Testbericht zum ZE551ML

Asus Zenfone 2 im Test

Mit dem Zenfone 2 steigt Asus in eine höhere Smartphone-Klasse ein. Von den vier neuen Modellen hat die Basisvariante die stärkste Hardware. Wir haben das Asus Zenfone 2 getestet und nennen die Unterschiede zu Zenfone 2 Laser und Zenfone 2 Deluxe.

Asus Zenfone 2

© Asus

Asus Zenfone 2
EUR 349,00

Pro

  • 64-Bit-Prozessor
  • 4 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • gute Ausdauer
  • Full-HD-Display
  • Dual-SIM
  • Kamera mit Dual-LED
  • Radio
  • Schnellladegerät im Lieferumfang
  • umfangreiche Software-Ausstattung
  • Speichervarianten bis zu 128 Gigabyte

Contra

  • ungewöhnliche Position des Ein-/Ausschalters
  • schwer
  • schwache Helligkeit
80,0%

Gleich dreifach legt Asus sein neues Smartphone auf: Während sich das Zenfone 2 Laser durch eine schnelle und präzise Fokussierung auszeichnet, klotzen Zenfone 2 und Zenfone 2 Deluxe mit bis zu 128 Gigabyte Daten und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das vom Namen her einfache Zenfone 2 ist zudem als einziges fit für das Bezahlen per NFC an den Discounterkassen von Aldi und Lidl.

Schöner Schein

Äußerlich ähnelt das Zenfone 2 HTCs One M8; sein gleichfalls gebogenes Kunststoffgehäuse wurde optisch haarfein auf den Look von gebürstetem Metall getrimmt. Auf dem Tisch liegend lässt es sich allerdings nicht gut bedienen, denn es beginnt zu wackeln, sobald man es antippt, um den Kalender oder eingegangene Mails zu checken.

Anders als beim Zenfone 2 Laser wird das Display des Zenfone 2 zwar noch nicht durch Gorilla-Glas 4 geschützt. Dank einer fettabweisenden Beschichtung erweist es sich aber, wie auch das gesamte Gehäuse, als erfreulich unempfindlich gegen Fingerabdrücke und sieht immer aus wie aus dem Ei gepellt.

Für Rechts- und Linkshänder

Die zum Rand hin schmalen Kanten täuschen optisch darüber hinweg, dass das Zenfone 2 mit 174 Gramm kein Leichtgewicht ist. Schalter suchen die Daumen an der Seite vergeblich: Lautstärkewippe und Ein-/Ausschalter werden gleichermaßen mit dem Zeigefinger der linken oder rechten Hand bedient.

Der Ein-/ Ausschalter sitzt - gewöhnungsbedürftig - mittig auf der Oberseite, die Funktion der Lautstärkewippe übernimmt wie bei LG der sogenannte Rear-Button auf der Rückseite unterhalb der Kamera. Allerdings kriegt man das 5,5 Zoll große Zenfone mit einer Hand kaum gut genug zu fassen, um sowohl den Knopf auf der Oberseite als auch den Rear-Button mit dem Zeigefinger zu erreichen, ohne dafür die Haltung zu verändern.

Auch bei Asus regelt der Rear-Button nicht nur die Lautstärke, sondern löst zusätzlich die Kamera aus; den 13-Megapixel-Sensor bezieht Asus von Toshiba. Zu den Besonderheiten der Kamera-Software gehören unter anderem ein Profimodus für manuelle Einstellungen, ein Super-Resolution-Modus, der vier Bilder zu einer hochauflösenden 52-Megapixel-Aufnahme kombiniert und ein Low-Light-Modus, der die Belichtung bei schwachem Umgebungslicht optimiert, was allerdings zulasten von Auflösung und Schärfe geht. Damit lassen sich also kaum romantische Effekte erzielen, sodass man, wenn das Motiv nicht allzu fern ist, besser die Dual-LED zündet, die dank unterschiedlicher Farbtemperatur ein hautfreundliches Licht gibt. Die 5-Megapixel-Frontkamera hat, wie auch die Hauptkamera, eine Blende von f/2.0 und einen Weitwinkelmodus für Selfies.

Screenshots Zenfone

© Asus

Links: Der Auto-Start-Manager spart, richtig eingesetzt, Ressourcen und lässt sich bei Problemen zurücksetzen. Mitte: Der App-Locker schützt oder verbirgt ausgewählte Apps. Wer einen falschen Code eingibt, wird geknipst. Rechts: Ein Doppeltipp auf die Menübar aktiviert die Einhandbedienung. Position und Größe sind konfigurierbar.

Schwache Helligkeit

Im Winter kann man die Bildschirmempfindlichkeit erhöhen, um ihn auch mit Handschuhen bedienen zu können. Ein Displayfilter reduziert die Emission von blauem Licht, um die Augen weniger schnell zu ermüden. Der hochauflösende IPS-Bildschirm gehört außerdem zu der neueren Displaygeneration, die durch eine Schichtreduzierung bessere Kontraste in den dunklen Bereichen erzielt. Das Kontrastverhältnis des Zenfone 2 könnte allerdings besser sein als das erreichte von 1: 1250, wenn seine Helligkeit mit etwa 250 cd/m² nicht so schwach ausfiele.

Schnell und ausdauernd

Der 64-Bit-Chip von Intel läuft in Kombination mit den 4 Gigabyte Arbeitsspeicher des Testgerätes zur Höchstform auf und rechtfertigt den Preisanstieg absolut. Einen Preisvorteil stellen die beiliegenden In-Ears mit Flachbandkabel und das Schnellladegerät dar, das bei der 4-Gigabyte-Variante des Zenfone 2 ebenfalls in der Schachtel liegt.

Der voll aufgeladene Akku zeigt sich mit mehr als 23 Stunden Gesprächszeit vor allem im E-Netz ausdauernd. Alles, was sonst noch mit dem Smartphone Spaß macht - Fotografieren, Surfen oder Videos streamen - verbraucht deutlich mehr Energie; aber auch hier ist das Zenfone mit sechseinhalb Stunden Laufzeit gut dabei. Verwunderlich ist, dass der Akku nicht wechselbar ist, obwohl man den Akkudeckel entfernen kann - sogar muss, um eine Micro-SDoder bis zu zwei SIM-Karten einzulegen, wobei sich eine nur zum Telefonieren nutzen lässt. Bei dieser Gelegenheit zeigt sich auch, dass der Lautsprecher deutlich kleiner ausfällt, als die breite Lautsprecherleiste auf der Rückseite suggeriert. Klanglich hält er der Kritik aber stand. Der Asus Audio Wizard stimmt den Ton zudem auf Sprache, Musik, Filme oder Spiele ab.

Asus Zenfone 2

© Asus

Mit Rot und Gold neben Schwarz, Grau und Weiß, sowie individuellen Themes und Icon-Designs bringt Asus Abwechslung ins Spiel.

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