Testbericht

Apple iPod nano (7G) im Test

Wer sich auf die Musik konzentriert und einen kompakten MP3-Player sucht, ist mit dem Apple iPod nano noch immer bestens beraten. Das zeigt unser Test.

iPod nano

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iPod nano

Der iPod nano zeigt: Manchmal ist weniger mehr. Nämlich genau dann, wenn die Hosentaschen zu klein, zu voll oder gar nicht vorhanden sind oder die Handtasche aus allen Nähten platzt. Wer sich des Öfteren mit solchen Problemen konfrontiert sieht, sollte sich den Kleinsten der Apple iPods einmal näher anschauen (16 GB, 169 Euro): Etwa so groß wie eine Scheckkarte, passt er in jede Hosentasche. Die Maße in Zahlen: 76,5 x 39,6 x 5,4 Millimeter.

Doch am liebsten würde man den kompakten iPod nano, den es mittlerweile in der siebten Generation (7G) gibt, in der Hand behalten, so gut, so wie aus einem Guss fühlt das federleichte Gehäuse an. Dabei liegt der kleine Bruder des iPod touch besser in der Hand als sein Vorgänger, der mit seiner quadratischen Form beinahe schon wieder zu klein war.

Ausstattung: Weniger ist mehr?

Der iPod nano ist nicht nur für all jene Musikliebhaber gedacht, die sich ein kompaktes Gerät wünschen, sondern auch für jene, denen der iPod touch einfach zu viele Funktionen bietet. Wer braucht schon neben dem Smartphone noch ein weiteres Beinahe-Smartphone? Der nano ist so etwas wie der Lotus der mobilen Apple-Familie, seine Ausstattung ist spartanisch und auf das Wesentliche reduziert: Musik, Fitness, Radio, Fotos, Videos und Podcasts. Das war's auch schon.

Nike + Tracking-Funktion: Der Fitmacher

Der Fitness-Button ist nicht umsonst so präsent auf der ersten Seite im Hauptmenü positioniert. Der iPod nano scheint mit seinem leichten und flachen Gehäuse (31 Gramm) wie geschaffen dafür, als sportlicher Begleiter im Fitnessstudio, beim Joggen oder Radfahren zum Einsatz zu kommen. Die Fitness-App zählt dank integriertem Beschleunigungssensor die Schritte und errechnet die verbrannten Kalorien. Über das neue integrierte Bluetooth-Modul kann man einen optional erhältlichen Herzfrequenzsensor ankoppeln. Anders als bei früheren Modellen muss man auch keinen Schuhpod mehr tragen, im iPod nano ist diese Funktion bereits integriert.

iPod nano Läufer-App

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Mit der Läufer-App haben Sie den perfekten Begleiter für ihre Trainingseinheiten.

Seine Trainingsergebnisse kann man dann auf das Sportportal von Nike+ (www.nikeplus.com) hochladen und auswerten. Praktischerweise wurde der Player in die Fitness-App integriert, sodass man nicht ständig zwischen Player und App hin- und herwechseln muss. Bei sportlicher Betätigung konnten die mitgelieferten Earpods nicht durchweg überzeugen. Da sie lose im Ohr sitzen, fallen sie schnell mal heraus, übertragen dafür aber keine Kabelgeräusche. Eine Alternative ist der Sportkopfhörer Bose SIE2i oder der günstigere Bose SIE2 ohne Kabelfernbedienung und Mikrofon.

Extras: Foto & Video

Eine Kamera besitzt der iPod nano nicht, und auch das kleine 2,5-Zoll-Display bietet mit einer Auflösung von 240 x 432 Pixeln nicht annähernd die Brillanz des Retina-Displays. Dennoch lassen sich Bilder ohne Probleme ansehen, ebenso wie Videos. Dafür dreht man den iPod einfach ins Querformat, die Bilder richten sich dank Beschleunigungssensor automatisch aus.

Top-Bedienung

Das 2,5-Zoll-Displaychen des iPod nano /7G) verfügt über Multitouch-Funktionalität. So kann man unter anderem mit beiden Fingern Bilder heran- oder herauszoomen. Trotz des kleinen Displays lässt sich der nano hervorragend bedienen. Mit einem Wisch nach links oder rechts gelangt man in der flachen Menüstruktur vor oder zurück. Alternativ zum Touchscreen bietet der iPod nano die vom iPhone bekannte Home-Taste, drei Tasten für die Lautstärke regelung sowie eine Play- und Pausetaste.

Praktisch: Will man in der Musikbibliothek einen Buchstaben im Alphabet weiterspringen, zieht man den Finger einfach nach oben oder unten - auf dem Bildschirm erscheint dann während des Scrollens der entsprechende Buchstabe. Auch lassen sich die Symbole im Hauptmenü ähnlich wie beim iPod touch beliebig verschieben: Hierzu genügt ein Langdruck auf das Symbol, danach kann ihm einfach ein anderer Platz zugewiesen werden.

Klangqualität: Sound wie ein iPod

Auch in puncto Klang überzeugt der kleine Flachmann im Test. Der Sound des kleinen iPods ist kräftig, klar und erfordert eigentlich gar keinen Equalizer - aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Es hängt auch davon ab, wie gut die Kopfhörer sind. Die neuen mitgelieferten Earpods sind in ihrer Preisklasse mit das Beste; wer mehr will, muss sich schon ein paar Preisklassen höher umsehen, um wirklich einen Schritt nach vorne zu machen. Eine sinnvolle Funktion ist der Soundcheck: Ist er aktiviert, klingt so mancher Song noch einmal deutlich kräftiger als vorher.

Dass beim reinen Musikgenuss der vollgeladene Akku Apple zufolge erst nach rund 30 Stunden schlappmacht, ist erfreulich; allerdings zieht der nano gegenüber dem größeren Bruder touch zumindest beim reinen Musikhören den Kürzeren.

Neu ist auch die Bluetooth-Funktion, mit der sich der iPod nano mit Bluetooth-Lautsprechern koppeln lässt. Das ist praktisch, vor allem, wenn die Anlage nicht mehr auf den neuen Lightning-Anschluss passt. So oder so: Widerstehen kann man dem neuen nano nur schwer. Wie wär's denn eigentlich mal mit einem iPhone nano, liebe Apple-Entwickler?

Fazit: Für Sportler und Puristen

Manche mögen's bunt, andere lieber grau: Gut, dass der nano in acht Farben erhältlich ist. Grau ist übrigens auch dabei. Wer sich für Rot entscheidet, stiftet automatisch einen Teil des Kaufbetrags an die Aidshilfe in Afrika. Doch ganz gleich, in welcher Farbe Sie Ihren nano wählen: Bedienen lässt er sich trotz geringer Größe gut, der Klang ist hervorragend.

Der iPod nano ist ideal für Sportler, Puristen und iPhone-Besitzer, die "nur" Musik hören möchten, ohne auf den Akku schielen zu müssen. Wer ein paar Smartphone-Funktionen auf dem MP3-Player haben will, sollte sich den iPod touch anschauen.

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