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Testbericht Asus Vivo Tab RT im Praxistest

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Asus Vivo Tab RT
Leicht und gut ausgestattet zeigt sich das schicke Asus-Tablet im Test. Allerdings lassen sich USB-Geräte nur per Adapter oder über das optionale Tastaturdock anbinden.

Asus Vivo Tab RT: Erster Eindruck

Clever, aufgeweckt und lebenslustig – so die Übersetzung des Wortes Vivo aus dem Spanischen – präsentiert sich das außergewöhnlich leichte Asus Vivo Tab RT. Clever ist es besonders dann, wenn es im Bundle mit der Tastatur nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch kreativ eingesetzt wird.

Dem Asus-Tablet sieht man seine Hochwertigkeit an: Das mit 1366 x 768 Pixeln auflösende, blickwinkelstabile IPS-Display ist bis zum Rand mit kratzfestem Corning-Fit-Glas überzogen, selbst die Windows-Taste – obligatorisch bei allen Geräten mit Microsofts neuem Betriebssystem – ist integraler Bestandteil der gläsernen Oberfläche.

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Das passt zum edlen Look des Tablets, dessen Rückseite überwiegend aus Metall und etwa zu einem Viertel aus griffigem Kunststoff besteht. Die Kamera auf der Front löst mit 2 Megapixeln auf, die auf der Rückseite mit 8 – hier liefert ein LED-Blitz zusätzliches Licht. Im erweiterten Kameramenü kann der User Filter und Effekte setzen, aber auch gezielt den Weißabgleich, die Belichtungszeit und den Modus für die Fokussierung ändern.

Microsoft Surface im Test

Auf der Frontseite reguliert ein Umgebungslichtsensor die Displayhelligkeit. Zur weiteren Ausstattung der Basisversion für 599 Euro gehören GPS, Bluetooth 4.0 und NFC für die drahtlose Datenübertragung und das Bezahlen der Zukunft. WLAN ist Standard, ein 3G-Modell mit HSPA+-Modem ist für 699 Euro im Handel und bei Vodafone erhältlich.

Die Einschübe für Micro-SIM- und Micro-SD-Karten sitzen ebenso wie der Micro-HDMI-Anschluss unauffällig im Rand des 8,5 Millimeter flachen Tablets. Bedauerlicherweise fehlt ein USB-Anschluss, auch wenn ein Adapter für den proprietären Lade-Connector beiliegt.

Per Tastaturdock vom Tablet zum Netbook

Einen genormten USB-Anschluss bietet das optionale Tastaturdock (Aufpreis 130 Euro), das aus dem Tablet ein solides Netbook mit Windows-kompatibler Tastatur, Nvidia-Tegra-3-Quad-Core-Prozessor und 2 GB Arbeitsspeicher macht.

Für den Umbau werden zwei nicht ganz zur Optik passende, klaffende Öffnungen über die Scharnierhaken der Tastatur geschoben. Das Scharnier selbst verbirgt den zweiteiligen Aufbau und ermöglicht die Positionierung des Displays in variablen Winkeln, so wie bei einem reinen Netbook. Zugeklappt ist das Display zudem optimal geschützt.

Anders als beim leichtgängigen Magnetscharnier des Type-Covers am Microsoft Surface RT ist die Verbindung beim Vivo Tab hakelig: Das Einsetzen verlangt genaues Positionieren, zum Herausnehmen muss der seitliche Schieber zum Entriegeln nach unten gedrückt und das Tablet gleichzeitig nach oben gezogen werden. Ständige Wechsel empfehlen sich also nicht.

Messwerte: Wenig Speicher, lange Ausdauer

Das Gewicht des Tablets samt Tastatur liegt mit 1073 Gramm im unteren Bereich normaler 10-Zoll-Netbooks, die üblicherweise zwischen 1100 und 1300 Gramm wiegen. Dafür verfügen diese in der Regel über einen Festplattenspeicher von mehreren Hundert Gigabyte, während die 64-GB-Flashdisk unseres Testgerätes nur 41,8 GB für Nutzerdaten übrig lässt.

Dafür bringt das Tastaturdock einen Akku mit, der die Laufzeit laut Hersteller von neun auf satte 16 Stunden schraubt. Wer viel unterwegs ist, sollte sich die 130 Euro Aufpreis also gönnen, denn das Dock erhöht den Aktionsradius nicht nur in puncto Produktivität.

Asus Vivo Tab RT samt optionalem Tastaturdock.
Asus Vivo Tab RT samt optionalem Tastaturdock. ©

Asus Vivo Tab RT: Ausstattung

+ 8-Megapixel-Kamera mit AF, LED und Einstellmöglichkeiten
+ NFC
+ HSPA+-Modem (optional)
+ Speicher per Karte erweiterbar
- kein USB-Anschluss am Tablet
- Beschränkung auf den Windows Store

Asus Vivo Tab RT: Bedienung

+Netbook-Funktionalität mit optionalem Tastaturdock
- Systemspeicherbedarf hoch

Asus Vivo Tab RT: Kaufen oder Warten?

Noch laufen nicht allzu viele Tablets mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows RT. Woran das liegt? Sicherlich auch an den eingeschränkten Anwendungsmöglichkeiten. So lässt Microsoft ausschließlich Apps aus dem Windows Store zu. Herkömmliche Desktop-Anwendungen müssen draußen bleiben.

Tablets mit Windows RT im Vergleich

Um Tabletkäufer zu locken, spendiert der Branchenprimus jedem RT-Tablet eine Pre-Version der Office-Suite „Home & Student 2013 RT“ samt kostenlosem Update bei Produktreife. Optimiert für die Touch-Bedienung, lassen sich damit Word-, Excel-, Powerpoint- und One- Note-Dateien bearbeiten und erstellen. Zudem gibt’s optional ein Tastaturdock, mit dem das Tablet zum soliden Netbook wird.

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