Testbericht

AV-Receiver Sony STR DA 5200 ES

Für den 1300 Euro teuren Surrounder von Sony bedeutet es eine Selbstverständlichkeit, dass er die digitalen Tonspuren, die Zukunfts-HD-Player achtkanalig im PCM-Format ausgeben werden, via HDMI digital-direkt annimmt und dass sein analoger 7.1-Eingang anderweitig genutzt werden kann (PCM = Pulse-Code-Modulation wie bei CD-Spielern, aber mit einer Dynamik bis 24 und Taktraten bis 96 Kilohertz). Dank dem Neuformat HDMI 1.2a vermag er auch - so es 1.2a-Player je gibt - die Bits von SACDs zu lesen, was die Receiver von Marantz und Yamaha ebenfalls können.

  1. AV-Receiver Sony STR DA 5200 ES
  2. Datenblatt
Sony STR DA 5200 ES

© Archiv

Sony STR DA 5200 ES
Wo Sonys Hammer hängt, erkennt die Konkurrenz erst bei der Videoplatine. Denn dort sitzt in der Mitte ein so junges wie riesiges IC namens Genesis-Faroudja FLI 8688, das die ins Digitale umgewandelten Analog-Formate nicht nur de-interlacen, sondern auch skalieren kann. Und das nicht nur bis 720p beziehungsweise 1080i wie üblich, sondern bis 1080p, also bis zu HDTV-Bildern mit voller Zeilenzahl. Wobei sich die nicht unkomplizierte Frage stellt, wem das nutzen soll.
Video-Platine des STR DA 5200 ES

© Julian Bauer

Das steckt hinter den HDMI-Buchsen des Sony: HDMI-Empfänger und -Sender von Silicon-Image. Progressive- und Scaler-IC von Genesis-Faroudja. Video-Encoder (reproduziert die analogen Formate). Elektronik für Bildschirm-Menüs

Edelbeamer oder LCDs, die echte 1080 Zeilen anzeigen können, besitzen sicherlich auch gute Scaler. Wie dem auch sei, mit 1080p liefert der Sony auf jeden Fall eine Probier-Option, welche die HDMI-Leitung bis an die Halskrause auslastet.

An der Videokunst des STR DA 5200 gab es die nicht ruckelfreie, aber den Filmgenuss noch nicht wirklich störende Arbeit des De-Interlacers zu bekritteln. Die Tester staunten über den perfekt empfangenden, angenehm füllig tönenden Tuner. Danach gaben sie sich ausgiebigen Klangbädern hin und ließen sich von abartig kräftigen, rabenschwarzen Bässen genüsslich das Bauchfell massieren.

Ähnlich wie der Marantz ließ sich auch der Sony vom dunkelsten und explosivsten Rumoren nicht beeindrucken. Er blieb in jeder Lage locker, elastisch und behielt den völligen Überblick. Bei Filmen gigantisch, passte diese Abstimmung allerdings nicht 100-prozentig zu CD-Stereo-Musik. Zur Vollendung hätte es etwas mehr hellen Feinsinn gebraucht.

Stärken:

+ Angenehm voller Klang bei absolut unbändiger Kraft.

+ Front-USB-Buchse für Porti-Player.

+ Möglichkeit zum Frontboxen-Bi-Amping.

Schwächen:

- Dürfte in Stereo etwas feiner klingen.

Sony STR DA 5200 ES

HerstellerSony
Preis1300.00 €
Wertung46.0 Punkte
Testverfahren1.0

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