Testbericht

RIM Blackberry Pearl 3G

Blackberrys sind von jeher ein Synonym für Business-Geräte - Kommunikations-Profis für geschäftige Mitarbeiter, die auch unterwegs stets ihre E-Mails lesen und beantworten müssen oder wollen. Das ist auch heute noch so - nur dass RIM nicht ausschließlich am typischen Design mit der für Vieltipper so wichtigen Volltastatur festhält.

  1. RIM Blackberry Pearl 3G
  2. Datenblatt
Blackberry Pearl 3G

© RIM

RIM Blackberry Pearl 3G

So kommt das brandneue RIM Blackberry Pearl 3G mit der von klassischen Handys bekannten numerischen Tastatur, kleinen Ausmaßen und mageren 96 Gramm Gewicht viel schlanker und handlicher daher als etwa der Brecher Blackberry Bold. Somit ist das Blackberry Pearl 3G ein potenzielles Gerät für die breite Masse und weniger für die professionelle Fraktion gedacht - und ohne alternative Eingabemöglichkeit nach connect-Definition auch kein Smartphone mehr.

Blackberry durch und durch

Blackberry Pearl 3G

© Athanassios Kaliudis

Der Webbrowser kann aufgrund des zu kleinen Displays nicht überzeugen.

Mit dem 3G in der Namensbezeichnung deutet RIM auch gleich die Connectivity-Fähigkeiten seiner neuen Perle in den UMTS-Netzen an; für noch mehr Dampf sorgt bei der Datenübertragung HSDPA mit brutto 3,6 Mbit/s. Noch mal schneller geht's in WLAN-Nähe zur Sache: Hier bucht sich das Pearl mit den Standards b, g und n ein, was theoretische Downloadraten von über 100 Mbit/s bedeutet. Und das alles, obwohl Blackberrys für flotten Datenverkehr nicht zwingend auf WLAN und 3G-Betrieb angewiesen sind, denn bevor die Bits und Bytes aufs Handy übertragen werden, laufen sie über die Proxyserver von RIM und werden komprimiert.

Ob nun im 2G- oder 3G-Betrieb: Mobiles Internet ist wahrlich nicht das Steckenpferd des Pearl. Webseiten mit dem beinahe quadratischen Display (38 x 42 mm) zu betrachten macht keinen Spaß. Da ist es von Vorteil, dass das Bluetooth-Interface auch das Dial-Up-Profil unterstützt und sich das Smartphone somit als Modem für Note- oder Netbook zweckentfremden lässt - dieser Vorgang ist auch als "Tethering" bekannt.

Ein Blackberry wäre kein Blackberry, wenn die E-Mail-Push-Funktion nicht implementiert wäre. Private und geschäftliche Postfächer lassen sich im Handumdrehen einrichten und verwalten; eingehende Mails müssen nicht vom Nutzer abgerufen werden, sondern werden automatisch - wie etwa eine SMS - direkt auf den fürs Lesen und Beantworten von Nachrichten ausreichend großen Bildschirm gepusht. Dabei können selbstredend auch Anhänge empfangen und versendet sowie Office-Dokumente - sogar Powerpoint-Präsentationen - gelesen und bearbeitet werden.

Handytastatur kein Hemmschuh

Blackberry Pearl 3G

© Athanassios Kaliudis

Manche Icons im Hauptmenü sind schwer zu deuten.

Stellt sich die Frage, ob sich die Zifferntastatur als echter Ersatz für die Qwertz-Tastatur eignet. RIMs Texterkennung "SurePress" trägt zum schnellen Tippen bei, auch der sauber definierte Druckpunkt der Tasten gefällt. Mit etwas Übung und vor allem dank der Texterkennung sind Nachrichten dann auch mit der minimalistischen Handytastatur sehr schnell geschrieben. Für die Bedienung und die Navigation durch das aktuelle Betriebssystem Blackberry 5.0 ist mittig oberhalb der Tastatur ein Trackpad verbaut, dessen Empfindlichkeit sich auf die motorischen Fähigkeiten des Nutzers individuell einstellen lässt. Zum echten Allrounder avanciert der schlanke Blackberry auch wegen der auf der Gehäusestirn platzierten Musicplayer-Tasten. Ohne Höhen und Tiefen hat das Blackberry Pearl 3G die Labormessungen absolviert und die beim Telefonieren subjektiv gut klingende Akustik messtechnisch bestätigt.

Wer die Profi-Qualitäten eines Blackberry nicht missen, gleichzeitig aber ein handliches, kleines Gerät möchte und auf eine Volltastatur verzichten kann, ist mit dem neuen Blackberry Pearl 3G sehr gut beraten. 

RIM Blackberry Pearl 3G

HerstellerRIM
Preis390.00 €
Wertung378.0 Punkte
Testverfahren1.0

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