Testbericht

Becker Traffic Assist 7927

Beckers neues 3,5-Zoll-Navi hat vieles von dem, was einen erfolgreichen Lotsen ausmacht: hochwertige Optik im eigenständigen Stil, eine zuverlässige Software sowie eine ausgesprochen gute Basisausstattung.

  1. Becker Traffic Assist 7927
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Becker Traffic Assist 7927

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Becker Traffic Assist 7927

Es sieht toll aus - zumindest dies lässt sich über das Becker Traffic Assist 7927 schon auf den ersten Blick sagen. Geschickt haben die Designer silberfarbene und schwarze Elemente beim 349 Euro teuren Navi kombiniert. Zwei Leuchtstreifen zieren die linke und rechte Kante neben dem Display - Becker nennt das "Mood Light". Bei Dunkelheit leuchtet es automatisch rot oder blau auf, und das Display wird gedimmt.

Menü

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In der Bedienoberfläche finden sich durchweg große Buttons und sehr große Schriften - Lupe und spitze Fingernägel sind hier überflüssig.

Das Gerät fällt angenehm flach aus, und auch das Menü zeugt von Geschmack und Stil. Auch hier herrscht die Farbkombi aus Silber, Schwarz und Rot vor. Große Schriften, große Buttonflächen und meist selbsterklärende Icons machen die Bedienung leicht. Es macht einfach Spaß, mit dem Gerät umzugehen. So viel zum Thema Stil. An Ausstattung fährt Becker Praktisches und Unterhaltsames auf. So haben die Karlsbader einen TMC-Empfänger integriert. Stau umfährt das System automatisch; auf Wunsch hält es vorher Rücksprache mit dem Fahrer.

Verkehrsmeldungen kann man in einer Listenansicht abrufen. Zudem werden Gefahrenstellen-Icons in die Karte eingeblendet. Den Entertainment-Part übernehmen Videoplayer und Bildbetrachter. Auch ein MP3-Player ist dabei, der sogar über einen eigenen Button in der Kartenansicht schnell erreicht werden kann. Wie die gesamte Software-Oberfläche sind auch die Media-Programme geschmackvoll aufgebaut und leicht bedienbar. Noch schöner wäre es freilich, wenn das Becker auch eine Freisprechanlage und eine Sprachsteuerung mitbringen würde.

Detailverliebt und praktisch

Es sind Details, die das Leben beziehungsweise Fahren mit dem Becker-Navi angenehmer machen. Ein Beispiel dafür ist der Dimmer, der auch im Tunnel automatisch die Displayhelligkeit herunterfährt. Gleichzeitig ändert sich das Fahrzeugsymbol zu einer kleinen Tunneleinfahrt. Nett anzusehen. Abseits optischer Spielereien bietet gerade die Software auf Navigon-Basis nützliche Elemente. So wartet die Kartenansicht mit einem Spurassistenten auf. Pfeile stehen für mehrere Fahrbahnen. Welche man benutzen soll, sieht man am roten Pfeil. Sehr zuverlässig wird der User auf Tempolimits aufmerksam gemach, die als Verkehrsschildsymbol eingeblendet werden. Überschreitet man das Limit um einen vorher festgelegten Wert, warnt das System mit einer Ansage.

Kartenansicht

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Die Info-Elemente sind geschickt angeordnet, für die Kartenansicht bleibt noch viel Platz. Die Optionen ruft man über den Button rechts unten auf.

Die Kartenansicht gibt aber noch mehr her: Alle wichtigen Infos wie zum Beispiel die Zeit und die Entfernung zum Ziel, Ankunftszeit und Distanz zum nächsten Abbiegepunkt und die gefahrene Geschwindigkeit werden angezeigt. Die Abbiegeanweisungen werden zusätzlich als Pfeil eingeblendet. Die Kartendarstellung wirkt sehr detailliert und dank Kantenglättung auch geschmeidig. Die Positionierung des Fahrzeugsymbols ist exakt und hängt nicht nach, das kleine Fahrzeugsymbol bewegt sich relativ flüssig vorwärts. Weder bei der Kartenansicht noch im Menü verspürt man den Wunsch, ein größeres Display vor sich zu haben. Die Aufteilung ist sinnvoll gelöst. Die Strukturen sind nach einer kurzen Eingewöhnungsphase klar, die Bedienung gelingt weitgehend intuitiv. Lediglich bei der Sonderzielsuche braucht man einige Anläufe, bis man weiß, wie man die gewünschte Auflistung zu sehen bekommt. Besonders leicht macht einem das System dafür die Routenplanung mit mehreren Zwischenzielen, die man flink an- und umordnen und auch wieder löschen kann. Die Speicherung oft benutzter Ziele löst das Becker-Navi besonders geschickt: Gleich im ersten Screen des Navi-Menüs werden die zuletzt angefahrernen Ziele aufgelistet. Davon kann man beliebige markieren, an die obersten Stellen der Liste verschieben und dort fixieren.

Zielführung at its best

Routenplanung

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Routen mit mehreren Zwischenzielen sind flink angelegt und gespeichert. Die Ziele kann man leicht umsortieren oder wieder löschen.

Der Praxistest unterwegs zeigt, dass das Navi nicht nur mit praktischen Accessoires und Detailverliebtheit glänzt. Die Zieleingabe ist dank Buchstabenausblendung und Vorselektion der Orte schnell erledigt. Die Berechnungsdauer geht mit etwa 20 Sekunden für "einmal quer durch Deutschland" und unter 10 Sekunden für innerstädtische Ziele in Ordnung. Die Re-Routing-Zeit liegt im grünen Bereich. Als Vorgabe für unsere Route wählten wir "schnell", geschwindigkeitsbeschränkte Zonen sollten gemieden und vornehmlich Hauptstraßen benutzt werden. All das erfüllt das 7927 mit Bravour: Man kann sich sicher sein, auf der optimalen Strecke geführt zu werden. Auf das Display muss man nur selten blicken, da die Sprachansagen punktgenau getimt und in ihren Anweisungen ausführlich kommen. Wo aus anderen Navi-Lautsprechern manchmal nur ein dünnes Flüstern dringt, intoniert das Becker die Ansagerin kraftvoll, laut und sehr gut verständlich.

Fazit

Das Becker Traffic Assist 7927 gefällt rundum durch Detailverliebtheit, tolle Ausstattung und sehr gute Zielführung. Es empfiehlt sich wegen der lauten und gut verständlichen Ansagen und der großen Beschriftungen auch für ältere Menschen.

Video zum Backer Traffic Assist 7927 - klicken Sie hier!

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