Testbericht

Astin Trew At 5000

Der  Newcomer Astin Trew fertigt in China, bringt aber britische Klangwerte ins Wohnzimmer. Wie mit der Endstufe At 5000.

  1. Astin Trew At 5000
  2. Datenblatt
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© Archiv

Das Lebendgewicht von 13 Kilogramm der Endstufe geht auf die beiden kapitalen Ringkern-Transformatoren zurück, die sekundärseitig immerhin 300 Watt (gleich Voltampere) locker machen können. Getreu Michael Osborns (Chef von Astin Trew) Motto, dass Netzteile nie groß genug dimensioniert sein können, stellt die Energieversorgung wirklich das Meiste in den Schatten, was preislich vergleichbare Mitbewerber so aufbieten.  Sogar die Röhren im Innern, pro Kanal eine Doppeltriode Electro Harmonix ECC82, dienen der Spannungsversorgung, nicht der Verstärkung. Die Leistungstransistoren sind MOSFETs (Metal Oxid Semiconductor Field Effect Transistors). Die At 5000 ist also kein klassischer Hybrid-Verstärker mit der gewohnten Arbeitsteilung "Röhren in der Treiber-, Halbleiter in der Leistungsstufe". Trotzdem fällt die Leistungsausbeute angesichts des enormen Reservoirs doch eher bescheiden aus.

Das machte sich im Hörtest zunächst überhaupt nicht bemerkbar. Denn angesichts des Datenblattes wählte die Redaktion die wirkungsgradstarken Lautsprecher Sonics Argenta: Paarpreis 1200 Euro,  AUDIO-Kennzahl 56, 84 Klangpunkte.

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© H.Härle

Klassischer Doppel-Mono-Aufbau einschließlich zwei 300-VA-Ringkern-Trafos

Hörtest

Im Vergleich mit der freilich nur halb so teuren Cyrus 6 Power   sprudelte die Astin Trew erstaunlich agil los. Ganz besonderen Spaß bereitete sie den Testern, wenn sie zarteste Streichergespinste höchst akkurat aufdröselte. Das Scherzo aus der 9. Sinfonie von Beethoven (AUDIO pure music Vol. 1, Sennheiser) wie das berückende Adagio aus Bruckners Sechster (pure music 2, Bose) entwickelten sich mit der ganzen Fülle ihrer Farben. Und in den Forte- und Fortissimo-Ausbrüchen gab die At 5000 auch überhaupt nicht klein bei. Die Durchschlagskraft beeindruckte.

Es sei denn, das Test-Team schloss einen anspruchsvolleren Lautsprecher vom Schlage einer Revel Performa F-52 an. Harte Bass-Attacken wie in Stanley Clarkes "Justice Groove" oder krachende Drums wie in Dream Theaters "Train Of Thought"  brachten dann die kleine Anglo-Chinesin doch an ihre Grenzen - bei hohen Pegeln brach sie förmlich ein.

Aber viel spannender als die Solo-Auftritte gerieten die Darbietungen des vereinigten Trew-Trios (zusammen mit CD-Player At 3000 und Vorverstärker At 1000 ). Selten durfte der Test-Autor bisher eine 3000-Euro-Kette hören, die in sich so stimmig aufspielte, mit derart harmonischen Farben und selbstverständlich strömendem musikalischen Fluss. Dieser Drei-Klang geht wirklich herrlich ins Ohr.

Astin Trew At5000

HerstellerAstin Trew
Preis1200.00 €
Wertung85.0 Punkte
Testverfahren1.0

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