Bluetooth-Tastaturen

Tastaturen fürs iPad mini im Vergleichstest

Touch-Frust ade! Bluetooth-Tastaturen machen das Schreiben auf dem iPad mini gleich viel einfacher. Wir haben fünf Modelle einem Tipptest unterzogen.

iPad mini

© Apple

iPad mini

Touchscreen hin oder her - wer längere Texte, Nachrichten oder Statusmeldungen mit seinem iPad mini tippen möchte, der kann sich mit einer Blueetooth-Tastatur das Leben schöner machen. Denn nichts ist nerviger, als ständig auf die eingeblendete "Delete"-Taste einzuhämmern,  weil man sich mal wieder vertippt hat. Und das passiert auf den relativ eng gestellten Tasten der virtuellen QWERTZ-Tastatur je nach Geschick nicht eben selten.

Externe Tastaturen mit echten, mechanischen Drückern schaffen hier Abhilfe. Da stellt sich die Frage: Kann ich mit meinem iPad mini und einer Bluetooth-Tastatur so bequem arbeiten, dass ich Mac oder MacBook weitgehend links liegen lassen kann? Wir haben uns fünf Bluetooth-Tastaturen fürs iPad mini genau angeschaut, waren mit der iPad-mini-plus-Tastatur-Kombi als einzigem Computer vier Tage lang auf Dienstreise und haben unterwegs mächtig in die Tastaturen gehauen.

Apple iPad mini im Test

Kensington KeyFolio Pro2 - iPad mini und Tasten gut verstaut

Kensington steckt iPad mini und Tastatur in ein schickes Leder-Etui, was der ganzen Sache einen analogen Touch verleiht. Das Etui liegt gut in der Hand und sieht aus wie eine kleine Aktentasche, was elegant und aufgeräumt wirkt; zwischen iPad mini und Tastatur ist sogar eine Schlaufe für einen Stift vorgesehen. Andererseits schwillt das ganze Konstrukt so auf satte 32 bis 35 Millimeter Dicke an und bringt mehr als 630 Gramm auf die Waage.

Die Tastatur ist per Magnet am Etui befestigt und lässt sich einfach abnehmen. Per Klettverschluss wird die Tablet-Seite fixiert, sodass die Kombi schon beinahe wie ein Netbook ausschaut. Für unseren Geschmack ist der Neigungswinkel aber etwas zu steil. Wer mit Zeigefinger und Blick auf die Tastatur tippt, kommt mit dem Layout klar. Wer blind und im Zehn-Finger-System arbeiten will, wird mit den eng gestellten Tasten und dem eher schwammigen Druckpunkt Problemchen haben.

Resümee Für 55 Euro gibt's hier einen echten Hingucker. Die enge Tastenstellung und der schwache Druckpunkt sind problematisch

  • Verarbeitung: 60%
  • Tippgefühl: 40%
  • Handlichkeit: 30%
Kensington KeyFolio Pro2

© Kensington

Kensington KeyFolio Pro2

Arktis iPad mini Keyboard Case - Tolle Tasten und Rundumschutz

Im Keyboard Case von Arktis ist das iPad mini gut geschützt. Das Tablet sitzt sowohl im Hoch- als auch im Querformat sicher in der oberhalb der Tastatur vorgesehenen Vertiefung. Beim Transport steckt man das iPad mini mit dem Bildschirm in Richtung Tastatur auf das Case. Vier gummierte Abstandshalter an den Ecken halten Screen und Tasten dezent auf Distanz.

Tablet und Case sind gemeinsam gerade mal 15 Millimeter hoch und wiegen weniger als 500 Gramm - das sind sehr gute Werte. Die Ausführung der Tasten ist ebenfalls gelungen: Die einzelnen Drücker sind etwa 3 Millimeter voneinander abgesetzt, sodass sogar blindes Zehn-Finger-Schreiben fast mühelos gelingt. Leider nur fast: Umlaute und ß fehlen auf dem Layout und müssen über den Touchscreen eingetippt werden. Eine Bagatelle? Leider nein. So gut Druckpunkt und Abstand der Tasten auch sind - ohne Umlaute und ß wird unser Schreibfluss stark ausgebremst.

Resümee Für 50 Euro ein wirklich gutes Keyboard-Case. Einziger Kritikpunkt: Die im Deutschen unentbehrlichen Umlaute fehlen

  • Verarbeitung: 80%
  • Tippgefühl: 80%
  • Handlichkeit: 80%
Arktis iPad mini Keyboard Case

© Arktis

Arktis iPad mini Keyboard Case

Dipse iPad-shell - Schützt das Display und bietet ein Super-Tippgefühl

Schlank, handlich und mit einer sehr guten Tastatur. Die einzelnen Drücker der Tastatur haben einen sauberen Druckpunkt und stehen gute 3 Millimeter auseinander. Das erlaubt auch beim blinden Zehn-Finger-Tippen einen sehr angenehmen Schreibrhythmus, ohne dass sich die Finger im Wege stehen oder auf der falschen Taste landen. Klasse: Das ß finden wird dort, wo es hingehört- in der oberen Zahlenreihe über dem P. Das Ö sitzt wie üblich rechts neben dem L, Ä und Ü werden über den Umweg mit der links unten platzierten Funktionstaste eingegeben. Das funktioniert super - ein bisschen Übung, und der Tippfluss ist ungebremst.

