Testbericht

AVM MT-F

"Wann gibt's das AVM MT-F zu kaufen? Wann wird es von connect getestet?" Kein anderes DECT-Telefon hat im Vorfeld so viele Nachfragen an connect generiert wie der jüngste Spross des Berliner TK- und IT-Spezialisten AVM.

  1. AVM MT-F
  2. Datenblatt
  3. Wertung
AVM MT-F

© Archiv

AVM MT-F

Pro

  • guter Klang
  • Telefonbuch mit Fotos
  • Strahlungsminimierer Voll-Eco-Mode
  • exzellenter Klang
  • RSS- und Mailfunktion
  • Internetradio
  • updatefähig

Contra

  • Headacoustics-Messsystem inkompatibel
  • kein Gürtelchip

Fazit

Connect-Urteil: 406 von 500 Punkten, gut
81,2%

Kein Wunder, schließlich haben dessen DSL-TK-Anlagen mit eingebauter DECT-Basis erfolgreich den Markt erobert und verrichten bereits in vielen Wohnzimmern ihren Dienst. Ein passendes Mobilteil kommt da gerade recht.

Mit dem MT-D hat AVM zwar schon seit geraumer Zeit ein solches Gerät auf dem Markt, doch mit seinem kleinen Monochrom-Display und fehlender Tastenbeleuchtung konnte es nicht bei allen Kunden punkten - dem günstigen Preis zum Trotz. Eher schien es eine Art Experimentierplattform für AVM zu sein, die zuvor im DECT-Bereich wenig Erfahrung hatten.

AVM MT-F: Schicke Schale

Auf den ersten Blick hat sich beim neuen Oberklasse-Mobilteil für 79 Euro gegenüber dem Vorgänger kaum etwas verändert. Die Abmessungen sind fast identisch mit dem AVM MT-D, auch der Kunststoffcharme ist geblieben.

Bei näherer Betrachtung sind die Unterschiede jedoch enorm. So wich die hochglänzende, aber schnell unter Fingerabdrücken leidende Klavierlackoptik zumindest auf der Rückseite einer aufgerauten und weniger empfindlichen Oberfläche. Allerdings hat AVM wie beim MT-D auf einen Gürtelclip verzichtet, der gerade beim Telefonieren mit dem Headset sehr praktisch ist.

AVM MT-F: Bestes Display seiner Klasse

Die Tasten mit sehr gutem Druckpunkt sind etwas kleiner geworden, aber immer noch größer als bei den meisten Konkurrenten. Nutznießer des Platzgewinns ist das derzeit wohl beste DECT-Display, das mit 262.144 Farben sowie einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln daherkommt und wie gemalt wirkt.

AVM MT-F

© Foto: Hersteller

Mit einem Druck auf die 0 wird der Displayinhalt gedreht.

Der Durchschnittskunde mag sich hier fragen, wozu ein Telefon ein solches Anzeigefeld braucht. Kenner wissen es längst: Mit MT-D und MT-F lassen sich RSS-Newsfeeds ebenso lesen wie die eigenen E-Mails - und beides macht mit dem großzügigen Display des MT-F richtig Spaß. Sogar eine Queransicht ist möglich, die in Ermangelung eines Lagesensors allerdings nicht automatisch funktioniert, sondern per Tastendruck eingestellt werden muss.

AVM MT-F: Fit für die Zukunft

Mit dem Topdisplay wird auch Picture-CLIP, die Anzeige eines vorher hinterlegten Fotos des Anrufers, gut zur Geltung kommen. Dieses Feature soll zur CeBIT in einer Labor-Firmware bereitstehen, offiziell kann es dann im Frühsommer per Update nachgerüstet werden.

Ansonsten orientiert sich das MT-F gegenwärtig noch am Funktionsumfang des AVM MT-D. So gibt es neben der erwähnten RSS- und Mailfunktion die Möglichkeit, einen Weckalarm zu programmieren oder das WLAN-Modul der Box zu steuern; auch ein Babyphone ist an Bord.

