Testbericht

AV-Receiver Denon AVR 4810

Wirkte der Denon AVR 4810 (3000 Euro) beim überkommenen Dolby Digital vergleichsweise matter, drehte das neue Highlight bei den HD-Formaten umso mehr zur Höchstform auf.

  1. AV-Receiver Denon AVR 4810
  2. Datenblatt
AV-Receiver Denon AVR 4810

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AV-Receiver Denon AVR 4810
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1) Im Vergleich zum AVR 4310 von 1/10 bekam der 4810 weitere Edel-D/A-Wandler, damit er (via Pre-Out) Front Height und -Wide gleichzeitig ausgeben kann. 2) Die achte und neunte Endstufe schwitzt auf einem Huckepack-Kühlkörper. Darunter baute Denon zwei Lüfter ein, die aber nur selten vernehmbar in Einsatz treten.

Auch Denon wird zu seinem neuen großen AV-Receiver mit dem DBP 4010 UD für 2000 Euro (Test ebenfalls in Kürze) einen passenden Spieler empfehlen. Vor allem deswegen, weil er dem AVR 4810 via Denon-Link reines Hochformat-Audio übergeben und im Gegenzug Synchronimpulse annehmen kann.

Allerdings hat Denon beim 4810 auch so schon alles gegen potentielles digitales Ungemach unternommen. Ein dem fürs Decoding zuständigen DSP (einem von drei) beigesellter Extracomputer kümmert sich nicht nur um Zeitfehler-Bereinigung. Er bildet nach dem alten Denon-Verfahren namens AL 24 - jetzt für zwölf Kanäle und kombiniert mit einem Upsampling auf 192 Kilohertz - auch Interpolations-Zwischenwerte. Mit der Konsequenz, dass die sechs Haupt-D/A-Wandler (Burr-Brown PCM 1791) auch bei kleinsten Pegeln noch rundliche statt bereits eckige Schwingungen entlassen können.

Zwölf Kanäle? Sieben plus  einen für den Subwoofer kennen wir schon, jetzt kommen für Front Oben und für Front Wide jeweils zwei weitere hinzu. Der AVR 4810 offeriert zu allen Zugang auf einen Streich. Auch zu Height und Wide, allerdings zu einem davon nur via Pre-Out, sodass in diesem Fall ein externer Stereo-Amp mithelfen muss.

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Der Denon bietet nicht weniger als 15 Boxen Anschluss. Bleiben fünf davon immer unter Strom, dürfen die übrigen vier Endstufen völlig beliebig da- oder dorthin geschaltet werden.

Puristischere Hörer werden dagegen nur mit Vorne Oben und statt mit Audyssey DSX mit dem sensibler wirkenden Dolby Pro Logic IIz spekulieren. Unter Umständen schließen sie die Haupt-Frontboxen noch via Bi-Amping an, um die Existenz der neun Endstufen doch zufrieden abzunicken.

Auch in puncto Videoverarbeitung bietet der AVR 4810 volles Programm. Mit Skalierung und De-Interlacing Analog-Video in 1080-linige HDMI-Vollbilder umzusetzen, schafft jeder Receiver dieser Klasse. Indem er ehemalige Bildsequenz-Umwandlungen erkennt, gelingt dem im Denon eingesetzten Videoprozessor ABT 2010 auch bei HDMI-Eingangssignalen eine äußerst kunstvolle Neuaufbereitung. Bei Bedarf fügt er auch noch ein fein auszutarierendes Quäntchen an Schärfe, Helligkeit und dergleichen hinzu.

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Über seine Front-USB-A-Buchse nimmt der AVR 4810 digitale Musikdaten von modernen iPods an. Die gleiche Schnittstelle findet sich auch auf der Rückseite.

Bot der AVR 4810 im Hörraum schon beachtlich feine Radiotöne, präsentierte er sich bei der CD-Wiedergabe als wahres Energiebündel. Je ausladender die Bässe, umso herzhafter packte er zu, Trommelschläge knallten, wie sie wollten, in den Höhen knipste er prächtige und dennoch völlig schärfefreie Lichter an. Würdig wusste der Denon hochkarätige Netzwerk-Vorlagen (24 Bit / 96 Kilohertz) umzusetzen, die Feinauflösung erfuhr gegenüber CD eine deutliche Steigerung.

Bei Surround verblüffte der Denon schon bei Normal-DVDs. 1000 Mal gehört, müssen die Tester zu dem DTS-Sampler sagen, dennoch fühlten sie sich beim Wind- und Turbinengewirbel von "X 6" in neuartiger dreidimensonaler Weise berührt - wahrhaft mittendrin.

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Wirkte der AVR 4810 beim überkommenen Dolby Digital vergleichsweise matter, drehte das neue Highlight bei den HD-Formaten umso mehr zur Höchstform auf. Raum, Festigkeit, Biss, Glanz, Attacke, da stimmte alles - AV-Herz, was willst du mehr.

Denon AVR 4810

HerstellerDenon
Preis3000.00 €
Wertung55.0 Punkte
Testverfahren1.0

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