Testbericht

Audio Analogoue Primo Cento VT

Der Primo Cento ist nur halb so breit wie Andere seiner Klasse. Mit 7,5 Kilogramm  ist er aber genauso schwer und im Inneren des kleinen Vollverstärkers fehlt es an nichts.

  1. Audio Analogoue Primo Cento VT
  2. Datenblatt
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© Archiv

Wir sind beeindruckt. Zuerst von den Feinheiten der Fertigung: perfektes Alufinish, blitzsaubere Übergänge, ein stattliches Netzteil - und was leuchtet dort hinten durch die Kühlritzen? Eine Röhre, demonstrativ waagrecht zwischen die Kühlrippen geheftet - eine Doppeltriode ECC 88 aus russischer Fertigung, die als Vorstufenamp agiert.

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© Foto: H. Härle

Endstufen ICs an einer Doppeltriode

Wir lauschen also einem Hybrid-Verstärker, der zudem mit einem kombinierten MM-/MC-Phono-Board auf Kunden-fang geht. 1150 Euro kommen angesichts mitteleuropäischer Fertigung (in der Toskana, zwischen Lucca und Florenz) einem Kampfpreis gleich. Wo sparen die Italiener? Beispielsweise an der Bedienungsanleitung, die es nur in der Muttersprache ("Manuale d'istruzioni") oder in Englisch gibt. Auch einen Kopfhörerausgang sucht man vergebens. Wer aber beides nicht braucht, könnte das Schnäppchen seines Lebens machen - wenn er auf einen weichen, mitten-betonten Schönklang steht.

Der Primo Cento VT liebte im Test die ausgestellten Stimmen, baute sein Klangbild aus dem Oberbass auf. Als Björk aber in "Hyperballad" (vom Album "Post") echten Tiefbass einforderte, verheimlichte der Primo das Fundament der Aufnahme. Ein Manko für Hörer, die gerne mal im Basskeller ein Klangbad nehmen.

Umgekehrt werden Freunde der harmonischen Gefälligkeiten geradezu entzückt sein. Ideale Spielgefährten sind dynamikfreundliche Zwei-Wege-Monitore. In dieser Kombination klang die Stimme des neuen deutschen Tenor-Wunders Jonas Kaufmann ("Romantic Arias", Decca) herrlich nach Lunge und Feindynamik; "E lucevan le stelle" - und es blitzten die Sternstunden des Audio Analogue.

Audio Analogue Primo Cento VT

HerstellerAudio Analogue
Preis980.00 €
Wertung85.0 Punkte
Testverfahren1.0

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