Notebook

Asus Zenbook 3 (UX390) im Test

Mit seinem ultraschlanken, grandios verarbeiteten Zenbook 3 nimmt Asus das Macbook ins Visier: Wie das Kultgerät von Apple ziert nur eine einzige USB-Schnittstelle das mobile Leichtgewicht, dafür zeigt es im Test Leistung satt und eine ordentliche Ausdauer.

Asus Zenbook 3 grau

© Asus

Asus Zenbook 3 (UX390)

EUR 999,00

Pro

  • ultramobiles 13-Zoll-Notebook
  • sehr kompakte Abmessungen
  • extrem leicht
  • sehr stabiles Metallgehäuse
  • hochwertige Verarbeitung
  • USB-Dock im Lieferumfang
  • gute Akkulaufzeit

Contra

  • nur ein USB-Anschluss (Typ C)
  • kein Kartenleser
  • Webcam mit VGA-Auflösung
  • deutlich hörbarer Lüfter

Fazit

Connect-Testurteil: sehr gut (426 von 500 Punkten)
85,2%

Nimmt man die Veröffentlichungen der letzten Zeit zum Maßstab, konzentriert sich Asus in seinem Notebook-Geschäft vor allem auf zwei gegenläufige Trends: zum einen auf leistungsstarke Gaming-Boliden, die unter dem Claim „Republic of Gamers“ (ROG) vermarktet werden, zum anderen auf die kompakten Lifestyle-Geräte der Zenbook-Serie, die nicht zuletzt durch Optik und Haptik überzeugen sollen. Nur Letztere lassen sich im eigentlichen Sinn als mobil bezeichnen – weshalb sie aus connect-Sicht die interessantere Produktkategorie sind. Nachdem die Zenbook-Modelle UX310 und UX330​ bereits jeweils einen Top-10-Platz in unserer Bestenliste erobern konnten, ist jetzt endlich das bereits 2016 vorgestellte Zenbook 3 alias UX390 verfügbar, das in puncto Kompaktheit noch einen draufsetzt.​

Déjà-vu in bunten Farben 

Der erste Gedanke des Testers nach dem Auspacken: Das Gerät kommt mir irgendwie bekannt vor. Und tatsächlich: Die Ähnlichkeit mit dem aktuellen 12-Zoll-Macbook ist frappierend – bis hin zu der Tatsache, dass neben der Kopfhörerbuchse nur eine einzige Schnittstelle die Seitenfläche ziert, doch dazu später mehr. In derselben Liga wie das Kult-Notebook aus Cupertino möchte das Zenbook 3 also spielen, und das gelingt ihm auch​.

Asus Zenbook 3 royal blau

© Asus

Schlank, leicht und hübsch: Das Zenbook3 kann sich wahrlich sehen lassen– das gilt auch für das Innenleben.

Die Oberfläche besteht aus einer neu zusammengemischten Aluminium-Magnesium-Legierung in „Raumfahrtqualität“ (Basiseinheit) sowie aus gebürstetem Aluminium (Bildschirmrückseite) und steht in drei trendigen Farbvarianten zur Verfügung (siehe links). Zur optischen Unterstützung der Wertigkeit ist der Displaydeckel mit einer Goldkante versehen, auch der obligatorische Schriftzug des Herstellers ist in diesem Farbton gehalten.​​

Exzellente Verarbeitung 

Die Verarbeitungsqualität passt perfekt zum Premiumanspruch, den Asus bei diesem Modell vermitteln will. Wirklich beeindruckend ist die Stabilität des ultrakompakten Geräts vor dem Hintergrund, dass es mit einer Bauhöhe von knapp zwölf Millimetern zu den dünnsten Notebooks überhaupt gehört – es unterbietet sogar das optische Vorbild aus dem Hause Apple um mehr als einen Millimeter.​

Das mit 0,4 Millimeter dickem Gorilla-Glas 4 beschichtete Display des Taiwaners ist trotz ähnlicher Abmessungen um ein halbes Zoll größer. Bei der Pixeldichte (176 ppi) bleibt es jedoch deutlich hinter der Mattscheibe des Macbooks zurück (176 versus 226 ppi). Zur angestrebten Spitzenklasse passt dagegen das​ famose Touchpad mit integriertem Fingerabdruckleser, und auch die mehrstufig beleuchtbare Tastatur könnte angesichts der geringen Bauhöhe kaum besser bedienbar sein.​

Asus Zenbook 3 rosé gold

© Asus

Eine Audiobuchse und ein ladefähiger USB-C-Anschluss – mehr gibt’s nicht. Immerhin legt Asus einen Adapter für HDMI, USB 3.0 und USB Typ C sowie eine Tasche ohne Aufpreis in den Karton.​

Wenig anschlussfreudig​

Dass die Herstellung eines so leichten und kompakten Notebooks wie das Zenbook 3 nicht ohne Kompromisse möglich ist, versteht sich von selbst. Dass es aber neben der (noch) obligatorischen Audiobuchse nur einen einzigen einsamen USB-Anschluss im Typ-C-Format mitbringt, erscheint uns jedoch arg minimalistisch. Zumal dieser eine Slot auch noch zum Laden des Akkus benötigt wird. Dass Apple dem Macbook auch nur diese eine Datenschnittstelle spendiert hat, macht die Sache nicht besser. Ob es dem schlechten Gewissen des Herstellers geschuldet ist, wissen wir nicht: 

In jedem Fall sehr erfreulich ist, dass Asus dem Ultrabook ungefragt und ohne Aufpreis einen Mehrfachadapter beilegt, der die Verbindung zur Außenwelt um HDMI und USB 3.0 (Typ A) erweitert. Zum festen Lieferumfang gehört zudem eine praktische Schutztasche. Wer sein Zenbook 3 darüber hinaus um einen LAN-Anschluss, eine VGA-Buchse sowie einen Multikartenleser erweitern möchte, dem bietet Asus ein „Universal Dock“ mit insgesamt sechs Schnittstellen, will dafür allerdings stolze 129 Euro sehen.​

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