Smartphone

Asus Zenfone Zoom S im Test

Das Zenfone Zoom S von Asus will dank Doppel-Kamera für tolle Bilder und dank Mega-Akku für lange Laufzeiten sorgen. Ob das gelingt, zeigt der Test.

Asus Zenfone Zoom S

© Asus

Asus Zenfone Zoom S

EUR 466,47

Pro

  • hochwertige Verarbeitung
  • kontrastreiches OLED-Display
  • großer Nutzerspeicher mit 49 GB
  • gute Ausstattung mit Dual-SIM-Funktion
  • hervorragende Ausdauerwerte
  • Wechselspeicherslot
  • USB-C-Schnittstelle
  • optischer 2,3x Zoom
  • gute Bildqualität der Zoom-Kamera

Contra

  • schwache Bildqualität der Hauptkamera
  • durchschnittliche Sende- und Empfangsqualität
  • recht hoher Preis
  • alte Android-Version

Fazit

connect Urteil: gut (406 von 500 Punkten
81,2%

Der taiwanesische Hersteller Asus bringt aktuell eine ganze Reihe an Smartphone-Neuheiten, darunter auch Hochpreisiges wie das Zenfone 3 Deluxe​. Das jüngste Exemplar hört auf den Namen Zenfone Zoom S, wird im Ausland als Zenfone 3 Zoom verkauft, soll stramme 499 Euro kosten und reiht sich ein in die trendigen Modelle mit Doppel-Kamera. Was bekommt der Nutzer für den recht hohen Preis?

Eleganter Look, gutes Display

Optisch geht das Zenfone Zoom S eher unauffällig elegant auf die Jagd nach Kaufinteressenten. Das Testgerät steckt in einem schwarzen Anzug mit minimalem Blauanteil. Alternativ stehen die Farben Weiß oder Rose-Gold zur Auswahl. Das Gehäuse mit seinen abgerundeten Ecken sticht nicht wirklich aus der Masse an Smartphones jedweder Preisklasse hervor, die Verarbeitung des Asus ist aber fehlerfrei und gefällt mit einer Rückseite aus Metall, wobei Stirn- und Unterseite des Zenfone Zoom S einfache Kunststoffkappen tragen. Nicht wirklich gelungen ist die aufgesetzt wirkende Displayabdeckung aus kratzerresistentem Gorilla-Glas 5, die einen spürbaren Rand bildet, was sich im Alltag nicht so gut anfühlt.​

Darunter residiert eine 5,5 Zoll große OLED-Anzeige mit einer Auflösung von 1080 x 1920 Pixeln. Das Display gefällt mit gu​ten Kontrasteigenschaften, einer scharfen Darstellung und neutraler Farbwiedergabe. Letzteres allerdings nur, wenn im Einstellungsmenü unter „Bildschirmfarbmodus“ die Option „Standard“ gewählt wurde. Die runde Vorstellung wird von einer hohen Strahlkraft der selbstleuchtenden OLED-Anzeige von 433 cd/m2 sowie einer tollen Darstellung der Inhalte komplettiert. In Sachen Bildschirm gibt’s also grünes Licht.​

Testsiegel connect gut

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel connect gut

Flott und gut ausgestattet

Als technische Plattform kommt eine Snapdragon-625-Version von Qualcomm zum Einsatz. Sie bietet eine Octa-Core-CPU mit einer Taktung von maximal 2 GHz und kann im Zenfone Zoom S auf 4 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen. Diese Kombination sorgt nicht nur bei den Benchmark-Tests für eine gute Performance, sondern auch im Alltag für eine verzögerungsfreie Bedienung.​ Beim Nutzerspeicher zeigt sich Asus zudem in Spendierlaune, beim Testgerät standen satte 49 GB zur freien Verfügung.

​Über den Kombislot lässt sich der Speicher über eine Micro-SD-Karte problemlos erweitern. Alternativ findet dort auch eine zweite Nano-SIM-Karte ihren Platz und ermöglicht so die Nutzung von zwei Mobilfunkverträgen. Bei der restlichen Connectivity-Ausstattung sind mit LTE Cat.4, HSPA+ und Bluetooth 4.2 die wichtigsten Standards an Bord. Auf der Vermisstenliste befinden sich lediglich NFC und schnelles ac- WLAN. Dafür gibt es einen modernen USB-C-Anschluss zum Laden und Datentransfer auf den Rechner.​

Asus Zenfone Zoom S

© Screenshot WEKA / connect

Die Startscreen-Ebenen lassen sich wie auch das App-Menü in vielen Belangen anpassen. Der „Mobile Manager“ bringt das Phablet bei Bedarf in Sachen Speicher und Akku wieder auf Touren.

