Menü
Testbericht

AVM Fritzfon M2 im Test

AVM Fritzfon M2
AVM Fritzfon M2
Das AVM ­Fritzfon M2 beweist im Test eine eine fantastische Klangqualität dank HD-Telefonie. Hinzu kommt eine üppige Multimedia-Ausstattung.

Wer sich das Fritzfon M2 von AVM zulegt, der bekommt es ohne Basisstation geliefert. Den Job übernimmt eine beliebige AVM Fritzbox mit DECT-Funktion. Im Test war es das Topmodell 7390. Fürs reine Telefonieren ist diese Basis­stationen eindeutig überdimensioniert, und so wundert es nicht, dass das Fritzfon M2 mehr zu bieten hat als tolle Klangqualität.

Klangqualität: HD-Telefonie dank CAT-iq

Das Fritzfon M2 bietet die Möglichkeit in HD-Qualität zu plaudern. Dazu läuft es im Standard CAT-iq. Schaut man sich die Messwerte an, kann man dem M2 sehr gute Klangqualität bei der HD-Telefonie attestieren. Allerdings hört man den Supersound nur, wenn das Telefonnetz es hergibt.

Die Telekom unterstützt den notwendigen Codec G.722 in ihren rein IP-basierten Anschlüssen, doch damit steht man bislang relativ allein auf weiter Flur. Eine Ausnahme macht der VoIP-Provider Sipgate, der sich im Speedport und in der Fritzbox einrichten lässt. Dennoch bleibt ein Pferdefuß: HD-Telefonie funktioniert bislang nur netz­intern. Schade!

Dennoch: Klanglich gibt sich das Fritzfon M2 keine Blöße, sowohl am Ohr als auch im Freisprechmodus ist der Klang gut. Beim Freisprechen fiel lediglich ein leichtes Knistern auf, selbst bei geringer Lautstärke.

Ausstattung: Multimediaspezialist

Doch CAT-iq ist nicht nur fürs ­Telefonieren gut, AVM überträgt darüber auch Internetradio. Und auch sonst ist das M2 auf Multimedia gepolt: Dank Fritzbox lassen sich mit ihm E-Mails empfangen und schreiben oder RSS-Feeds abrufen. Wer weder Smartphone noch Tablet besitzt, der kann auf diesem Weg schnelle Informationshäppchen zu sich nehmen. Allerdings werden bei den RSS-Feeds nur die Überschrift und der Vorspann der jeweiligen Meldung angezeigt.

Das Fritzfon M2 ist zudem ein fleißigerer Adresssammler, zumindest, wenn die Fritzbox mit Firmware ab Version 5.20 läuft – dann lässt sich die Box mit Online-Adressbüchern von Google, GMX, 1&1 oder Web.de synchronisieren. Das funktioniert in beide Richtungen, sprich auf dem Mobilteil angelegte Kontakte erscheinen auch im Netz.

Festnetztest: Acht Provider im Härtetest

Leider ist es nicht möglich, ­Kategorien wie „Privat“ oder ­„Geschäftlich“ auszuwählen, damit Geschäftsnummern daheim außen vor bleiben und das Adressbuch nicht überbordet. Wobei es mit 300 Einträgen auch äußerst kontaktfreudige Menschen zufriedenstellen dürfte.

Zwar sind sogar noch mehr Einträge möglich, doch AVM nennt dies als Richtwert, damit die Geschwindigkeit nicht in den Keller geht. Insgesamt lassen sich fünf Adressbücher einrichten, die über das M2 auswählbar sind. Das i-Tüpfelchen wäre jetzt noch die Einbindung eines Online-Kalenders, der sich dann komfortabel als Familienkalender nutzen lassen könnte.

AVM Fritzfon M2
AVM Fritzfon M2 ©

Fünf Anrufbeantworter an Bord

Doch über die Fritzbox kann man nicht nur fünf Adressbücher anlegen, sondern auch fünf Anrufbeantworter, denen jeweils verschiedene Rufnummern zugeordnet werden können, vorausgesetzt, der Telefonanschluss besitzt mehrere Nummern. Und nach dem Piepton darf auch mal länger gesprochen werden – die Kapazität für Mitteilungen liegt bei der Fritzbox 7390 bei rund 100 Mi­nuten. Schwächer ausgestattete Fritzboxen lassen sich mit einem USB-Speicher erweitern.

Weiterer Komfort: Nachrichten lassen sich automatisch als Sounddatei per Mail verschicken.

Wecker und Babyphone

Im Fritzfon M2 lassen sich jeweils drei Weckzeiten anlegen, die bestimmten Wochentagen zugeordnet werden können. Das M2 kann darüber hinaus auch als Babyphone dienen – bei Geräuschen wählt es eine einstellbare Rufnummer. Ideal, um den Grill­abend stressfrei bei den Nachbarn verbringen zu können. Über die Fritzbox lässt sich zudem auch einstellen, in welchen Zeiten das Telefon nicht klingeln soll.

Kaufberatung: Zehn AVM Fritzboxen im Vergleich

Bedienung: Vieles läuft über die Fritzbox

Um Ruf­umlei­tungen einzurichten, muss man auf die Oberfläche der Fritzbox zugreifen, was nur über einen Computer möglich ist. Auch den Full-Eco-Modus kann man nur über die Fritzbox aktivieren. Hinzu kommt, dass man das M2 jedes Mal neu an der Fritzbox anmelden muss, wenn der strahlungsarme Modus aktiviert oder deaktiviert wird. Die Entscheidung dafür oder dagegen sollte also von Dauer sein.

Apropos Dauer: In Sachen Durchhaltevermögen kommt das AVM-Telefon auf 241 Stunden im Standby. Beim Telefonieren ermöglicht das M2 einen Telefonmarathon von 15 Stunden.

Verarbeitung: Kein Edel-DECT

Die Tasten geben eine sehr gute Rückmeldung, auch wenn die Gummitasten des M2 haptisch nicht viel hermachen. Zudem ist die Tastenbeleuchtung nicht ganz gleichmäßig.

Fazit: Viel Multimedia

AVM setzt auf Multimedia, wenn man von dem monochromen Display einmal absieht. Hätte das M2 einen Farb­screen, könnte es Kontaktbilder anzeigen, was dank Fritzbox möglich ist. Dafür ermöglicht das Telefon Internetradio, Internet-Adressbuch-Synchronisation und viele weitere praktische Dinge.

Im Detail gibt es noch Verbesserungsbedarf, sei es beim Knistern des Lautsprechers, sei es die zu hoch eingestellte minimale Lautstärke. Dank Update-Fähigkeit darf man darauf hoffen, dass diese Mankos bald behoben sein werden. Schade, dass die Vorzüge der HD-Telefonie leider noch immer nicht flächendeckend nutzbar sind.

comments powered by Disqus
Inhalt
  1. AVM Fritzfon M2 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
x