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Testbericht

Becker Revo.1 im Test

Bauer Revo.1
Labortest
92,4 %
Zuletzt aktualisiert: 21.10.2014
Becker Revo.1
Navigation
Pro
  • Sprachsteuerung
  • Fahrspurassistent
  • Tempolimits
  • 3-D-Ansicht mit Höhenmodell
  • ein Marco-Polo-Reiseführer
  • Text-to-Speech-Sprachausgabe
  • zeitabhängige Routenvorschläge
  • Bedienung sehr einfach
Contra
  • Bildschirm ohne Blackbox funktionslos
Fazit

Präzise Sprachausgaben, der neue Kreuzungszoom und die mit vielen Details ausgestaltete Kartenansicht machen Spaß und sorgen für sichere Fahrt.

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Einsteigen und gleich losfahren, ohne das Ziel einzugeben und auf GPS- und TMC-Empfang zu warten? Das Becker Revo zeigt im Test, wie das geht.

Haben Sie sich nicht auch schon mal geärgert, dass das Navisystem nach dem Start geschlagene 500 Meter braucht, um sich zu sortieren und seine Position festzustellen – und weitere zwei Kilometer, bis die aktuelle Verkehrslage geladen ist?

Vielleicht haben Sie das alles auch gar nicht gemerkt, weil Sie die ersten fünf Kilometer damit beschäftigt waren, das Ziel nebenher einzutippen.

Zwei-Komponenten-System

Wie auch immer: All das nimmt Ihnen das neue Becker Revo ab. Möglich macht dies die neue „ProActive“ genannte Startautomatik. Das Revo wacht auch nachts regelmäßig auf, checkt den GPS-Empfang und die Staumeldungen und ist so jederzeit gerüstet, wenn die Fahrt losgehen soll – auch ohne lange Warterei.

Ebenfalls praktisch ist die „SmartGuess“-Funktion, die den Tagesablauf des Besitzers lernt und so direkt beim Start gleich die richtige Route vorschlägt.

Damit man nicht immer das gesamte Navisystem im Auto hängen lassen muss, hat Becker das Revo in zwei Komponenten aufgeteilt: Das eigentliche Navigationssystem sitzt in der kleinen schwarzen Box hinter dem Bildschirm, der sich zum Diebstahlschutz mit einem Handgriff abnehmen und sicher in einer Tasche verstauen lässt.

Angst, dass über Nacht die Batterie entladen wird, muss niemand haben: Bei immer Strom führenden Zigarettenanzündern detektiert das Becker Revo automatisch, ob der Motor läuft oder nicht und schaltet sich entsprechend an oder ab.

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Leider ist der Bildschirm ohne die Blackbox des Becker Revo funktionslos – das schmerzt umso mehr, da das nur sieben Millimeter dicke Display mit seinem kapazitiven Touchscreen aus Echtglas und seinem Metallrücken ebenso schick wie hochwertig geraten ist und sich auch als Fußgängernavi bestens eignen würde.

Revo.1 - Assistent

Sollte man doch mal in Europa einer Grenze begegnen, hilft einem das Becker Revo.

vergrößern

Zwei Versionen

Im Handel wird es zwei Versionen des Becker Revo geben: Das Revo.1 für 349 Euro und das Revo.2 für 399 Euro mit Kartenerweiterungen für Trucks und Camping-Mobile.

Die übrigen Ausstattungsoptionen sind gleich: Europakarte mit 45 Ländern und lebenslangen Kartenupdates, Premium-TMC-Meldungen, dazu der neue Dienst Link2Live, der Onlinestaumeldungen abruft.

Bluetooth ist beim Becker Revo mit einer Freisprechfunktion ebenfalls integriert, ein Audioausgang mit Telefon-Stummschaltung zum Anschluss an die Auto-Hi-Fi-Anlage und ein Eingang für eine Videoquelle, etwa für eine Rückfahrkamera, fehlt auch nicht.

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Noch mehr Details gefällig? Sprachsteuerung, Fahrspurassistent, Tempolimits, 3-D-Ansicht mit Höhenmodell, ein Marco-Polo-Reiseführer, Text-to-Speech-Sprachausgabe und zeitabhängige Routenvorschläge machen das Revo zu einem der bestausgestatteten Navis überhaupt.

Auch Verpackung und Anfassqualität des Becker Revo konnten überzeugen: Alles wirkt hochwertig und stabil, 
das TMC-Empfangskabel ist im Stromkabel integriert, die Magnethalterung hält das Display sicher.

Nicht ohne Tadel

Auch unterwegs gab sich Beckers Revo zunächst keine Blöße: Die Bedienung erfolgt dank klar gestalteter Menüs und einer nochmals verbesserten Optik sehr einfach, nur den ausgelagerten „Zurück“-Button am unteren Gehäuserand muss man als Neuling verinnerlichen.

Angenehm auch die Hilfefunktion, die sich hinter dem Namen „Funktionsübersicht“ verbirgt und eine kurze Erläuterung zu allen Features bietet – da es derer wie eingangs erwähnt viele gibt, ist das sehr hilfreich.

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Die Premium-TMC-Infos konnten uns im Test erwartungsgemäß nicht überzeugen – dafür kann das Revo aber nichts. Die Livedienste Link2Live kosten nach 30 Testtagen 20 Euro pro Jahr, können leider nur mit einem Bluetooth-Smartphone mit dem sehr seltenen DUN-Profil genutzt werden und konnten im Test noch nicht ausprobiert werden.

Bewährt und zuverlässig gelang dem Becker die Zielführung: Präzise und verlässliche Sprachausgaben, der tolle neue Kreuzungszoom und die mit vielen kleinen Details ausgestaltete Kartenansicht machen Spaß und sorgen für sichere Fahrt.

Zwei Wermutstropfen haben wir trotzdem gefunden: Die eingeblendeten Richtungsschilder auf Überlandstrecken decken nach wie vor fast den halben Bildschirm ab – das geht besser. Und auch 
bei der Rechenleistung scheint das Revo bis an die Grenze ausgereizt: Immer wieder gibt es Ruckler in der Karte und in den Menüs. Und so zeigen sich am Ende doch kleine Risse in der schönen Fassade.

 
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Inhalt
  1. Becker Revo.1 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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