Tablet

ASUS Zenpad 10 (Z301ML) im Test

Mit der richtigen Tastatur kann man mit einem kleinen Tablet einiges erledigen, wofür man sonst den Laptop starten würde. Was hat das Asus Zenpad 10 im Test sonst noch zu bieten?

Asus Zenpad 10

© Asus

ASUS Zenpad 10 (Z301ML)​

EUR 299,99

Pro

  • Tastatur im Lieferumfang (Bundle)
  • Multitasking in teilbarem Bildschirm
  • LTE
  • gute Audioeigenschaften
  • Android 7
  • Speicher erweiterbar

Contra

  • unterschiedliche Ladeanschlüsse für Tablet und Tastatur
  • Apps können nicht gelöscht werden
  • wenig Speicher
  • schwache Ausdauer
  • schlechte Kamera
  • kein Full-HD

Fazit

connect-Testurteil: befriedigend (340 von 500 Punkten)
70,2%

Für das iPad bieten Apple und auch andere Hersteller maßgeschneiderte Tastatur-Cover an. Für Androiden gibt es Universallösungen in unterschiedlichen Größen, passgenaue Angebote findet man seltener. 

Das Zenpad 10 gibt es wahlweise solo oder im Bundle mit der Tastatur „Mobile Dock“, die aus dem Tablet ein kleines Notebook macht. Der Aufschlag von 50 Euro ist ein einmaliges Angebot; einzeln nachkaufen kann man das Dock nicht. Das Tablet selbst kostet mit Full-HD-Display und 3 Gigabyte Arbeitsspeicher 329 Euro, mit 2 GB und einfacher HD-Auflösung 249 Euro. Wir haben die kleinere Variante mit HD-Display und Tastatur getestet.

Guter Mittelklasse-Standard 

Tablet und Tastatur bestehen aus stabilem Kunststoff, die Rückseite des Tablets ist fein texturiert und dadurch griffig. Nicht nur seitens der Auflösung ist die Ausstattung des Mittelklasse-Modells der des Mediapad T3 10 von Huawei sehr ähnlich. Beide arbeiten mit 2 Gigabyte RAM und liegen in Benchmarktests nah beieinander, obwohl der Mediatek MT8735W im Zenpad 10 schwächer getaktet ist als der Snapdragon 425 im Mediapad T3 10. 

In den connect-Ausdauertest geht das Zenpad mit der gleichen Kapazität von 4800 mAh, muss aber etwa 20 Minuten früher wieder an die Steckdose. Beide Zenpad-Modelle kommen dank LTE auch unterwegs ins Internet und rufen E-Mails ab; anders als bei Huawei kann man mit ihnen aber nicht telefonieren.

Testsiegel connect befriedigend

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Kamera und Sound

Der Fototest lief enttäuschend: Die Bilder der 5-Megapixel-Hauptkamera sind trotz automatischer Fokussierung unscharf, Selfies der 2-Megapixel-Frontkamera geraten selbst in hellen Büroräumen verrauscht. Einen guten Eindruck hinterlassen dagegen die Stereolautsprecher und die verfügbaren zuschaltbaren Klangprofile des Asus Audio-Wizards. Mit ein paar zusätzlichen Einstellungen lässt sich das Klangbild verfeinern. 

Über Bluetooth oder den Headset-Anschluss kann man ein 7.1-Sourround-Sound-System ansprechen. Auf der Android-7-Basis hat Asus die Version 3.0 seiner hauseigenen Oberfläche Zen UI installiert. Zu deren erweiterten Funktionen gehören unter anderem ein App-Locker und die Bildschirmteilung, um zwei Apps nebeneinander zu stellen und im Parallelbetrieb mit ihnen zu arbeiten. 

Einen Punktabzug muss sich Asus dafür gefallen lassen, dass sich sämtliche vorinstallierte Apps nicht entfernen lassen. Instagram, Facebook und der Facebook Messenger zum Beispiel können nur deaktiviert werden; dadurch verschwinden sie zwar aus der App-Übersicht, belegen aber weiterhin wertvollen Speicher. Vor diesem Hintergrund ist es nur zu begrüßen, dass Asus trotz der Tastaturoption auf eine Textverarbeitung oder Office-Suite verzichtet.

ASUS Zenpad 10 (Z301ML)

© Asus

Viele Hersteller setzen bei Tablets auf Aluminium. Bei Asus sind selbst die glänzenden Kanten aus Kunststoff, das hochwertige Material wirkt laut Hersteller stoßabsorbierend.

Tastatur 

Will man das Tablet auch für E-Mails, Online-Formulare oder Web-Recherchen nutzen, ist das Bundle mit dem Tastatur-Cover trotz Schwächen eine gute Option, zumal für den geringen Aufpreis. Negativ fällt der kleine Öffnungswinkel von maximal 115 Grad auf. Auf dem Tisch steht das Tablet damit fast senkrecht, ungünstig für große Menschen.

 Unterwegs, ohne eine feste Abstellfläche, begünstigt der in der Regel abschüssige Winkel der Oberschenkel die Nutzung. Das Scharnier hält das Display fest, stellt aber keine direkte Verbindung zum Tablet her, das stattdessen über Bluetooth Kontakt aufnimmt. Folgerichtig muss die Tastatur auch separat geladen werden. 

Das Kabel für den Micro-USB-Anschluss liefert Asus mit – und zusätzlich ein USB-C-Kabel für das Tablet selbst, denn das besitzt den moderneren Anschluss. Auf Reisen müssen also beide Kabel ins Gepäck. Für Flugreisende noch die Info zum Gesamtgewicht: Tablet und Tastaturdock bringen zusammen exakt 900 Gramm auf die Waage.

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