Smartphone

Asus Zenfone 2 Deluxe im Test

Eine extravagante Optik und enorm viel Speicher machen das Zenfone 2 Deluxe von Asus zu einem außergewöhnlichen Stück. Wie schlägt sich das Smartphone im Test?

Aufmacher: Asus Zenfone 2 Deluxe

© Asus

Asus Zenfone 2 Deluxe

EUR 499,00

Pro

  • außergewöhnliches Design
  • 128 Gigabyte interner Speicher
  • Speicher um bis zu 128 Gigabyte erweiterbar
  • 4 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • Dual-SIM
  • NFC
  • LTE
  • Auslösetaste und Dual-LED für die Kamera
  • UKW-Radio

Contra

  • schwer
  • ältere Android-Version
  • schwache Display-Helligkeit

Fazit

Connect-Urteil: gut (402 von 500 Punkten)
80,4%

Wer es besitzt, wird es öfter mal hergeben müssen: Die auffällige Schale des Zenfone 2 Deluxe und ihr wechselhaftes Schimmern - je nach Lichteinfall - ziehen neugierige Blicke auf sich. Man möchte wissen, ob die vielen Polygone nur aufgedruckt oder tatsächlich erhaben und fühlbar sind. Letzteres ist der Fall, und das ist wirklich mal was Besonderes. Luxus im Sinne edler Materialien wie Metall oder Glas beschert das Zenfone 2 Deluxe allerdings nicht.

Größtmöglicher Speicher

Unter dem hübschen Deckel verbirgt sich neben zwei SIM-Kartenplätzen (von denen einer allerdings nur zum Telefonieren, nicht für Daten geeignet ist) auch der Steckplatz für eine Speicherkarte. Der somit nur umständlich mögliche Wechsel wirkt sich wie das hohe Gewicht von 178 Gramm negativ auf die Handhabung aus. Dafür bietet das Asus jede Menge Speicher: 128 GB bringt es intern mit, per Karte lassen sich nochmal 128 GB nachrüsten - macht unterm Strich 256 GB, was für ein Smartphone gewaltig und derzeit noch selten ist.

Asus Zenfone 2 Deluxe

© Asus

Eine extravagante Optik und enorm viel Speicher machen das Zenfone 2 Deluxe von Asus zu einem außergewöhnlichen Stück.

Das gilt auch für die 4 Gigabyte Arbeitsspeicher des Zenfone 2 Deluxe. Sie erhöhen spürbar die Effizienz von Intels Quadcore-Chip und sorgen für flotte Ladezeiten und geringe Reibungsverluste bei der gleichzeitigen Nutzung mehrerer Apps. Einen Split- Screen-Modus oder schwebende App-Fenster für parallele Abläufe unterstützt das Zenfone 2 Deluxe allerdings nicht. Auch fehlt die aktuelle Android-Version 6 Marshmallow, stattdessen ist mit Android 5.0 noch die erste Lollipop-Version aus dem Herbst 2014 installiert - nicht einmal das Update 5.1 vom letzten Frühjahr.

Funktionales Zen UI

Die Benutzeroberfläche ZenUI ist vorwiegend funktional: So schaffen Ordner auf Wunsch auch in der App-Gesamtübersicht Ordnung, die Sortierung der App-Icons kann man manuell vornehmen oder zeitsparend dem System überlassen und nachbessern. Tools für das App- und Speichermanagement geben auf Knopfdruck unnötig blockierten Arbeitsspeicher frei oder laden entsprechend markierte Apps beim Start erst gar nicht hinein.

Die Reduzierung der Hintergrundaktivitäten verbessert die Laufzeit und verbessert in der Regel auch die Systemstabilität. Zu den möglichen Oberflächenanpassungen gehören unter anderem individuelle Schnellzugriffe im Sperrbildschirm, ein Kindermodus mit selektiver App-Auswahl und Zeitlimit sowie ein gleichfalls einfacher Modus mit großen App-Icons und einer übersichtlichen Anordnung, der auf Einsteiger und ältere Semester zielt.

Screenshot: Asus Zenfone 2 Deluxe

© Weka/ Archiv

Zum Speicher-Management gehört auch die Möglichkeit, einzelne Apps beim Start gar nicht erst zu laden.

Ob diese Zielgruppe, der man dann auch ein entsprechend geringes Technikverständnis unterstellen darf, Verwendung für den großen Speicher hat, ist allerdings fraglich. Und der beeinflusst immerhin die Preisgestaltung: 499 Euro setzt Asus an. Wer ein Smartphone zu diesem Preis ersteht, sollte auch Gefallen an Spielereien wie ZenMotion finden, der erweiterten Gestensteuerung, auf die das Display bereits im Standby reagiert. So kann man es durch Klopfen mit dem Fingerknöchel aktivieren oder direkt die 13-Megapixel-Kamera starten, indem man ein C auf den noch schwarzen Bildschirm malt. Zusatzfunktionen, die Spaß machen, und die wir bereits vom Asus Zenfone 2 (Test) kennen.

Gute Laborwerte

Die beiden Modelle sind auch ähnlich ausgestattet. Bei gleicher Displaygröße und -auflösung ist der aktuelle Proband nochmal fünf Millimeter breiter als das schlichtere Zenfone 2 ohne den verheißungsvollen Namenszusatz. Das connect-Labor attestierte dem Zenfone 2 Deluxe außerdem eine bessere Gesprächsdauer: Auf der GSM-1800-Frequenz wächst die Überlegenheit auf eine knappe Stunde. Der Empfang ist im GSM-Modus ordentlich, in den wichtigeren UMTS- und LTE-Netzen gut. Interessant bleibt vor allem das hohe Speichervolumen, das man sonst nur bei Top-Smartphones wie dem Galaxy S7 (Test) findet, dem Samsung wieder einen Micro-SD-Slot spendiert. Daher ist das Zenfone 2 Deluxe nicht nur optisch ein attraktiver Kandidat.

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