Festnetztest: 8 Provider im Härtetest

Außergewöhnlichstes Feature: Wie beim AVM MT-D kann der Kunde Internetradio hören. Das klappt beim MT-F nicht nur über die Freisprecheinrichtung, sondern auch über die eingebaute 3,5-mm-Klinkenbuchse mit eingestöpseltem Headset. Für die Zukunft geplant ist auch der Zugriff auf Musikdateien im Heimnetzwerk via UPnP, und zwar mit allem Komfort: Wenn die MP3-Dateien sauber getaggt, also mit Titelinformationen versehen sind, wird man sogar das Albumcover oder den Songtext auf dem Display sehen können.

Auch grafisch animierte Wetterinformationen oder die Darstellung von E-Mail-Anhängen sind hier denkbar. An der Oberkante des Geräts finden sich außerdem zwei Dioden, die derzeit noch keine Funktion haben. Bei ihnen handelt es sich um einen Helligkeitssensor sowie eine Infrarot-Diode, mit der das AVM MT-F künftig als Fernbedienung für FritzMedia dienen kann.

AVM MT-F: Grundsolides Telefon

Trotz aller Gadgets: Die Primärtugend des AVM MT-F ist immer noch das Telefonieren, und das beherrscht es nahezu perfekt: Der Klang ist in sämtlichen Telefonievarianten der FritzBox (analog, ISDN oder VoIP) tadellos, die Freisprecheinrichtung macht ihrem Namen alle Ehre und dank CAT-iq-HD-Telelefonie ist Telefonieren in Hi-Fi-Qualität möglich, sofern auch das Gegenüber über eine entsprechende Ausstattung verfügt.

AVM MT-F

© Foto: Hersteller

Qual der Wahl: Das System speichert die Nummern entweder in der Box oder bei einem Web-Adressdienst.

Lob gibt's vom Messlabor für die Akkulaufzeit von knapp einer Woche im Standby. Wird allerdings viel telefoniert, ruft das Mobilteil schon nach wenigen Tagen und früher als viele Konkurrenten wieder nach der Ladeschale. In Sachen Eco-Mode beschränkt sich das MT-F noch auf die manuell drosselbare Sendeleistung der Basisstation. Der Voll-Eco-Mode, der den sonst dauerhaft sendenden Dummy-Bearer im Standbybetrieb abschaltet, wird aber zum Frühjahrsupdate kommen.

Lob auch für die Abhörsicherheit: Auf Wunsch baut das AVM MT-F nur dann eine Verbindung zur Basis auf, wenn der Funkkontakt wirklich verschlüsselt ist.

Auch in Sachen Rufnummernkomfort braucht sich das AVM MT-F nicht zu verstecken: 300 Kontakte mit je drei Telefonnummern und VIP-Priorisierung lassen sich speichern. Die Nummern sind auf der FritzBox hinterlegt, sodass alle angedockten AVM-Mobilteile auf denselben Datenbestand zugreifen.

Auch mehrere Anrufbeantworter lassen sich über die Box nutzen - und die sind sogar deutlich komfortabler als die meisten Konkurrenten. So lassen sich Nachrichten nicht nur perfekt menügestützt übers AVM MT-F abhören, sondern auf Wunsch auch per Mail weiterleiten.

AVM MT-F: Ideal für FritzBox-Nutzer

Wer eine AVM FritzBox mit eingebauter DECT-Basis sein Eigen nennt, etwa die 7270, 7240, 7390 oder auch ein baugleiches Providermodell, ist mit dem AVM MT-F bestens beraten. Denn damit lassen sich alle Finessen der Box sinnvoll und komfortabel nutzen. Und dank der Updatefähigkeit von Mobilteil und Box wird der Funktionsumfang künftig sogar noch größer werden.

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