenn man es genau nimmt, sind es eigentlich drei Kerne, denn mit dem M9 hat Apple wieder einen eigenen Prozessor für dauerhafte Niedrig-Energie-Tasks integriert. Er entlastet den Hauptprozessor und übernimmt etwa das Sammeln von Fitness- oder Gesundheitsdaten. Auch das permanente Lauschen nach den "Hey Siri"-Befehlen gehört zu seinen Jobs. Denn bei den S-Modellen muss man nicht mehr die Home-Taste drücken, um Apples smarte Assistentin zu starten, ein einfacher Sprachbefehl reicht.

Weil die neue "Always on"-Funktion von Siri auf einen sparsamen Prozessor ausgelagert wurde, wird die Akkulaufzeit davon kaum beeinflusst. Im Vergleich mit den Vorgängern ist sie aber trotzdem spürbar gesunken.

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Weniger Akku-Laufzeit

In unserem spezifischen Nutzungsmix, der einen alltagstypischen Gebrauch simuliert, sank die Laufzeit von 10:12 auf 8:35 Stunden (iPhone 6s Plus), beziehungsweise von 6:56 auf 6:25 Stunden (iPhone 6s). Verantwortlich dafür ist der stärkere Prozessor, der unter Last mehr Strom verbraucht - und die Reduktion der Akkukapazität von 2915 auf 2750 mAh beim iPhone 6s Plus und von 1810 auf 1715 mAh beim iPhone 6s.

Das hat natürlich auch Einfluss auf die Gesprächszeiten, die zum Teil deutlich reduziert werden: Im UMTS-Netz schafft das iPhone 6s statt 6:19 nur noch 5:38 Stunden.

Während das iPhone 6s Plus trotz Reduktion immer noch eine sehr gute Ausdauerleistung zeigt und im Praxisbetrieb bei den meisten Nutzern anderthalb Tage durchhalten dürfte, gehört das 6s zu den kurzatmigsten Smartphones in der Oberklasse. Sicher, über den Tag kommt man auch mit diesem Gerät, aber nahezu alle anderen Premium-Smartphones haben einen längeren Atem. Schade ist auch, dass Apple auf ein Schnellladenetzteil genauso verzichtet wie auf einen Drahtlosladestandard. Mit Blick auf die Preise sollte zumindest eines dieser Features geboten werden.

Die übrigen Laborwerte sind dagegen durch die Bank überzeugend, weil Apple die Funkeigenschaften in den 3G- und LTE-Netzen optimiert hat und beide Modelle hier gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen. Beim iPhone 6s Plus konnten die Kalifornier außerdem die Akustik beim Telefonieren verbessern.

iPhone 6s 3D Touch

© connect

3D Touch im Posteingang: Nach einem kräftigen Daumendruck zeigt ein Pop-up-Fenster eine Vorschau der E-Mail, man kann sie dann direkt marieren, archivieren oder löschen.

3D Touch: Ein Stück Zukunft

Es klingt unglaublich, ist aber wahr. Im Vergleich mit den Vorgängern steigt der Preis nochmals um 40 bis 50 Euro: Das iPhone 6s startet bei 739 Euro (iPhone 6: 699 Euro), das 6s Plus bei 849 Euro (6 Plus: 799 Euro). Dabei bietet die Einstiegsvariante auch 2015 nur 16 GB internen Speicher, ohne die Möglichkeit, mit Micro-SD-Karten nachzurüsten. Das ist ein Witz angesichts der Tatsache, dass Fotos und vor allem Videos nun deutlich mehr Platz brauchen.

Man muss sich nur vor Augen halten, dass ein einminütiges Video in 4K-Auflösung locker 500 MB groß sein kann. Brauchbar werden die neuen iPhones eigentlich erst in der 64-GB-Variante, die 849 bzw. 949 Euro kostet. Das ist viel Geld, zumal der Käufer neben der fehlenden Speichererweiterung noch weitere bittere Apple-Pillen schlucken muss, denn statt auf Micro-USB setzt auch die neue S-Klasse auf einen proprietären Anschluss, außerdem ist der Akku nicht wechselbar.

Wahr ist aber auch: Neben Detailverbesserungen wie einem stabileren Gehäuse bietet Apple mit 3D Touch eine revolutionäre neue Funktion - wer ganz vorne mit dabei sein will, liegt mit den neuen iPhones genau richtig.

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