Ob im Hoch- oder Querformat: Das iPad mini rastet in beiden Ausrichtung sicher in den Steckplatz ein. Vier Abstandshalter halten Display und Tastatur beim Transport auf Distanz; mit 14 Millimetern Höhe und 466 Gramm Gewicht ist das Gesamtpaket auch unterwegs schön handlich.

Resümee Flottes Schreiben ohne Kompromisse: Keyboard-Case mit einem Super-Tippgefühl und Displayschutz - für nur 30 Euro

  • Verarbeitung: 70%
  • Tippgefühl: 80%
  • Handlichkeit: 90%
Dipse iPad-shell

© Hersteller

Dipse iPad-shell

Belkin F5L145deBLK - Klasse verarbeitet, beste Tastatur im Test

Die Belkin-Lösung ist Tastatur und Case zugleich. Tastatur und iPad mini sind in ein Case eingepackt. Das durchgängig gummierte Material der Hülle fühlt sich wertig an; die flexible Rückseite lässt sich umklappen, sodass das Display in einem angenehmen Winkel zur Tastatur steht. Handlich ist das Ganze auch: 22 Millimeter Höhe und 578 Gramm Gewicht gehen in Ordnung. Einziges Manko der ansonsten gut durchdachten Konstruktion: Zwischen Tablet und Tastatur gibt es keine Abstandshalter - im geschlossenen Zustand liegt das Display plan auf den Tasten.

Die Tastatur selbst ist gelungen. ß und Umlaute sind entweder direkt oder über den kurzen Umweg der links unten platzierten Funktionstaste schnell zu erreichen. Die Pfeiltasten sind rechts unten sauber abgesetzt - Fehleingaben ausgeschlossen. Da die Tasten klar getrennt sind und der Druckpunkt gut definiert ist, gelingt blindes Zehn-Finger- Schreiben schnell und problemlos.

Resümee 70 Euro sind hier gut angelegt - das Tippgefühl ist hervorragend. Die fehlenden Abstandshalter sind aber ein Manko

  • Verarbeitung: 90%
  • Tippgefühl: 90%
  • Handlichkeit: 60%
Belkin F5L145deBLK

© Belkin

Belkin F5L145deBLK

GeneralKeys Bluetooth-Mini-Tastatur - Eher etwas für zu Hause

Kein Case, kein Etui - eine einfache, nackte Tastatur. Für unterwegs ist die Bluetooth-Mini-Tastatur von GeneralKeys kaum geeignet, da weder Hülle noch sonstige Verankerungsmöglichkeiten vorgesehen sind. Die Tastatur kommt ohne jegliches Drumherum, wiegt bloß 160 Gramm und wird in den allermeisten Fällen wohl auf dem Schreibtisch landen. Dank rutschfester Gummifüße hat sie dort stets sicheren Halt.

Schade: Das Tastaturlayout ist nicht im Apple-, sondern im Windows-Design gehalten. Das kann man zwar verkraften, die fehlenden Apple-Funktionstasten vermissen wir aber schon. Dafür entschädigen die großzügig dimensionierten Drücker samt angenehmem Druckpunkt. Selbst blindes Zehn-Finger-Schreiben ist kein Problem; wer geübt ist, kommt hier sehr gut zurecht. Nur die rechte Umschalttaste ist für unseren Geschmack etwas zu klein geraten: Bei schnellem Tippen sind wir des Öfteren auf der Pfeil- statt auf der Umschalttaste gelandet.

Resümee Für lediglich 25 Euro ein sehr starker Auftritt der General-Keys-Tastatur. Das Apple-Layout vermissen wir nur ein bisschen

  • Verarbeitung: 80%
  • Tippgefühl: 80%
  • Handlichkeit: 70%
GeneralKeys Bluetooth-Mini-Tastatur

© GeneralKeys

GeneralKeys Bluetooth-Mini-Tastatur

Neues Betriebssystem: Alle Infos zu Apple iOS 7

Fazit

Klare Sache: Das iPad mini und eine externe Tastatur bilden ein starkes Team und sind als Notebook-Ersatz durchaus zu gebrauchen. Gut, nicht in jedem Fall - aber in den allermeisten. So hatte der Tester auf dem Mobile World Congress in Barcelona Ende Februar nur das iPad mini und die Belkin-Tastatur dabei - das war der mobile Computer. Damit E-Mails und sogar Testberichte vor Ort zu schreiben war kein Problem. Und wir haben es genossen, mit leichtem Gepäck auf der Messe unterwegs zu sein. Wer bei solchen oder ähnlichen Gelegenheiten schon einmal tagelang ein Notebook unterm Arm hatte, wird das nachvollziehen können.

Die beste Tastatur im Feld kommt von Belkin: Dank sauberem Druckpunkt und gut abgesetzten Tasten geht das Zehn-Finger-Schreiben mit ihr locker von der Hand. Das gilt auch für die Tastaturen von Dipse und Arktis, wobei letztere wegen der fehlenden Umlaute für Deutsch-Schreiber leider von vornherein ausscheidet. Schick ist die Kensington-Variante mit ihrem analogen Flair. Allerdings kommt nicht jeder mit den eng gestellten Tasten zurecht - Vertipper sind hier keine Seltenheit.

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