Testbericht

Blue-ray-Player Samsung BDP 1400

Allzu große Kompromisse wollte Samsung nicht eingehen - umso erfreulicher, weil der brandneue BDP 1400 gerade mal 600 Euro kostet.

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Blue-ray-Player Samsung BDP 1400

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Blue-ray-Player Samsung BDP 1400

Der neue Samsung steht mit  HDMI-1.3-Chipsätzen da, reicht die High-Definition- Tonformate weiter an die Receiver, kann nach stereoplay- Erkenntnissen aber nur die Dolby- und DTS-Basisdaten decodieren.

Dafür spielt das Testgerät auch selbstgebrannte BD-Rs und BD-REs ("Erasable") ab, was Blu-ray-Player bislang verweigerten. Das kann sich alsbald wieder ändern, denn im Hintergrund rangeln Soft- und Hardwarehersteller um einen sicheren Kopierschutz, weil der gegenwärtige bereits geknackt wurde und HD-Filme im Internet stehen. Erst wenn die erweiterte Kopiersperre fertig ist, sollen Selbstgebrannnte - beispielsweise von Camcordern - endgültig freigegeben werden.

Trotz immenser Rechenpower für die Videoverarbeitung verlangt der Player Geduld. Bis der Samsung nach dem Andocken ans Stromnetz erwacht, vergehen 30 Sekunden. Das Einlesen der Disc dauert beim Samsung 35 Sekunden. Erfreulich dagegen, dass der BDP 1400 die letzte Ausschaltstelle speichert.

Samsung BDP 1400 Rückseite

© Julian Bauer

Für HD-Mehrkanal wäre an den Analogausgängen 7.1 angesagt. 5.1 deutet daurauf hin, dass der Samsung echtes HD nur digital über HDMI 1.3 ausgibt. HDMI überträgt digitales Viedeo bis 1080p, alternativ 24p, außerdem die HD-Mehrkanal-Tondaten. Vor diesem Anschluss werden Laufzeitunterschiede zwischen Bild und Ton korrigiert.

Etwas dürftig fiel beim Samsung das Lautsprechersetup aus. Es bietet nur ein Bassmanagement an. Vorbildlich dagegen: Digitalfotos von CDs oder DVDs führt der BDP 1400 als Diashow vor, wobei er die Bilddaten auf die maximale Auflösung des Monitors skaliert.

Der Netzwerkanschluss am Samsung dient nur zum Updaten der Betriebssoftware via Internet.

Einmal mehr waren die Tester von der Videoqualität des noch jungen Mediums hellauf begeistert: "Fast noch besser als im Kino", hieß es. Gegen die Farbenpracht und Schärfe, die der Samsung aus den Blu-ray-Discs holten, wirkten "normale" DVDs wie durch Milchglas betrachtet.

Wenn etwa bei "Ludwig van B" (Columbia Pictures) die Kamera die Stationen des genialen Musikers und Komponisten Beethoven nachzeichnete, sahen die Schlösser, die Säle und die Landschaften ergreifend echt aus. Die Bilder wirkten ungemein realistisch, wiesen keinerlei Schlieren oder künstlich versteilerte Konturen auf. Die Detailschärfe war so grandios, dass jedes Haar, jeder Grashalm sichtbar wurde.

Szenenwechsel zu elektrisch verstärkter Musik: Gekonnt mit Licht in Szene gesetzte Instrumentendialoge auf der Blu-ray-Disc "Pat Metheny - The Way Up (Live)" versetzten den Zuschauer ins Auditorium - sozusagen mit dem Opernglas. Kein DVD-Player konnte je die Leuchtkraft der Scheinwerfer-Spots so akkurat abgrenzen, kritische Blautöne so strukturiert durchzeichnen wie ein Blu-ray.

Bildlieferant war der in Heft 10/07 getestete Beamer Panasonic PT AE 1000 E mit Full HD (50 oder 60 Vollbilder pro Sekunde oder Vielfache von 24 mit je 1080 Zeilen). Auf der Blu-ray sind nur 24 Bilder pro Sekunde abgelegt. Bei der Umsetzung passieren Fehler, und zwar beim Beamer weniger, sodass die alternative 24p-Ausgabemöglichkeit des Playes zu bevorzugen ist. Bei Kameraschwenks wurden dadurch die Bewegungen nachvollziehbar flüssiger.

Ähnlich verhielt es sich mit dem Ton: Nur direkt vom HDMI-1.3-Digitalausgang zum AV-Receiver geleitet, rief die Musik von Beethoven (in Dolby True HD) Begeisterungsstürme hervor. Über ihre Analogausgänge gab der Player den Surround-Ton verwaschener und flauer wieder. In Zweikanal von CDs wirkte das Klangbild flach und wenig vielschichtig. Wobei er den Hochtonbereich matt, den Bass etwas unpräzise und die Mitten überbetont wiedergab. 

Der Heimkino-Freak überlässt das Musizieren dem Receiver. Fürs Bild sind die Player zuständig. Der Samsung begeistert.

Samsung BDP 1400

HerstellerSamsung
Preis600.00 €
Wertung98.0 Punkte
Testverfahren1.0

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