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Testbericht

Archos 101 XS im Test

Archos 101 XS
Labortest
68,8 %
Zuletzt aktualisiert: 22.12.2014
Archos 101 xs
Tablets
Pro
  • Displayschutz und Tastatur in einem
  • Ständer fixiert Position auf 112 Grad
  • 270 Gramm leichtes Dock
Contra
  • Doppelte Einsatz hinterlässt Gebrauchsspuren
  • Besitzt keinen Akku
  • Display nicht besonders hell
Fazit

Das Display und die Kamera sind sicherlich keine Kaufargumente für das Archos 101 XS. Dafür aber das Tastaturdock und dessen pfiffiges Konzept.

Das Android-Tablet Archos 101 XS punktet im Test mit einem Displayschutz samt eingebautem Tastaturdock, das schnell startklar ist.

Hin und wieder stellt connect Tablet-Tastaturen vor, mit denen sich Notizen und Mails einfach besser erfassen lassen. Allein schon, weil dann nicht mehr ein großer Teil des Displays von der virtuellen Tastatur überdeckt wird. Das Archos-Tablet 101 XS macht einen solch Zukauf ebenso überflüssig wie die Anschaffung einer Schutzhülle, sofern es dabei um den Displayschutz geht: Das hier mitgelieferte Cover ist Displayschutz und Tastatur in einem.

Lieferumfang: Tastaturdock mit Schutzfunktion

Liegt das Cover des schmucken Android-Tablets auf dem Tisch, wird es zum Tastaturdock inklusive Stromanschluss. Für eine einfache Handhabung sorgen mehrere Magnetverbindungen, die Tablet und Cover respektive Tastaturdock automatisch in die richtige Position zueinander bringen. Das gilt nicht nur für das Aufsetzen und Abnehmen des Covers als Transportschutz: Eine fast magische Anziehung zwischen beiden Teilen positioniert das Tablet auch korrekt im Dock.

Ein Ständer fixiert die Position auf 112 Grad. Hebt man das Tablet mit einer Hand an, um es zu versetzen, bleibt das 270 Gramm leichte Dock sogar daran haften. Der doppelte Einsatz hinterlässt allerdings nicht nur auf der Rückseite des Tablets Gebrauchsspuren, sondern auch auf der Unterseite des Tastaturdocks, das im geschlossenen Zustand immerhin zur Front wird.

Im 112-Grad-Winkel steht das Tablet im Tastatur-Dock.
Im 112-Grad-Winkel steht das Tablet im Tastatur-Dock. ©

Über den Micro-USB-Anschluss im Dock wird nur das Tablet geladen, denn die Tastatur selbst besitzt keinen Akku. Den wenigen Strom, den sie braucht, bezieht sie aus dem Tablet. Weil die beiden über den Connector gekoppelt werden, entfällt auch das mitunter zeitraubende Aktivieren und Verbinden per Bluetooth.

Das kleine Format und der reduzierte Hub führen anfänglich allerdings vermehrt zu Fehlbedienungen, zum Beispiel weil man versehentlich eine Pfeiltaste trifft, den Cursor versetzt oder eine Taste nicht richtig anschlägt. Praktisch sind die Android-spezifischen Funktionstasten, mit denen sich beispielsweise die App-Übersicht oder die Benachrichtigungen nach vorn holen und die Bildschirmhelligkeit regeln lässt.

Display: Nicht besonders hell

Für eine automatische Anpassung der Helligkeit fehlt dem Archos der entsprechende Sensor. Wünschenswert wäre eine Taste, um das Display zu aktivieren, wenn das Tablet im Dock steht, denn der dafür zuständige Schalter und die Lautstärkewippe sitzen seitlich am Tablet; sie sind weder von vorn noch von oben zu sehen und gleichsam schwer ertastbar. Hier lässt die Handhabung etwas zu wünschen übrig.

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Neben dem Micro-USB-Port und einem Micro-SD-Kartenleser zählt ein Mini-HDMI-Ausgang zu den Anschlüssen; damit kann man das Tablet an einen Fernseher mit HDMI anschließen. Das ist durchaus empfehlenswert, denn weder der Monolautsprecher noch das Display dürften Cineasten sonderlich erfreuen.

Der Eindruck eines schwachen, spiegelnden und nicht sehr hellen Displays bestätigte sich im Labor, wo der Kontrast schon bei geringer Blickwinkelabweichung nachließ.

Die Tastatur dient gleichzeitig als Displayschutz.
Die Tastatur dient gleichzeitig als Displayschutz. ©

Multimedia-Ausstattung: Licht und Schatten

Schade, denn das Archos hat in Sachen Multimedia einiges drauf: Der Hersteller, der auch klassische Mediaplayer führt, hat dem Tablet eine Vielzahl an Audio- und Videocodecs spendiert. MPEG-2 fehlt zwar im Auslieferungszustand, kann aber schon für 5 Euro nachgeladen werden. Doch aufgepasst: Nach dem Update auf Android 4.1.1 kam es im Test zu Problemen bei dem Versuch, das DVD-Plugin aus dem integrierten Explorer heraus zu installieren.

Startet man dagegen zuerst den Videoplayer, läuft der Bestellvorgang ordnungsgemäß über die Homepage. Dort finden sich außerdem zwei kostenlose Programme für PCs und Androiden: Archos HD Video Transfer zerlegt große Videodateien verlustfrei in mehrere Teilstücke, die dann auf das Tablet kopiert werden.

Installiert man die App Archos Remote Control auf einem Android-Smartphone, kann man das Tablet mit dem Phone steuern, sofern sich beide im selben WLAN befinden. Hier findet das mit dem Protokoll Universal Plug and Play (uPnP) ausgestattete Archos 101 XS auch freigegebene Bibliotheken, etwa auf einem Windows-PC oder einem NAS-Speicher.

In Sachen Kamera ist die Ausstattung des neuen Archos-Tablets dann allerdings wieder mau: Zwar nimmt die Chat-Kamera auf der Frontseite HD-Videos mit einer Auflösung von 720p auf, doch einen Autofokus und eine LED sucht man vergeblich, ebenso wie eine zweite Kamera.

Fazit: Alles sehr praxistauglich

Das Display und die Kamera sind sicherlich keine Kaufargumente für das Archos 101 XS. Die liefern allerdings der Preis von 379 Euro für ein Tablet inklusive Tastaturdock und insbesondere dessen pfiffiges Konzept.

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Der Umbau gelingt derart leicht, dass man die Tastatur schnell wie selbstverständlich benutzt – ein glückliches Schicksal, das in der Praxis nicht jeder externen Tastatur beschieden ist.

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Inhalt
  1. Archos 101 XS im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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