Testbericht

Blu-ray-Player Cambridge Azur 651 BD

Dem Cambridge Azur 651 BD (1000 Euro) fehlt gegenüber dem größeren Bruder 751 nur die komplexe Analogplatine. Ist der Kleine der Qualitätsknüller für Digitalos?

  1. Blu-ray-Player Cambridge Azur 651 BD
  2. Datenblatt
Cambridge Azur 651 BD

© Julian Bauer

Cambridge Azur 651 BD

In der August-Ausgabe, testeten wir den Blu-ray-Player Azur 751 BD des britischen Herstellers Cambridge - und waren von dessen Qualitäten recht angetan. Features wie der exzellente Streaming-Client oder Bild und Ton auf analoger wie digitaler Ebene übertrafen den Klassenschnitt weit. Nun folgt das kleinere Modell Azur 651 BD und damit der eigentliche Nachfolger des Azur 650 BD. Jener diente sehr lange als sehr geschätztes Arbeitspferd für Mehrkanaliges im Hörraum.

Pro

  • üppige Ausstattung
  • super Verarbeitung
  • spielt auch DVD-Audio und SACD
  • doppelter HDMI-Ausgang
  • musikalischer Klang

Contra

Wenn man es stark verkürzt, so besteht der 651er aus einem 751 BD minus die komplexe Analogplatine. Er übernimmt stattdessen die gute Bestückung aus der OEM-Basis. Genau die aber sorgte bereits im Azur 650 BD für angenehme Musikalität. So oder so - der Azur 651 BD richtet sich an Cambridge-Kunden, die den Player digital anzuschließen gedenken.

Cambridge Azur 651 BD

© Julian Bauer

Für die Steuerung eines Blu-ray-Players besitzt die edel anmutende Cambridge-Fernbedienung außergewöhnlich wenige Tasten, tatsächlich fehlt es ihr aber an nichts.

Von vorn unterscheiden sich die zwei aktuellen Player nur durch den Wegfall des Tasters für das umschaltbare Digitalfilter beim kleineren Modell. Das Gehäuse, die zügige Handhabung und Navigation - eine Blu-ray startet in 14 Sekunden! - sowie die edel wirkende Fernbedienung bieten beide. Auch die Rückseite verrät lediglich durch die nach unten gerückten Analogausgänge ohne gesonderten Stereoausgang den 651 BD.

Cambridge Azur 651 BD

© Archiv

Bassmanagement für den analogem Mehrkanal-Ausgang

Ansonsten gilt auch hier wieder ein Gleichstand zwischen den Geschwistern, mit dem doppelten HDMI-Ausgang. Daten dürfen per LAN, USB und sogar eSATA andocken. Beide Geräte verarbeiten von Scheibe, Festplatte und Netzwerk alles, was Spaß macht, von schnödem MP3 bis hin zu Flac in hochauflösend und mit 5.1-Kanälen, von SACD bis 3D-Blu-ray.

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Die Videosektion mit dem fast schon unglaublichen Oppo-Decoder und dem MediaTek-Chipsatz liefert am HDMI-Ausgang mit dem ebenso highendigen Qdeo-Scaler extrem scharfe und ruhige Bilder von jeder Quelle. Selbst DVDs auf Projektionsleinwand sehen so knackig aus, dass man sie ohne direkten Vergleich nur mit geübtem Auge von High-Definition-Aufnahmen einer Blu-ray unterscheiden kann.

Cambridge Azur 651 BD

© stereoplay

Frequenzgänge: Sehr ausgewogen und breitbandig

Klanglich überzeugte der Azur 651 BD bei HDMI genauso wie sein Bruder. Egal, auf welches Medium die Tester zurückgriffen, sei es gestreamt oder im Laufwerk rotierend, zwei- oder mehrkanalig - der Charakter des Cambridge zeugte von Spielfreude und Detailverliebtheit, und der Player verlor dabei nicht das Gesamtbild aus dem Auge. Stets baute sich eine differenzierte Bühne mit lückenloser Abbildung vor dem Hörer auf.

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Ließen die Tester im Hörraum die beiden Cambridge-Modelle analog gegeneinander antreten, machte der 751er klar, dass er seinen Aufpreis wert ist. Er spielte feiner und genauer als der kleine Bruder. Jener konnte in Spielfreude und Timing gut mithalten und verdiente mit einem Hauch mehr Auflösung einen Punkt mehr als sein Vorgänger.

Fazit

Der Cambridge Azur 651 BD führt in allen Ehren die Tugenden seines Vorgängers fort - tolle Ausstattung, feinste Bild- und ausgewogene Klangqualität von allen Medien, schnelle Navigation und logische  Handhabung. Einfach ein super Gesamtpaket.

Cambridge 651 BD

HerstellerCambridge
Preis1000.00 €
Wertung107.0 Punkte
Testverfahren1.0

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