Testbericht

Blackberry Pearl 8220 Flip

Das Faible für Klapphandys ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. In Asien und USA stehen sie hoch im Kurs, in Europa weniger. Research in Motion (RIM), kanadischer Hersteller der E-Mail-Minicomputer namens Blackberry, hat jedoch eine klare Strategie.

  1. Blackberry Pearl 8220 Flip
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Testbericht Blackberry Pearl 8220 Flip

© Archiv

Testbericht Blackberry Pearl 8220 Flip

Pro

  • gute Sende- und Empfangsleistungen
  • lange GSM-Gesprächszeit

Contra

  • zu schmales Gehäuses für Tastatur

Fazit

Connect-Urteil: 324 von 500 Punkten, ausreichend
64,8%

Sie lautet in etwa: Sortiment und Marktabdeckung zu erweitern und so für jeden etwas zu bieten - da darf auch ein Klapper nicht länger fehlen. Den legt RIM nun mit dem Pearl 8220 Flip vor, der in Deutschland bis auf Weiteres exklusiv von T-Mobile vertrieben wird.

Das Gehäusedesign des 8220 Flip gefällt mit abgerundeten Kanten und ergonomischer Platzierung der Bedienelemente, insbesondere des "Pearl" - dem Mini-Trackball, der mittlerweile bei allen Blackberrys das früher übliche Drehrad ersetzt.

Der Klappmechanismus ist so ausgelegt, dass er das Display weit nach hinten schwenkt und somit aus dem Weg flinker Finger räumt, die unbehelligt E-Mail-Texte tippen sollen.

Gehäuse zu schmal für Qwertz-Tastatur

Testbericht Blackberry Pearl 8220 Flip

© Fotos: Hersteller

Klappt gut: Das Design lässt viel Platz für ein großes Display und ergonomische Tasten

Wegen des schmalen Gehäuses passte allerdings keine ausgewachsene Qwertz-Tastatur in den 8220 Flip, stattdessen findet der Nutzer zwar große, aber doppelt belegte Drücker vor. Beim Tippen hilft das von RIM "Sure Type" genannte Eingabesystem, das einem mit einer gut funktionierenden Worterkennung zur Seite steht - oder man drückt nach alter SMS-Manier die Eingabe tasten mehrfach, bis der richtige Buchstabe erscheint.

Dafür erlaubt das Klappdesign ein großes Display, das allerdings mit 240 x 320 Pixeln (QVGA) nicht ganz so hoch auflöst wie bei anderen Blackberrys. Eine weitere Konsequenz des Formfaktors: Mit 18 Millimetern Gehäusestärke trägt der Flip im geschlossenen Zustand recht dick auf. Aber das gilt für praktisch alle Klapphandys.

Ein Novum in der Blackberry-Welt ist das Außendisplay, das auf 128 x 160 Pixeln in Farbe über die aktuelle Uhrzeit, Absender und Betreff neuer E-Mails oder über verpasste Anrufe informiert. Stark verwandt mit dem 8110 Nicht zufällig trägt der 8220 den Seriennamen "Pearl" - sein technisches Innenleben ist stark verwandt mit dem Blackberry 8110 Pearl.

Kein UMTS und HSDPA, dafür EDGE und WLAN

Testbericht Blackberry Pearl 8220 Flip

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Das kompakte Gerät beherbergt sämtliche bei Blackberrys üblichen Funktionen

Auf UMTS und HSDPA verzichtet das Gerät, dafür sind EDGE und WLAN mit an Bord. Eine 2-Megapixel-Kamera nimmt Fotos und Videos auf, sie reagiert allerdings recht träge und liefert etwas flaue und leicht verrauschte Bilder. Der Multimedia-Player spielt Musik in den Formaten MP3, WMA, AAC und WAV ab, ebenso Videos in MPEG4, WMV oder 3GP.

Die Bluetooth-Funktion versteht sich auch auf A2DP, kann also Stereo-Musik an geeignete Kopfhörer, Headsets oder Autoradios streamen. Außerdem ist eine 3,5-Millimeter- Klinkenbuchse für den Anschluss eines handelsüblichen Kopfhörers eingebaut. Und dank MicroSD-Slot lässt sich der Flash-Speicher von 128 MB nach Bedarf deutlich erweitern.

Der RIM-eigene HTML-Browser zeigt Webseiten klein, aber ohne größere Probleme. Vor installiert ist zudem "Documents to Go" von DataViz, mit der sich Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien nicht nur anzeigen, sondern auch rudimentär bearbeiten lassen.

Ordentlicher Eindruck im Messlabor

Testbericht Blackberry Pearl 8220 Flip

© Archiv

Angepasst: T-Mobile stattet den 8220 Flip mit seinem "MyFaves"-Angebot aus

Im Messlabor hinterließ der Pearl 8220 Flip einen sehr ordentlichen Eindruck. Sein Display ist mit 285 Candela pro Quadratmeter sehr hell, die Sende- und Empfangsleistungen wurden mit der Höchstpunktzahl belohnt.

Allerdings klingen Stimmen beim Telefonieren etwas dumpf. Dafür konnte die GSM-Gesprächszeit von über fünf Stunden und die typische Ausdauer im Offline-Betrieb von über neun Stunden die Tester voll überzeugen.

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