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Testbericht Asus Eee Pad Transformer TF101

von
Asus Eee Pad Transformer TF101
Labortest
67,4 %
Zuletzt aktualisiert: 20.09.2014
Asus Eee Pad Transformer TF101
Tablets
Pro
  • überdurchschnittliche Verarbeitung
  • kreative Ausstattung
  • stabile Displaygelenk
  • Ausdauer deutlich höher
Contra
  • bei starker Sonne schlechte Ablesbarkeit
Fazit

Das ultimative Gerät für Menschen, die erst probieren möchten, ob ein Tablet für sie das Richtige ist

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Wer bei der Entscheidung zwischen Netbook und Tablet ins Grübeln gerät, sollte das Asus Eee Pad Transformer begutachten. Es verbindet das Tablet mit einer Tastatur-Touchpad-Einheit.

Der Test hätte gleich zu Anfang beendet sein können. Denn Pad und Tastatur kamen in getrennten Kartons, waren schnell ausgepackt und ebenso schnell zusammengesteckt. Als der Schieber am Displaygelenk klickend die Position wechselte, schien alles paletti zu sein. Mit eleganter Drehung um die eigene Achse wechselte der Redakteur von der Pack- zur Arbeitsebene, und ebenso elegant löste sich das Tablet von der Tastatur und stellte seine Eignung als UFO unter Beweis.

Obwohl von solchen Experimenten nur dringend abgeraten werden kann, blieb die kleine Flugeinlage für das in einen stabilen Metallrahmen gefasste und mit einem schick strukturierten Kunststoffdeckel versehene Tablet folgenlos – ein guter Einstand für einen Test.

Das Eee Pad Transformer verbindet das Tablet mit einer Tastatur-Touchpad-Einheit
Das Eee Pad Transformer verbindet das Tablet mit einer Tastatur-Touchpad-Einheit ©

Wobei die weitere Inspektion des als Komplettpaket ohne Mobilfunkmodem 499 Euro teuren Transformers auch der Tastatureinheit eine überdurchschnittliche Verarbeitung bescheinigt. Mit ihrer metallenen Ober- und der konturierten Kunststoffunterseite, an der vier Gummifüße für sicheren Stand sorgen, würde sie jedem Netbook zur Ehre gereichen.

Auch das stabile Displaygelenk braucht keinen Vergleich zu scheuen: An der dem Screen abgewandten Seite trägt es zwei Gummikappen, die beim Aufklappen nach unten überstehen und so die Tastatur leicht schräg stellen. Geschickt! Der ominöse Displaygelenkschieber rutscht, wie mit Erschrecken erfahren, nur scheinbar leichtgängig in die verriegelte Position, die letzten Millimeter will er kraftvoll geschoben werden, dann sitzt das Display bombenfest. Ungünstig ist das nur knapp einen Meter lange Kabel für das Steckernetzteil – wer das Eee Pad längere Zeit am Netzteil auf dem Tisch betreiben will, braucht eine USB-Verlängerungsstrippe.

Kreative Ausstattung

Die zweigeteilte Bauweise hat Einfluss auf die Ausstattung. So besitzt die Tastatur zwei USB-Buchsen für den Speicheranschluss und einen Steckplatz für SD-Karten. Ein Micro-SD-Steckplatz befindet sich im Tablet selbst, das zudem einen HDMI-Ausgang besitzt. Neben all den Möglichkeiten, den Speicher zu erweitern, bringt das Transformer rund 13 verfügbare Gigabyte mit, zur Datenverarbeitung dient ein flotter Tegra-2-Dual-Core-Prozessor von Nvidia. An Funkstandards unterstützt das Eee Pad WLAN und Blue­tooth, Mobilfunk war bei der von uns getesteten Version leider nicht dabei.

Die Ausdauer haben wir der Vergleichbarkeit halber am reinen Tab­let gemessen. Was eigentlich ein Vorteil wäre – schließlich verbraucht eine Tastatur Strom –, ist für das Asus sogar ein Nachteil. Denn in dem Keyboard steckt ein zweiter Akku, der genauso leistungsfähig ist wie der im Tablet. So ist die Ausdauer der Kombi deutlich höher, wenn auch nicht doppelt so hoch wie die des Tablets.

Mit durchschnittlich fünfeinhalb Stunden schwimmt das Transformer  im Mittelfeld der bisher getesteten Geräte mit. Wer es überwiegend mit der Tastatur benutzt, überflügelt freilich die anderen Flachcomputer. So betrieben wären die natürlichen Konkurrenten selbstverständlich Netbooks, die das mit doppelten Akkus ausgestattete Transformer aber oft genug mit Leichtigkeit überflügeln kann.

Bis 30 Grad Blickwinkel zeigt sich das Display mit hohen Kontrasten von seiner besten Seite.
Bis 30 Grad Blickwinkel zeigt sich das Display mit hohen Kontrasten von seiner besten Seite.

Das Display ist mit 10 Zoll und einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln für die Darstellung von Internetseiten formal ebenso gut geeignet wie die besten Anzeigen der Konkurrenz. Doch neben Quantität zählt auch die Qualität, die bei connect in aufwendigen Messreihen ermittelt wird. Hier zeigt das Display hohe Kontrastwerte bei frontaler Aufsicht und dunkler sowie normaler Büroumgebung entsprechender mittelheller Beleuchtung.

Für den Außeneinsatz fehlt es der transmissiven TFT-Anzeige aber an maximaler Helligkeit. Die Kontraste bei starker Sonneneinstrahlung sind unterdurchschnittlich, unter solchen Bedingungen leidet die Ablesbarkeit spürbar. Die Blickwinkelabhängigkeit und die Spiegelungen des Displays liegen dafür im grünen Bereich. Unterm Strich ist die Anzeige im Inneneinsatz also gut, für die Nutzung in praller Sonne sind wenige andere Tablets geeigneter.  

Konzept auf dem Prüfstand

Schade, dass wir das Transformer in der Ausführung ohne Mobilfunkmodem bekommen haben, die zusätzlichen Punkte hätten sicher für ein „gut“ im Endresultat gereicht. Davon abgesehen bleibt zu konstatieren: Obwohl die Tastatur unseres Testgeräts anders als bei Geräten aus hiesigen Handel dem amerikanischen Layout entsprach, was die Eingabe vieler Sonderzeichen erschwerte, mussten wir am Ende des Tests feststellen, dass wir das Tablet überwiegend mit seinem Keyboard genutzt haben.

So gesehen ist das Eee Pad Transformer das ultimative Gerät für Menschen, die erst einmal probieren möchten, ob ein Tablet für sie das Richtige ist, denn im Zweifel ist immer noch die Tastatur da. Auch alle Android-3-Entwickler sollten eins haben, um dem Tablet-OS den letzten Schliff zum Netbook-Betriebssystem zu geben.

 
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Inhalt
  1. Asus Eee Pad Transformer TF101
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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