Android-Smartphone

Blackberry DTEK50 im Test

Das Blackberry DTEK50 ist ein Android-Smartphone, das sicher, preiswert und dazu noch ein echter Blackberry sein soll. Wie ist das möglich? Wir haben es getestet.

Blackberry DTEK50

© Blackberry

Schlank, leicht und hochwertig präsentiert sich der Blackberry DTEK50, der gerade im Bereich Sicherheit punkten will.

EUR 291,97

Pro

  • Sicherheitskonzept
  • App-Überwachung
  • Blackberry-Hub
  • feine Materialien, perfekt verarbeitet
  • brillantes, helles, blickwinkelstabiles Display
  • üppige Ausstattung
  • sehr gute Sende- und Empfangseigenschaften
  • UKW-Radio
  • Wechselspeicherslot

Contra

  • nicht sehr hohe Ausdauer
  • kein Fingerprintsensor
  • knapper interner Speicher

Fazit

connect-Urteil: gut (410 von 500 Punkten)
82,0%

Das neue Blackberry DTEK50 basiert als erstes Gerät in der Firmengeschichte auf dem Smartphone eines anderen Herstellers, dem Idol 4 von Alcatel​. Das spart den Kanadiern einen großen Teil der Entwicklungskosten. Wobei Blackberry bei der Software eigene Wege gehen muss. Zumindest teilweise, denn der DTEK50 ist nach dem Priv das zweite Smartphone, das auf Android beruht, was auch hier den Entwicklungsaufwand reduziert.​

Volle App-Auswahl dank Android 

Android erschließt dem DTEK50 die Welt der Smartphone-Apps. Denn neben nützlichen Android-Komponenten wie Google Maps ist über den Play Store der Zugriff auf alles gesichert, was der Anwendungsmarkt hergibt. Wer dabei an die potenziellen Spionagefunktionen denkt, die hinter vielen Android-Programmen stecken, und die so gar nicht zum Sicherheitsanspruch von Blackberry passen, der sollte sich die DTEK-App einmal genauer anschauen.​

Diese nutzt das ansonsten eher versteckte Sicherheitskonzept von Android, um Blackberry-Nutzer besser zu schützen. Die DTEK-App prüft etwa, ob am Betriebssystem manipuliert wurde, gibt Auskunft darüber, ob alle sinnvollen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt wurden und ermöglicht es, installierte Apps zu kontrollieren. So kann etwa überprüft werden, wie oft eine App von welcher Berechtigung Gebrauch macht. Kommt einem am Verhalten einer App etwas verdächtig vor, können dieser Rechte entzogen werden. Greift eine App etwa viel häufiger als nötig auf den Standort zu, so​ kann der Nutzer dem einen Riegel vorschieben, wobei er damit natürlich Gefahr läuft, dass die App danach den Betrieb einstellt. Doch dann empfiehlt es sich sowieso, ein vertrauenswürdigeres Programm zu suchen. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, hat Blackberry zudem maximale Verzögerungsfreiheit bei der Auslieferung sicherheitskritischer Updates versprochen.​

Starker Kommunikator 

Die zweite Besonderheit in der Software des DTEK50 ist der Blackberry-Hub, der alle Kommunikationskanäle vom Telefon über SMS und E-Mail bis zum Chat bündelt und immer nur eine Wischbewegung entfernt ist. Professionelle Nutzer und gut vernetzte Privatiers bekommen hier ein leistungsfähiges Werkzeug, um den Austausch mit anderen Menschen voranzutreiben. 

Von diesen Blackberry-typischen Anpassungen abgesehen​ liefern die Kanadier ein schnörkelloses Android 6.0 aus, was der Bedienbarkeit des mit Qualcomm- 8-Kern-Prozessor flüssig laufenden Smartphones sehr gut tut. Sinnvoll ist auch die Option, den DTEK50 entweder mit zwei SIM-Karten oder mit einer Micro- SD-Card neben der SIM zu bestücken.​

Fast rundes Gesamtpaket 

Im Dual-SIM-Betrieb ist wie immer ein Funkteil LTE-fähig. Und das hat es in sich: In allen Funkstandards glänzt es mit sehr guten bis überragenden Übertragungseigenschaften. Wo Mobilfunkversorgung gegeben ist, ist der DTEK 50 gut verbunden. Das hat er von dem auf der gleichen Plattform basierenden Alcatel Idol 4 geerbt. 

Größere Unterschiede deckte unser Messlabor dagegen bei der Ausdauer auf. Der Grund: Der Blackberry regelt die Leistung bei UMTS-Telefonaten deutlich nachlässiger als Alcatel – er verbrät mehr Strom, was die Ausdauer nach unten drückt. Auf den sogenannten Terminal-Betrieb als Webbrowser, Messaging-Maschine und mehr hat das zwar keinen Einfluss, doch im Vergleich zum Idol 4 verliert der DTEK50 etliche Punkte.​

Die Akustik liegt wieder auf dem zu erwartenden, hohen Niveau. Im praktischen Betrieb auffällig ist etwa der gegenüber vielen anderen Smartphones in Empfangsrichtung ausgeglichene Frequenzgang, der dazu beiträgt, dass man Anrufer auch an der Stimme erkennen kann. 

Überzeugen können zudem die feine, aber robuste
Verarbeitung, das brillante, blickwinkelstabile Display und die
besonders im Hellen gute 13-Megapixel-Kamera. Für günstige 340 Euro ist
der Sicherheits- und Kommunikationsspezialist DTEK50 eine echte
Bereicherung des Smartphone- Marktes.​

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