Ausdauer top, Empfang schwach

Im Messlabor lieferte das Zenfone Zoom S eine echte Meisterleistung ab, denn der fest verbaute 5000-mAh-Akku hält in der Praxis auch tatsächlich, was seine Kapazität in der Theorie verspricht. Am Ende steht eine Laufzeit im Display-Betrieb von hervorragenden 12:16 Stunden auf den Messgeräten. Ein absoluter Traumwert, der in der connect-Bestenliste aktuell nur von zwei anderen Smartphones getoppt wird und das Zenfone Zoom S als echten Dauerläufer empfiehlt.

Doch wo Licht ist, ist leider oft auch Schatten – und so folgt auf das Top-Ergebnis der Aussetzer bei den Empfangsmessungen. Bei der Sende- und Empfangsqualität kann das Asus jeweils bei GSM, UMTS und LTE lediglich ein „befriedigend“ erreichen. Auch die Akustikwerte sind nur ordentlich. Schade, so bleiben zahlreiche Punkte auf der Strecke liegen.

Altes Android, nette Oberfläche

Einen dicken Patzer leistet sich das Zenfone Zoom S zudem beim Betriebssystem, denn Asus setzt hier auf das veraltete Android 6.0.1. Angesichts des hohen Preises ein absolutes No go. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Taiwanesen bald per Update nachbessern.

Immerhin gefällt die ansprechende Benutzeroberfläche Zen UI 3.0: Sie bietet ein hohes Maß an Individualisierungsmöglichkeiten und kommt mit einigen Goodies. Etwa einem Laserlineal, mit dem sich millimetergenau Distanzen messen lassen, einem UKW-Radio, einer Foto- und Videobearbeitung sowie einer Backup-Lösung und der Fitness-App Asus Zen-Fit. Ergänzt wird das Ganze vom Mobile Manager, der Akku und Speicher bei Laune hält und bei Bedarf das System beschleunigt.

Asus Zenfone Zoom S

© Screenshot WEKA / connect

Da der Automodus im Test einige Schwächen des Asus offenbarte, sollten versierte Nutzer eher den manuellen Modus mit seinen zahlreichen Möglichkeiten nutzen.

Die Kamera

Die Doppel-Kamera des Zenfone Zoom S geht mit zwei 12-Megapixel-Sensoren, einem Laser-Autofokus-System mit Phasenerkennung und Objektverfolgung, einem Dual-LED-Zweifarbblitz sowie einem optischen 2,3x Zoom an den Start. Letzteres ist dann auch der größte Unterschied zu den meisten Mitbewerbermodellen, die mit der zweiten Kamera nicht auf Zoom, sondern auf Weitwinkel setzen.

Die Bedienung der Kamera gelingt intuitiv und problemlos. Über eine kleine Schaltfläche kann der Nutzer schnell zwischen Weitwinkel und optischem Zoom umschalten. Auch der manuelle Modus ist über eine eigene Fläche direkt zu erreichen, während sich die restlichen Modi über einen eigenen Bereich aufrufen lassen.

Im Test enttäuschten die Hauptkamera und der Automodus allerdings in Sachen Bildqualität. Die Bilder gerieten im Randbereich recht verwaschen und gerade Linien wurden mit einem deutlichen Saum wiedergegeben. Eventuell lässt sich dieses Manko mit einem Software-Update beheben. Wer sich auskennt, der holt im manuellen Modus einiges mehr an Bildqualität aus der Hauptkamera.

Die Zoom-Kamera lieferte im Test in allen Belangen die bessere Bildqualität, lässt sich aber logischerweise nicht für jede Motivsituation nutzen. Entfernte Motive lassen sich ohne Verlust deutlich näher heranholen – das bringt im Alltag einen klaren Mehrwert. Auch bei schwachem Licht konnte sich das Zenfone Zoom S recht ordentlich schlagen, sofern der Modus „Nachtaufnahme“ aktiviert war.

Videoaufzeichnungen mit 4K-Auflösung und eine gute 13-Megapixel-Kamera für Selfies runden die Fotoabteilung des Asus Zenfone Zoom S ab.

Fazit: Da wäre mehr drin gewesen

Am Ende erreicht das Zenfone Zoom S die Verbalnote „gut“ mit 406 Punkten. Das ist wirklich schade, denn hätten die Entwickler bei der Kamera und bei Empfang und Akustik ebenso viel Engagement gezeigt wie bei der Ausdauer, wäre hier zweifellos ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen.

Asus Zenfone 3 Zoom, Produktvideo

Quelle: Asus
Asus Zenfone 3 Zoom, Produktvideo

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