Testbericht

Blackberry Storm 9500

Jetzt also ein Blackberry mit Touchscreen. Research in Motion (RIM) und der für Europa exklusive Vertriebspartner Vodafone wollen mit dem "Storm" gezielt Privatkunden für die Blackberry-Plattform begeistern. Dazu hat der Netzbetreiber sogar eigene Tarifoptionen gestrickt.

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Testbericht Blackberry Storm 9500

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Testbericht Blackberry Storm 9500

Ein faires Angebot ist vor allem die voreingestellte "Start-Automatik", mit der frisch gebackene Storm-Besitzer im ersten Monat ausprobieren können, welches Datenvolumen sie mit ihrer Blackberry-Nutzung verbrauchen.

Je nach kombiniertem Tarif gibt es den Storm dann zu subventionierten Preisen zwischen 50 und 300 Euro. Ohne Vertrag kostet er 480 Euro.

Touchscreen mit Klick

Nicht nur in den Tarifpaketen, erst recht in der Hardware des Storm stecken innovative Ideen. An erster Stelle ist der Touchscreen zu nennen, der zwar kein "Multitouch" wie das iPhone 3G unterstützt, sich aber wie die Maustaste eines Notebooks "klicken" lässt. Eine Berührung selektiert Einträge in den Menüs oder Buchstaben auf der virtuellen Tastatur, ein fester Druck bestätigt die Auswahl.

"SurePress" nennt RIM diese Idee, die jedoch ihre Tücken hat. So kommt es immer wieder vor, dass man beim Herunterdrücken des Displays etwas verrutscht und so - gerade in winzig beschrifteten Menüs - die benachbarte Option aktiviert.

Zudem ist das Bedienkonzept nicht ganz konsequent umgesetzt, denn bisweilen genügt doch schon ein Antippen, um eine Funktion zu aktivieren. Und manches erschließt sich ohne Handbuch-Studium gar nicht. Insider-Tipp: Die per Menü aktivierte Tastensperre lässt sich über eine auf der Geräteoberseite versteckte Druckfläche ausschalten.

Lagesensor entscheidet über Format

Ein Lagesensor erkennt, ob das Gerät im Hoch- oder Querformat betrieben wird, lässt sich dafür aber mehr als eine Sekunde Zeit. Für Texteingaben im Hochformat setzt  RIM auf "SureType" - eine Texterkennung errät nach Drücken der doppelt belegten Tasten mehr oder weniger erfolgreich die gewünschte Eingabe.

Im Querformat erscheint eine Qwertz-Tastatur auf dem Display. Auf ihr tippt es sich leichter, wenn auch längst nicht so schnell und sicher wie auf Blackberrys mit echter Tastatur.

Zum Zoomen in Websites oder Fotos muss man zweimal sanft tippen, und auch Scrollen per Fingerwisch ist möglich. Beide Vorgänge hakeln aber gern. Gesten oder simulierte Scroll-Dynamik a la Apple kennt der Storm nicht.

Mehr Multimedia als Messaging

Was der Touchscreen-Blackberry wirklich gut kann, ist Multimedia. Videos laufen auf seinem 8,3-cm-Display flüssig und sehen knackscharf aus, der Mediaplayer unterstützt viele Musik- und Videoformate. Der Klang des mitgelieferten Stereo-Headsets ist vorzüglich.

Der Speicher von 1 GB lässt sich per Micro-SDHC-Karte bis 16 GB erweitern, zwischen 30 und 70 Euro Aufpreis je nach Tarif liefert Vodafone eine 16-GB-Karte gleich mit. Die 3,2-Megapixel-Kamera bietet LED-Leuchte und Autofokus, lässt sich zum Scharfstellen und Auslösen allerdings mehrere Sekunden Zeit.

Dank eingebautem GPS unterstützt das Gerät auch Fußgänger-Navigation; für 5 Euro im Monat können Vodafone-Kunden die "NaviFlat" mit aktiver Zielführung zubuchen, die das Gerät dann auch als Gelegenheits-Navigator im Auto nutzbar macht.

WLAN fehlt!

Auffälligstes Manko auf der sonst sehr umfangreichen Ausstattungsliste ist das Fehlen von WLAN. Websurfen oder Downloads aus RIMs "Application Center" sind nur via Mobilfunk möglich. Letzteres ist ein Download-Store nach Apple-Vorbild, in dem sich bislang allerdings nur einige wenige Programme tummeln.

Das Messlabor attestiert dem Storm eine ordentliche Ausdauer von 5,5 Stunden GSM- und 3,5 Stunden UMTS-Gesprächszeit sowie sehr gute Sende- und Empfangswerte.

Wer den Storm als vermeintliches Blackberry-Top-Modell vor allem für Messaging nutzen will, sollte vor dem Kauf unbedingt den Touchscreen ausprobieren. Eher überzeugt er als Multimedia-Maschine - wenn auch dies nicht ohne Schwächen bei der Bedienung.

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